Regentonne Gartenpumpe

Gartenpumpen für die Regentonne

Haben Hausbesitzer nicht in ein Regenauffangsystem oder eine Zisterne investiert, findet sich fast immer zumindest eine Regentonne im Garten. Schnell wird daraus eine Batterie von mehreren Fässern, denn für gewöhnlich gedeihen die Pflanzen mit dem kalkfreien Regenwasser deutlich besser. Zudem lässt sich in der Regentonne ein selbstgemachter Flüssigdünger ansetzen, indem Grünabfälle darin versenkt werden. Insbesondere bei größeren Wassermengen wird das Schleppen mit der Gießkanne schnell lästig, weshalb eine hochwertige Gartenpumpe für die Regentonne angeschafft werden soll. Welche Art Regentonnenpumpen für welchen Zweck geeignet sind, erläutere ich dir in diesem Heimwerker-Report.     

Tauchpumpe, selbstsaugende Gartenpumpe oder Fasspumpe für die Regentonne?

Generell gibt es drei Pumpentypen, die sich für den Einsatz an der Regentonne anbieten. Welche davon für deine Zwecke ideal ist, hängt vom Volumen der Regentonne und der Größe deines Gartens ab. 

Regentonnenpumpen für den eigenen Garten 

Die Hersteller haben den Trend zur eigenen Regentonne erkannt und bieten inzwischen Gartenpumpen an, die sich einfach auf den Rand einer Regentonne stecken lassen. Über einen Saugschlauch wird das Wasser angesaugt und in den Gartenschlauch gepumpt, mit dem du dann bei mäßigem Druck deine Blumen wässern kannst. 

Allerdings gehen die Hersteller dabei davon aus, dass es sich um Regentonnen mit einem Inhalt von 150 bis 300 Litern handelt, weshalb diese technisch einfachen Regentonnenpumpen in ihrer Leistung recht begrenzt sind. In der Tat sind derartige Fasspumpen auch wirklich nur für kleinere Regentonnen geeignet. Bei größerem Volumen dauert es ansonsten viel zu lange, bis das Fass geleert ist und die Blumen in einem größeren Garten mit Wasser versorgt sind. Überdies ist diese Wassermenge nur dann ausreichend, wenn der Garten weniger als 30 Quadratmeter misst.  

Die Tauchpumpe als Klarwasser- oder Schmutzwasserpumpe für die Regentonne

Die wohl gebräuchlichste Gartenpumpe für die Regentonne ist die Tauchpumpe. Zumal diese als Schmutzwasserpumpe auch dann eingesetzt werden kann, wenn du in der Regentonne deinen eigenen biologischen Flüssigdünger oder Unkrautvernichter ansetzt. In diesen Fällen ist es ratsam, einen Filterkorb um die Pumpe zu installieren, damit größere Blätter oder Holzstücke das Pumpwerk oder den Förderschlauch nicht verstopfen oder blockieren können. Zudem ist eine Tauchpumpe mobil, wurden ein Stromkabel und ein Förderschlauch in ausreichender Länge installiert. So können mehrere Regentonnen mit einer Gartenpumpe entleert werden, denn oftmals findet sich unter zwei bis vier Fallrohren der Dachentwässerung jeweils eine Regentonne. 

Die Installation einer Tauchpumpe in der Regentonne ist denkbar einfach. Am Auslass der Pumpe wird ein Gartenschlauch montiert, in nahezu beliebiger Länge. Die Stromversorgung wird über ein Kabel sichergestellt (hier kannst du dich auch noch darüber informieren, was man unter dem Anlaufstrom bei einer Gartenpumpe versteht). Die Tauchpumpe wird niemals am Kabel, sondern immer an einem separaten Seil oder einer Kette bis zum Boden der Regentonne herabgelassen. Anschließend kann diese Gartenpumpe über einen außen liegenden Schalter in Betrieb gesetzt werden. Wichtig bei diesem Pumpentyp ist, dass eine Trockenlaufsicherung oder ein Schwimmerschalter angebaut sind. So wird sichergestellt, dass die Pumpe abschaltet, bevor die Regentonne leer ist, was ansonsten zur Überhitzung des Pumpenmotors führen würde.    

Selbstsaugende Pumpen für die Regentonne 

Die dritte Möglichkeit sind selbstsaugende Pumpen in Trockenaufstellung. Diese Geräte werden außerhalb der Regentonne aufgestellt und zumeist fest montiert. Schon deshalb lohnt sich der Einsatz dieser Gartenpumpen nur dann wirklich, wenn die Regentonne ein Volumen von 1.500 bis 5.000 Litern besitzt. Über ein Steigrohr saugt dieser Pumpentyp das Wasser aus der Tonne, um das kostbare Nass anschließend über einen Förderschlauch dorthin zu transportieren, wo du es benötigst. 

Selbstsaugende Gartenpumpen Regentonne

Um Zeit und Energie zu sparen, aber auch um die Pumpentechnik zu schonen und um wild spritzende Gartenschläuche zu vermeiden, sollte am Ende der Saugleitung ein Rückschlagventil angebracht werden. So wird erreicht, dass immer ausreichend Wasser in der Saugleitung steht, was den Nutzungskomfort der Gartenpumpe deutlich erhöht. Ebenso ist ein Trockenlaufschutz ratsam, damit die selbstsaugende Gartenpumpe nicht überhitzen kann, geht das Wasser in der Regentonne zur Neige. 

In diesem Artikel kannst du dich über benzinbetriebe Gartenpumpen informieren.

Mobile Gartenpumpen für die Regentonne  

Wer einen Schreber- oder Kleingarten alter Art ohne Stromversorgung besitzt, oder sonstwie auf eine mobile Gartenpumpe angewiesen ist, dem stehen generell zwei Möglichkeiten offen. Du kannst eine Gartenpumpe mit einem Verbrennungsmotor als Antrieb kaufen. Diese fast immer sehr leistungsstarken Gartenpumpen lohnen sich in der Anschaffung aber nur, wenn die Regentonne ein entsprechend großes Volumen vorweisen kann. Dies ist generell der Fall, fasst die Regentonne mehr als 3.000 Liter Wasser. 

Die zweite Möglichkeit sind Gartenpumpen mit autarker Energieversorgung über ein Solarpanel. Diese Solarpumpen bringen einen Sonnenkollektor und ein Steuergerät mit, die bei gutem Wetter und tagsüber für ausreichend Energie für den Pumpenmotor sorgen. In der Regel sind diese Solarpumpen als Tauchpumpe konzipiert, weil so der Energieaufwand etwas geringer ist.  

Warum Wasser aus der Regentonne nutzen? 

Es gibt in Deutschland rund 19 Millionen Ein- und Zweifamilienhäuser. Die Forderung des Bundesamtes für Umwelt und verschiedener Umweltschutzorganisationen lautet: Jedes dieser privaten Wohngebäude sollte mindestens eine Regentonne mit einem Volumen von 1.000 Litern im Garten stehen haben. Diese Vorgabe beruht auf der statistischen Durchschnittsgröße der Gärten, die bei rund 50 Quadratmetern je Haus liegt.

Wasser aus Regentonne Nutzen

Besitzt du einen deutlich größeren Garten, sollte die Regentonne ein entsprechend höheres Volumen aufweisen. Diese Anschaffung erscheint sinnvoll, denn selbst wenn je Regentonne nur eine Füllung für das Gießen der Gartenpflanzen verwendet würde, könnte die unglaubliche Menge von 19 Milliarden Liter, also 19 Millionen Kubikmeter Trinkwasser pro Kalenderjahr eingespart werden. Dies entspricht etwa dem jährlichen Verbrauch von 113.000 Familien mit 4 Personen. Da in der Praxis die Nutzung bei durchschnittlich 4,3 Füllungen liegt, könnte der Verbrauch an Trinkwasser insgesamt um 81,7 Millionen Kubikmeter reduziert werden, was dem Jahresverbrauch von knapp 486.000 4-Personen-Haushalten entspricht.      

Die richtige Gartenpumpe für deine Regentonne: ein Fazit 

Hast du an mehr als einem Fallrohr der Dachentwässerung eine Regentonne stehen, ist der Kauf einer Tauchpumpe für die Regentonne eine kluge Entscheidung. Bei nur einer, dafür aber sehr großen Regentonne von vielleicht 5.000 Litern Volumen, macht die fest installierte, selbstsaugende Gartenpumpe Sinn. Im mobilen Einsatz kannst du auf Pumpen mit Verbrennungsmotor oder eignem Solarkraftwerk zurückgreifen. Ist deine Regentonne kleiner als 1.000 Liter, kann eine technisch einfache Regentonnenpumpe mit geringer Leistung ausreichend sein. 

Im unserem Gartenpumpen Ratgeber erhältst du weitere hilfreiche Tipps bezüglich Gartenpumpen.