Pumpen Nassaufstellung oder Trockenaufstellung?

Pumpen in Trockenaufstellung oder besser in Nassaufstellung – wo liegen die Vorteile?       

Pumpen in Nassaufstellung sind im Vergleich zu denen in Trockenaufstellung generell einfacher zu installieren, zu betreiben und zu warten. Trockenpumpen übertreffen jedoch typischerweise eine Nasspumpen in Bezug auf Effizienz, Energieverbrauch, Förderhöhe und Fördermenge. Trotzdem besitzen Nasspumpen einige Vorteile, weshalb sie in bestimmten Fällen die bessere Wahl sind. Was die Unterschiede sind und wann welche Pumpe ideal ist, erkläre ich dir in diesem Handwerker-Report.                

 Nassaufstellung versus Trockenaufstellung – wo liegen die Unterschiede?  

Eine Nasspumpe besteht aus deutlich weniger einzelnen Komponenten. Das bedeutet, dass weniger Fehlerquellen vorhanden sind und die Zahl der zu wartenden Teile geringer ist. Im Prinzip besteht eine Pumpe in Nassaufstellung aus einem Pumpwerk und einem Motor. Je nach Ausführung und Qualität ist dieser Pumpentyp dafür bekannt, bei regelmäßiger Wartung mehr als 25 Jahre klaglos seinen Dienst zu verrichten. Allerdings sind die Wartungsintervalle diszipliniert einzuhalten, wie bei jeder Pumpe, die in einem flüssigen Medium installiert wird. Grund dafür ist, dass Störungen oder Ausfälle dieser Art von Pumpen zumeist durch eindringendes Wasser verursacht werden. Deshalb ist die regelmäßige Dichtigkeitsprüfung unerlässlich. Dabei müssen alle Dichtungen genau unter die Lupe genommen werden, um Schäden bereits im Vorfeld zu unterbinden. Sind porös gewordene Dichtungen vorhanden, können diese auf recht einfache Weise gegen neue ersetzt werden.  

Konstruktionsweise einer Pumpe in Nassaufstellung 

Am Boden einer Pumpe in Nassaufstellung findest du eine große Spirale, ähnlich einem Schneckenwerk. Auf diese Weise kann durch das Pumpwerk ein großes Wasservolumen aufgenommen werden. Dies ist möglich, weil bei einer Nassentlüftungspumpe der Pumpenraum vor seiner ersten Verwendung mit Flüssigkeit gefüllt werden muss. Die Pumpe saugt, solange Wasser über dem Auge des Laufrads steht. Auf der Saugseite einer Nasspumpe befindet sich ein Rückschlagventil, um zu verhindern, dass beim Abschalten der Pumpe das Wasser austreten kann. In einem anderen Artikel auf dieser Webseite stellen wir dir übrigens die besten Schmutzwasserpumpen vor.

Vorteile einer Nasspumpe 

Vorteile einer Nasspumpe

Generell bieten Pumpen in Nassaufstellung diese Vorzüge:

  • Sie sind tragbar und somit flexibel einsetzbar.
     
  • Zum Betrieb ist keine besondere Stromquelle notwendig, ein normaler Stromanschluss reicht vollkommen aus.
     
  • Zudem gibt es diesen Pumpentyp auch mit einem 12 Volt Gleichstrommotor, sodass die Pumpe sogar über eine Batterie oder direkt via Solar betrieben werden kann.
  • Nasspumpen sind relativ kostengünstig.
  • Im Unterhalt sind diese Pumpen günstiger als Trockenpumpen.
  • Die Wartung ist einfacher und Reparaturen sind deutlich kostengünstiger, im Vergleich zur Trockenversion.
  • Dieser Pumpentyp kommt generell auch mit etwas größeren Fremdkörpern im Wasser gut zurecht. 

Nachteil bei einer Pumpe in Nassaufstellung ist, dass nach der Installation und nach jeder Wartung die Pumpe von Hand mit Wasser befüllt werden muss. Außerdem ist es bei den gängigen Modellen nicht möglich, die Pumpendrehzahl zu steuern. Zwar ist der Gesamtunterhalt von Pumpen dieser Bauart günstiger, allerdings ist bei gleicher Fördermenge und Förderhöhe der Energieverbrauch höher, im Vergleich zur Trockenversion.  

Einsatzgebiete und Verwendung von Pumpen in Nassaufstellung 

Es ist wichtig zu beachten, dass Nassansaugpumpen betriebliche Einschränkungen aufweisen. Sie eignen sich am besten für Anwendungen mit einem relativ niedrigen Sumpf. Förderhöhen von weniger als 10 Metern sind ideal. Die optimale Fördermenge, in Bezug auf die Effizienz, für eine Pumpe in Nassaufstellung liegt bei weniger als 10.000 Litern je Stunde.  

Nasspumpen funktionieren am besten, wenn reichlich Flüssigkeit vorhanden ist, wenn die Pumpe ständig läuft oder wenn das Gerät über eine automatische Schwimmersteuerung verfügt. Die besten Bedingungen für Nassansaugpumpen sind Tagebau- und Sumpfanwendungen. Dabei sollte der Saughub weniger als zwei Meter betragen. Wichtig ist zudem, dass die Ansaugzeit kein kritisches Erfordernis ist. Selbstansaugende Pumpen in Nassaufstellung benötigen normalerweise etwas länger zum Ansaugen und um einen optimalen Förderdruck zu erreichen. Diese Faktoren sind abhängig vom Saughub und der Länge des Saugschlauchs oder Saugrohrs.

Pumpen in Nassaufstellung können ein gewisses Maß von Luft auf der Saugseite bewältigen. Allerdings fällt der Druck in sich zusammen, sobald viel Luft aufgenommen wird. Dann muss über die Entlüftung neu Wasser aufgenommen werden, die Pumpe muss sich neu ansaugen. In diesem Fall ist die Pumpe so lange nicht betriebsbereit, bis sie wieder vorgefüllt wird.

Konstruktionsweise einer Pumpe in Trockenaufstellung

Der Hauptunterschied bei einer Trockenentlüftungspumpe besteht in ihrer Fähigkeit, ohne Flüssigkeitszufuhr zu entlüften. Die Entlüftung wird durch eine Vakuumeinheit, eine Membran, einen Kompressor oder eine andere Ansaugvorrichtung aufrechterhalten. Ein integrierter Kompressor erzeugt zumeist ein Vakuum, um das optimale Ansaugen zu erreichen. Eine Trockenpumpe eignet sich perfekt für nahezu alle Entwässerungs- und Transferanwendungen, die einen hohen und schnellen statischen Saughub erfordern.

Vorteile einer Pumpe in Trockenaufstellung 

Pumpe in Trockenaufstellung Vorteile

Eine Trockenansaugpumpe ist gekennzeichnet durch

  • ihre sehr effiziente Leistung.
  • die selten verstopfenden Laufräder.
  • die Fähigkeit, auch mit größeren Mengen Luft gut umgehen zu können.
  • eine hohe Kapazität, sowohl bei der Förderhöhe, als auch bei der Fördermenge.
  • die Eigenschaft, dass auch größere Feststoffe im Wasser generell kein Problem darstellen.
  • die einfache Möglichkeit, ein Schneidwerk anzubauen.  

Mit der verbesserten Effizienz und Leistung geht ein höherer Preis einher. Durchschnittlich sind Pumpen in Trockenaufstellung bei vergleichbarer Leistung und Ausstattung etwa 40% teuerer als solche in Nassaufstellung. Diese Mehrkosten bei der Anschaffung werden jedoch im Laufe der Zeit durch den deutlich niedrigeren Energieaufwand ausgeglichen.

Eine Trockenpumpe kann auch dort verwendet werden, wo die Gefahr besteht, dass sie trocken läuft, also kein Wasser mehr vorhanden ist. Dieser Pumpentyp lässt sich gut mit einer automatischen Steuerung kombinieren, um die Trockenpumpe zu starten und zu stoppen. Außerdem besitzt dieser Pumpentyp generell die Fähigkeit, eine Vielzahl von Flüssigkeiten pumpen zu können, nicht nur Wasser. 

Eine Pumpe in Trockenaufstellung ist teurer

Eine Trockenpumpe ist nicht nur in der Anschaffung kostspieliger. Dieser Pumpentyp muss zwar seltener gewartet werden, dafür sind eventuell benötigte Ersatzteile teurer und die Wartung ist erheblich aufwendiger. Grund dafür ist, dass die Zahl der beweglichen Teile in dieser Art Pumpe erheblich höher ist, als bei der Nassversion. Überdies ist es notwendig, eine besonders gesicherte Stromversorgung sicherzustellen, da sich Wasser und Elektrizität nicht besonders gut vertragen. Und die Trockenpumpe ist ein stationäres Gerät, welches sich nicht auf die Schnelle anderswo einsetzen lässt. Andererseits können Pumpen in Trockenaufstellung sehr gut mit einem Schneidwerk kombiniert werden. Willst du hierüber mehr erfahren, findest du weitere Informationen in meinem Artikel Einsatzzwecke für Schmutzwasserpumpen mit Schneidwerk, Häcksler oder Mahlwerk, in dem ich auch die Unterschiede der einzelnen Zerkleinerungstechniken erläutere.

Schlussstrich zum Thema Pumpen in Trocken- oder Nassaufstellung  

Benötigst du eine Pumpe mit hoher Förderrate und musst größere Höhenunterschiede überwinden, ist die Pumpe in Trockenaufstellung aufgrund ihrer besseren Effizienz eine gute Wahl. Willst du eine Pumpe kaufen, die auch flexibel eingesetzt werden kann und einfach zu betreiben ist, dann wirst du mit einer Pumpe in Nassaufstellung zufrieden sein.