Schmutzwasserpumpe Zisterne

Schmutzwasserpumpe für Zisterne – Welche Zisternen gibt es?

Für uns ist der Zugang zu saubrem, frischem Wasser eine Selbstverständlichkeit. Für rund 2 Milliarden Menschen, also für etwa ein Viertel der Weltbevölkerung ist dies anders. Circa 850 Millionen davon können nicht einmal ihre Grundbedürfnisse der Hygiene decken, weil Wasser Mangelware ist, so die Angaben der Welthungerhilfe. Und auch wir müssen lernen uns einzuschränken. So entfällt beispielsweise das Grundwasser als Quelle für Trinkwasser an vielen Orten, an denen zuvor extensiv Bergbau betrieben wurde. Und es ist vollkommen unnötig, für die Toilettenspülung, die Waschmaschine oder den Geschirrspüler wertvolles Trinkwasser zu vergeuden. Für derartige Zwecke kann sehr gut Oberflächenwasser genutzt werden, sprich Regenwasser. Dieses wird aufgefangen, in Zisternen zwischengespeichert und mit hochwertigen Schmutzwasserpumpen dorthin transportiert, wo das kühle Nass benötigt wird. Welche Zisternen für eine Regenwasserauffanganlage ideal sind und welche Schmutzwasserpumpen den Job erledigen, erkläre ich dir in diesem Heimwerker-Report.

Was ist eine Zisterne? 

Rein technisch gesehen, ist eine Zisterne ein Bevorratungsraum, also ein Zwischenspeicher. Dieser wird stromabwärts in den Fluss des Oberflächenwassers integriert, um eine maximale Menge an Wasser aufnehmen zu können. Bei modernen Anlagen wird das natürliche Oberflächenwasser durch Dachwasser ergänzt, sprich durch eine Regenwassersammelanlage. Auf diese Weise kann in kürzerer Zeit deutlich mehr Wasser in eine Zisterne geleitet werden. 

Genau hier liegt der Unterschied zu den Zisternen, wie sie aus der Geschichte bekannt sind. Inselstaaten im Pazifik, die alten Römer und Griechen, die Araber und einige asiatische Länder nutzen bereits lange vor Beginn der modernen Zeitrechnung Zisternen. So entstanden legendäre Städte, die als uneinnehmbar galten, weil sie eine eigene Wasserversorgung hatten. Oft wurden natürliche unterirdische See, also Höhlenseen als Zisterne genutzt. Es wurden aber auch Zisternen gezielt und mit viel Fachwissen angelegt. Die größte davon, die Aljibe von Cáceres entstand im 10. Jahrhundert im spanischen Andalusien. Heutzutage ist es nicht mehr notwendig, eine Zisterne unbedingt unterirdisch anzulegen. Modernste Pumpentechnik macht auch überirdische Zisternen praktikabel. Allerdings nehmen diese Wasserreservoiren viel Platz in Anspruch, weshalb sie zumeist im Erdreich verschwinden. 

Moderne Zisternen werden hergestellt aus: 

  • Mauerwerk
  • Beton
  • Folie
  • Kunststoff 
  • Glasfaser
  • Stahl

Dabei werden diese Zisternen von Fachunternehmen vor Ort gemauert oder gegossen, oder es werden fertige Zisternen angeliefert, die nur noch im Erdboden versenkt werden müssen. 

Außerdem gibt es Zisternen, die vorzugsweise von Städten und Gemeinden in der Kanalisation eingesetzt werden und solche, die der Erosion vorbeugen sollen. Letztere werden dort genutzt, wo durch starke Regenfälle, Tauwetter oder andere Ereignisse große Wassermengen auftreten, die den Boden verdichten und Muränen auslösen. Hier werden Zisternen mit Prallwänden zwischengebaut, um dies wirkungsvoll zu verhindern. 

Regenwasserzisternen: Planung, Bau und Behandlung

Zisterne Planung und Bau

Dachzisternen sind Systeme zum Sammeln und Speichern von Regenwasser, vorzugsweise zur Nutzung im privaten Haushalt. 

Ein System von Dachrinnen und Fallrohren leitet das vom Dach gesammelte Regenwasser in die Zisterne. Die Zisterne, die sich in der Regel unterirdisch befindet, kann aus verschiedenen Materialien bestehen, z. B. aus Ziegelsteinen, Stahlbeton oder Betonfertigteilen, Glasfasern oder Stahl. Die Zisterne versorgt den Haushalt über ein standardmäßiges Druckrohrleitungssystem mit Wasser, wozu eine Schmutzwasserpumpe oder ein Hauswasserwerk genutzt wird.

Das Wasser aus einer Zisterne wird generell nur für die Brauchwasserversorgung genutzt. Die Toilettenspülung, die Waschmaschine, der Geschirrspüler und die Gartenbewässerung sind ideale Abnehmer für Zisternenwasser. Da dieses Wasser im Normalfall sehr weich ist, werden beim Waschen und Geschirrspülen weniger Reinigungsmittel verbraucht, was ein positiver Zusatzeffekt ist. 

Die Wasserqualität ist vor allem dann problematisch, wenn das Regenwasser nicht nur für den häuslichen Gebrauch, sondern auch für Trinkzwecke verwendet werden soll. Regenwasser nimmt atmosphärischen Staub auf, genau wie den Dreck, der auf dem Dach abgelagert ist. Hinzu kommen können Blei oder Cadmium, wenn Zinkbleche für die Dachrinnen verwendet wurden. 

Konstruktion der Zisterne

Die Speicherkapazität einer Regenwasserzisterne hängt von mehreren Faktoren ab:

  • der zur Verfügung stehenden Niederschlagsmenge
  • der Fläche des Daches
  • dem täglichen Wasserbedarf des Haushalts
  • und der Wirtschaftlichkeit

Bis auf den ersten Faktor kann der Zisternenbesitzer alle Faktoren bis zu einem gewissen Grad beeinflussen.

Für die meisten Planungszwecke wird der Durchschnittswert für den Niederschlag als Basis verwendet. Die Planung einer Zisterne auf der Grundlage des niedrigsten Wertes garantiert jedoch, dass auch in den trockensten Jahren genügend Wasser zur Verfügung steht. Aufgrund von Verdunstungs-, Schnee- und Eis- sowie Dachwaschwasserverlusten stehen sowieso nur etwa zwei Drittel der jährlichen Gesamtniederschlagsmenge tatsächlich für die Zisternenspeicherung zur Verfügung.

Die aufzufangende Wassermenge hängt vom täglichen Wasserbedarf ab. Bei kleiner Dachfläche und kleiner Zisterne ist die Nutzung von Regenwasser als Brauchwasser stark begrenzt. Daher ist es wichtig, bei der Planung eines Zisternensystems für das Dach eine Vorstellung davon haben, wie viel Wasser täglich benötigt wird.

Eine Zisterne sollte eine ausreichende Speicherkapazität haben, um den Haushalt über längere Zeiträume mit geringen Niederschlägen zu versorgen. Versorgungsprofis gehen dabei davon aus, dass eine Zisterne für mindestens zwei Monate ausreichend Wasser bevorraten sollte

Zisternen sollten immer hangaufwärts von allen Abwasserentsorgungseinrichtungen liegen, mindestens 10 Meter von wasserdichten Abwasserleitungen und -abläufen, mindestens 25 Meter von nicht wasserdichten Abwasserleitungen und -abläufen, Klärgruben, Abwasserabsorptionsfeldern, Gewölbegruben und Tierställen und mindestens 50 Meter von Klärgruben und Sickergruben entfernt.

Es lohnt sich, diese Dinge sorgfältig zu prüfen, bevor die erste Schaufel Erde für den Zisternenaushub bewegt wird. Eine kontaminierte Zisterne ist nicht viel wert.

Wann die Schmutzwasserpumpe für die Zisterne notwendig wird

Schmutzwasserpumpe wann benötigt

Es gelingt nur selten, eine von Technik freie Wasserversorgung sicherzustellen. Dazu müsste das Regenwasser selbstständig in die Zisterne laufen, von wo es mit ausreichend hohem Druck bis zur Entnahmestelle gelangen muss. Insbesondere für den letzten Abschnitt wird zumeist eine Schmutzwasserpumpe genutzt, alternativ ein Hauswasserwerk. 

Selbst wenn ein sehr guter Filter im Zulaufsystem für weitgehend sauberes Wasser sorgt, es werden sich mit der Zeit in der Zisterne immer wieder Sedimente absetzen. Genau deshalb ist es ratsam, eine Schmutzwasserpumpe zu verwenden. Dieser Pumpentyp kann problemlos derartige Feststoffe handhaben. Vor allem Zentrifugalpumpen haben sich in diesem Bereich als dauerhaft zuverlässig erwiesen. Eine Alternative wäre eine ausdrücklich für Brauchwasser geeignete Hauswasseranlage. In diesen Geräten befindet sich ein Pumpwerk, welches dem in einer Schmutzwasserpumpe sehr ähnlich ist. Der Vorteil einer Hauswasseranlage ist allerdings, dass sich der Wasserdruck sehr präzise einstellen lässt.

Neben einer effizienten Wasserförderung, sollte eine gute Zisterne außerdem über folgende Merkmale verfügen: 

  • Entlüftung und Überlaufrohre
  • Wasserleitung unterhalb der Frostgrenze verlegt
  • separates Zulaufrohr für die Zugabe von Fremdwasser. 
  • Wasserkraftunterbrecher, die das Aufwirbeln des Wasser in der Zisterne verhindern, wenn Regenwasser in großen Mengen und hohem Druck einläuft.
  • ein Dachwäscher. Dieser verhindert, dass das erste Wasser bei einem regen in die Zisterne gelangt. dieses Wasser wird quasi geopfert und zum Waschen des Daches genutzt. Erst wenn der Schmutz dort abgewaschen ist, wird das Regenwasser in die Zisterne geleitet. 
  • Wasserfilter im Zulauf zur Zisterne
  • Sedimentfilter in den Förderleitungen zu den Entnahmestellen. 

Schlussgedanken

Der Betrieb einer Zisterne mit einer Schmutzwasserpumpe ist ein maßgeblicher Beitrag zum Umweltschutz. Zudem werden die wertvollen Trinkwasser-Ressourcen geschont und es werden weniger Reinigungsmittel verbraucht. Beachtest du bei der Planung und Installation einer Zisternenanlage die wichtigsten Punkte, wirst du dein gesamtes weiteres Leben von dieser antiken Erfindung profitieren. 

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