Hauswasserwerk von Metabo

Das beste Hauswasserwerk im Test ermittelt

Der große Hauswasserwerk Test: optimaler Wasserdruck, auch bei Entnahme aus Zisterne, Brunnen oder Regenwassersystem.

Ein Hauswasserwerk reguliert, in der Regel verstärkt es den Wasserdruck in den Hausleitungen oder in einem Bewässerungssystem, beispielsweise für den Garten, für Stallungen oder für ein Feld. Es werden Hauswasserwerke als Gartenpumpe angeboten und als selbstansaugendes Pumpensystem.

Reicht der vom Wasserversorger bereitgestellte Wasserdruck nicht aus, vorzugsweise bei entlegenen Anwesen oder solchen in einer bergigen Region, sorgt ein Hauswasserwerk für ausreichenden Druck. Dieser ist nicht nur notwendig, damit das Duschen zum Vergnügen wird. Geräte wie die Waschmaschine, der Geschirrspüler oder ein Durchlauferhitzer funktionieren bei zu geringem Wasserdruck nicht zuverlässig.

Zumeist werden Hauswasserwerke aber eingesetzt, um mit Brauchwasser den Garten zu bewässern, Ställe zu versorgen oder um dir reiche Ernte auf den Feldern durch Beregnungsanlagen zu bescheren. Als Wasserentnahmestellen kommen dabei Regenwassertonnen und -systeme, Brunnen, Zisternen, der eigene See oder größere Teiche in Frage.

 

Meine Testsieger im Hauswasserwerk Test 2020

Testsieger
Metabo Hauswasserwerk HWW 6000/25 Inox (1300 Watt, 5,5 bar, 24 Liter, Fördermenge 6000 Liter/Stunde, Rückschlagventil, Start/Stop Automatik Hauswasserautomat mit Trockenlaufschutz) 600975000
Preis-/Leistung Sieger
Einhell Hauswasserwerk GC-WW 1250 NN (1200 W, max. 5 bar, 5000 L/h Fördermenge, max. 50 m Förderhöhe, wartungsfreier Motor, Wasserablassschraube, 20 L Edelstahldruckkessel)
Güde 94637 HWW 1000E Hauswasserwerk (1000W, 3500l/h, Druckschalter, 19 l Edelstahltank, Förderhöhe 44M)
Gardena Classic Hauswasserwerk 3000/4 eco: Hauswasserpumpe mit Thermoschutzschalter, Rückschlagventil, Start/Stop Automatik, 650W Leistung, max. Fördermenge 2800 l/h (1753-20)
Metabo HWW 6000/25 Inox
Einhell GC-WW 1250 NN
Güde HWW 1000E
Gardena Classic 3000/4 eco
Nennleistung
1300 Watt
1200 Watt
1000 Watt
650 Watt
Betriebsdruck
5,5, bar
max. 5 bar
5 bar
4 bar
Volumen Druckbehälter
24 Liter
20 Liter (Edelstahl)
19 Liter (Edelstahl)
24 Liter (Stahlblech)
Fördermenge
6000 Liter/Stunde
5000 Liter/Stunde
3500 Liter/Stunde
2800 Liter / Stunde
max. Förderhöhe
55 Meter
50 Meter
44 Meter
44 Meter
max. Ansaughöhe
8 Meter
7 Meter
7 Meter
8 Meter
Besonderheiten
integriertes Rückschlagventil, Start/Stop Automatik, Trockenlaufschutz
Wasserablassschraube, wartungsfreier Motor
Druckschalter
Thermoschutzschalter, Rückschlagventil, Start/Stop Automatik, Eco-Automatik für bis zu 15% Energieersparnis
Testsieger
Metabo Hauswasserwerk HWW 6000/25 Inox (1300 Watt, 5,5 bar, 24 Liter, Fördermenge 6000 Liter/Stunde, Rückschlagventil, Start/Stop Automatik Hauswasserautomat mit Trockenlaufschutz) 600975000
Metabo HWW 6000/25 Inox
Nennleistung
1300 Watt
Betriebsdruck
5,5, bar
Volumen Druckbehälter
24 Liter
Fördermenge
6000 Liter/Stunde
max. Förderhöhe
55 Meter
max. Ansaughöhe
8 Meter
Besonderheiten
integriertes Rückschlagventil, Start/Stop Automatik, Trockenlaufschutz
Preis-/Leistung Sieger
Einhell Hauswasserwerk GC-WW 1250 NN (1200 W, max. 5 bar, 5000 L/h Fördermenge, max. 50 m Förderhöhe, wartungsfreier Motor, Wasserablassschraube, 20 L Edelstahldruckkessel)
Einhell GC-WW 1250 NN
Nennleistung
1200 Watt
Betriebsdruck
max. 5 bar
Volumen Druckbehälter
20 Liter (Edelstahl)
Fördermenge
5000 Liter/Stunde
max. Förderhöhe
50 Meter
max. Ansaughöhe
7 Meter
Besonderheiten
Wasserablassschraube, wartungsfreier Motor
Güde 94637 HWW 1000E Hauswasserwerk (1000W, 3500l/h, Druckschalter, 19 l Edelstahltank, Förderhöhe 44M)
Güde HWW 1000E
Nennleistung
1000 Watt
Betriebsdruck
5 bar
Volumen Druckbehälter
19 Liter (Edelstahl)
Fördermenge
3500 Liter/Stunde
max. Förderhöhe
44 Meter
max. Ansaughöhe
7 Meter
Besonderheiten
Druckschalter
Gardena Classic Hauswasserwerk 3000/4 eco: Hauswasserpumpe mit Thermoschutzschalter, Rückschlagventil, Start/Stop Automatik, 650W Leistung, max. Fördermenge 2800 l/h (1753-20)
Gardena Classic 3000/4 eco
Nennleistung
650 Watt
Betriebsdruck
4 bar
Volumen Druckbehälter
24 Liter (Stahlblech)
Fördermenge
2800 Liter / Stunde
max. Förderhöhe
44 Meter
max. Ansaughöhe
8 Meter
Besonderheiten
Thermoschutzschalter, Rückschlagventil, Start/Stop Automatik, Eco-Automatik für bis zu 15% Energieersparnis

Beim Hauswasserwerk Vergleich habe ich den Preis und die Leistung ebenso als Bewertungskriterien genutzt, wie die Bedienung und die Funktionen. Auch die Geräuschentwicklung und die Wartungsintensität spielten eine Rolle, genau wie die Sicherheit der Befestigungseinrichtungen der Hauswasserwerke oder die Qualität und das Volumen des Druckbehälters. Zudem habe ich für dich das mitgelieferte Zubehör genau unter die Lupe genommen; vom Wasserfilter bis zum Ansaugschlauch.

 

Hauswasserwerk kaufen: Tipps – technische Grundlagen – Fachwissen

Mein Rat an dich: Vergewissere dich zuerst, ob du ein Hauswasserwerk oder besser einen Hauswasserautomaten kaufen solltest. Der beste am Markt erhältliche Hauswasserautomat bringt dir keinen Nutzen, wenn er für deine Zwecke wenig geeignet ist. Das gilt ebenso für Hauswasserwerke, die bei einigen Installationsarten als echter Fehlkauf erweisen können. Damit dir diese erste Entscheidung leichter fällt, hier der Unterschied zwischen Hauswasserwerk und Hauswasserautomat erklärt:

Beide Geräte sind optisch und technisch erheblich unterschiedlich. Ein Hauswasserwerk ist leicht daran zu erkennen, dass immer ein Druckbehälter vorhanden ist. Währenddessen ist ein Hauswasserautomat ein kompaktes, deutlich kleineres, autarkes Gerät, dass ohne einen Kessel auskommt.

 

Das Hauswasserwerk im Überblick

Ein Hauswasserwerk arbeitet mit einem Druckkessel, der in zwei Sektionen unterteilt ist.

Während die eine Kammer Druckluft bevorratet, befindet sich in der anderen Wasser. Dazwischen sorgt eine Membrane aus Gummi für die wasserdichte Trennung der Kammern. Wird Wasser entnommen, sinkt der Druck. Ist der voreingestellte Mindestdruck erreicht, wird dies vom Druckschalter registriert, der daraufhin die Pumpe aktiviert, um frisches Wasser in den Kessel zu pumpen.

Damit liegen die Vorzüge eines Hauswasserwerkes auf der Hand:

  • Da die Pumpe nur bei Bedarf anspringt, ist der Verschleiß gering.
  • Dementsprechend niedrig ist der Stromverbrauch.
  • Außerdem sind Hauswasserwerke in der Regel messbar leiser
  • Alle Vorzüge zusammen, halten die Umweltbelastung gering.

 

Aber es gibt auch ein paar Nachteile:

  • In der Regel ist der erzeugte Druck geringer, verglichen mit einem Hauswasserautomaten.
  • Ein Hauswasserwerk kann nicht als Tauchpumpe eingesetzt werden.
  • Da Membran und Kessel permanent beansprucht werden, sind regelmäßige Wartungen notwendig, gegebenenfalls auch Reparaturen.
  • Durch das Zu- und Abschalten der Pumpe ist der Druck in der Entnahmeleitung nicht konstant.

 

Hauswasserwerke eignen sich sehr gut, um

  • Brauchwasser aus einem Brunnen, einer Zisterne, einem See oder einem Regenwasserauffangsystem zu nutzen, beispielsweise zur Gartenbewässerung.
  • eine Waschmaschine oder die Toilette zu versorgen.
  • effizient und bei moderaten Betriebskosten geringere Mengen Wasser zu nutzen.
  • den nicht ausreichenden Wasserdruck durch den kommunalen Versorger zu erhöhen.

 

Was ein Hauswasserautomat kann

Ein Hauswasserautomat ist quasi eine automatisierte Pumpe. Sobald irgendwo im System Wasser entnommen wird, aktiviert sich das Gerät selbstständig über einen Drucksensor, ohne das ein Schalter zu betätigen ist. Der Hauswasserautomat arbeitet permanent und so lange, bis kein Wasser mehr verbraucht wird. Grundsätzlich wird über Schaufelräder der Druck erzeugt, welcher deshalb konstant und bei Bedarf auch sofort vorhanden ist.

Was für einen Hauswasserautomaten spricht:

  • Der Druck im System ist jederzeit konstant.
  • Zudem liegt der Druck quasi sofort an, sobald Wasser entnommen wird.
  • Einen Hauswasserautomaten kannst du auch als Tauchpumpe installieren.
  • Generell erfordern diese Geräte seltener eine Wartung oder eine Reparatur.

 

Und die Nachteile beim Hauswasserautomaten sind:

  • Der Stromverbrauch ist signifikant höher.
  • Zudem sind diese Geräte deutlich lauter als ein Hauswasserwerk.
  • Selbst wenn nur geringe Wassermengen entnommen werden, schaltet sich das Gerät ein.

 

Die Anwendungsmöglichkeiten für einen Hauswasserautomaten:

  • ideal für die Bewässerung des Gartens bei Wasserentnahme aus der Zisterne, einem Brunnen oder der Regentonne.
  • Besonders empfehlenswert, wenn ein konstanter Druck benötigt wird, beispielsweise bei einer Beregnungsanlage.
  • Der Einsatz als Tauchpumpe ist möglich.

 

Wie hoch sollte die Leistung des Hauswasserwerks sein?

Bei dieser Frage solltest du wirklich nicht kleinlich handeln. Reicht der durch den kommunalen Versorger angelieferte Wasserdruck nicht aus, reicht in einem Zweipersonenhaushalt für gewöhnlich eine Pumpe mit 650 Watt und einem Druck von 4bar. Ist die Familie größer und alle verlassen nahezu zeitgleich das Haus, werden zwangsläufig vorher größere Wassermengen benötigt. Insbesondere dann, wenn mehr als ein Badezimmer vorhanden ist. In solchen Fällen rate ich dir, nur Pumpen mit mindestens 1.000 Watt und mit nicht weniger als 5 bar Druck in die engere Auswahl zu ziehen.

Wird das Hauswasserwerk ausschließlich für Brauchwasser genutzt, kommt es auch hier auf den Verwendungszweck an. Wird vom System nur die Waschmaschine und die Toilettenspülung versorgt, sind Pumpenleistungen von unter 1.000 Watt für gewöhnlich ausreichend. Kommt die Bewässerung des Gartens hinzu, kann es zu Problemen kommen.

Läuft die Waschmaschine und vielleicht wurde obendrein die Toilettenspülung betätigt, wirst bei einer derart geringen Leistung kaum mehr die Rosen im Garten gießen können. Hast du für die Gemüsebeete eine Beregnungsanlage angeschafft, wirst du fast immer Pumpen mit 1.000 Watt und mehr benötigen, damit eine gleichmäßige Bewässerung möglich ist. Andernfalls kann es dir passieren, dass deine Radieschen am Anfang des Beetes schwimmen lernen, während der Kopfsalat am Beetende die Blätter einrollt oder von Dünen wie in der Sahara begraben wird.

Übrigens: Bei der Wahl deines Hauswasserwerks solltest du auf einen ausreichend großen Druckkessel achten. Werden regelmäßig nur kleine Wassermengen entnommen, springt bei einem großen Druckbehälter die Pumpe weniger oft an. Und bei größeren Wassermengen, beispielsweise bei der Gartenbewässerung, hilft ein großer Kessel mit 20 bis 200 Litern dabei, einen konstant hohen Druck aufzubauen.

 

Wo ist der ideale Platz zum Aufstellen des Hauswasserwerks?

Soll der Leitungsdruck in einem Gebäude erhöht werden, wird das Hauswasserwerk dort installiert, wo die Versorgungsleitung der Kommune eintritt. Damit ist gewährleistet, dass auch wirklich alle Abnehmer mit einem verstärkten Wasserdruck versorgt werden. Zumeist treten die Versorgungsleitungen im Keller ein, weshalb dann auch kaum das Pumpengeräusch im Haus wahrgenommen wird.

Wird Brauchwasser aus einer Zisterne, einem Brunnen, dem Regenwasserauffangsystem oder einem  Gewässer entnommen, sollte das Hauswasserwerk möglichst nahe an der Entnahmestelle aufgestellt werden. Grund dafür ist, dass die selbstsaugenden Pumpen merklich an Leistung verlieren, je weiter das Gerät von der Entnahmestelle entfernt ist.

Da so eine Pumpe mit Druckbehälter nicht gerade eine Zierde für deinen Garten ist, solltest du das Gerät tarnen. Das dient einerseits zum Schutz des Hauswasserwerks. Andererseits kannst du deine grüne Oase um ein einzigartiges Designstück bereichern. Die einfachste Art das Gerät den Blicken zu entziehen ist eine kleine Hundehütte, selbst wenn du keinen vierbeinigen Hausgenossen hast. Bist du auf den Hund gekommen, baue diesem eine Hütte. In dieser kannst du gut einen zweiten Raum einrichten, in dem das Gerät seinen Platz findet. Aber auch das Modell eines Hexenhauses, eine Vogeltränke oder das Podest für eine antik wirkende Statue oder eine mittelalterliche Schwengelpumpe sind geeignet, ein Hauswasserwerk darin zu verstecken.

 

Was ist bei der Wasserentnahme aus natürlichen Quellen zu beachten?

Willst du Brauchwasser aus einem Brunnen, einer Zisterne, dem großen Gartenteich oder der Regentonnen entnehmen, solltest du am Ansaugschlauch unbedingt einen Vorfilter montieren. In dieser Art Wasser sind fast immer kleinere Äste, Laub und sogar Steine zu finden, die durch die hohe Saugleistung der Pumpe in den Druckkessel oder zuvor in das Rückschlagventil gelangen können. Dort angekommen, können sie das Ventil blockieren oder die Gummimembran im Kessel beschädigen, sich an der Kesselwand ablagern oder die Leitung blockieren. Allerdings ist ein Vorfilter mit Arbeit verbunden, denn dieser muss regelmäßig gereinigt werden. Meiner Erfahrung nach insbesondere im Herbst und immer nach starken Regenfällen.

Du kannst die Verunreinigung des Filters aber reduzieren. Der Ansaugschlauch, respektive das Ansaugrohr sollte in einer deutlichen Distanz über dem Boden der Zisterne oder des Brunnens enden. Und wenn irgend möglich, genau mittig angebracht sein. In dieser Position saugt die Pumpe erheblich weniger Unrat an, weshalb der Filter seltener gereinigt werden muss.

Ist diese Art der Montage nicht möglich, bleibt dir noch der Trick mit dem Eimer. Dieser wird, mit zwei oder drei faustgroßen Steinen darin, in den Brunnen oder die Zisterne gestellt, sodass er automatisch vollläuft. Wenn du jetzt den Schlauch oder das Ansaugrohr bis in den Eimer reichen lässt, wird durch die gleichmäßiger verteilte Ansaugströmung weniger Schmutz an den Vorfilter gelangen.

 

Welcher Ansaugschlauch ist optimal?

Ein normaler Gartenschlauch, also ein Gewebeschlauch ist für ein Hauswasserwerk unzureichend. Diese Art Schlauch mag für eine gewisse Zeit funktionieren, aber nach meiner Erfahrung ermüdet das Gewebe durch den erzeugten Unterdruck schnell. Dann faltet sich der Schlauch zusammen und lässt kein Wasser mehr durch. Bei fast allen Geräten ist deshalb von Herstellerseite bereits ein Ansaugschlauch im Lieferumfang inkludiert. Die Schläuche sind durch die geriffelte Optik leicht zu erkennen. Aufgrund dieser Konstruktionsweise bleiben diese Schläuche formstabil. Gute Qualitäten bleiben dies sogar, wenn du dich darauf stellst. Eine Alternative sind Stahlschläuche. Dabei handelt es sich um Gewebeschläuche, umgeben von einem Mantel aus flexiblem Stahlgeflecht, ähnlich denen, die in der Hydraulik verwendet werden.

Egal, ob du dich für einen Saugschlauch aus Kunststoff oder für einen Stahlschlauch entscheidest, beide zeigen sich beim Verlegen widerspenstig. Einige Modelle sind derart steif, dass sich mir beim Positionieren in der Zisterne das Gefühl aufdrängte, ich würde mit einer Anakonda aus dem Amazonas kämpfen.

Mein Tipp dazu: Hat dein Hauswasserwerk einen ähnlich störrischen Saugschlauch, befülle diesen mit heißem, aber nicht mit kochend heißem Wasser. Die hohe Temperatur macht die Biester gefügiger, was eine echte Erleichterung beim Verlegen ist.

Übrigens solltest du dich an die Angaben des Herstellers halten, was die maximale Ansaughöhe betrifft. Soweit irgend möglich, sollte diese deutlich unterschritten werden. Gibt der Hersteller eine Ansaughöhe von höchstens 8 Metern an, ist die Pumpenleistung meistens bis zu einer Tiefe von 4 Metern noch optimal. Jeder Meter, sogar jeder Zentimeter mehr, geht oft deutlich zu Lasten des Drucks. Überdies muss die Pumpe um so mehr arbeiten, je tiefer die Ansaughöhe liegt. Das belastet das Material und verkürzt die Lebensdauer der Pumpe.

 

Warum haben Hauswasserwerke ein Rückschlagventil?

Einfach ausgedrückt; ein Rückschlagventil ermöglicht den Durchfluss in eine Richtung und verhindert so automatisch den Rückfluss von Wasser.Rückschlagventile sind eines der wenigen selbstautomatisierten Ventile, für deren Öffnen und Schließen keine Unterstützung erforderlich ist. Hier wird zum Ingangsetzen der Mechanik der Wasserdruck genutzt. Rückschlagventile sind so ausgelegt, dass sie den Wasserfluss in eine Richtung verhindern. Allerdings neigen sie dazu, sich in der geschlossenen Position zu verklemmen und dann den Wasserfluss in jede Richtung zu verhindern. Außerdem können sie den Wasserfluss einschränken. Oder sie schließen nicht mehr ausreichend dicht. Dann läuft die Leitung leer, was schwere Schäden an der Pumpe zu Folge haben kann.

Aus diesen Gründen sind Rückschlagventile regelmäßig zu warten, denn sie sind eine der häufigsten Fehlerquellen, sollte das Hauswasserwerk seinen Dienst quittieren. Ein Rückschlagventil regelt den Durchfluss, ist jedoch selten absolutdicht. Markenprodukte von hoher Qualität lassen aber in der Regel nur wenige Tropfen entgegen der Durchflussrichtung entweichen, sodass immer ausreichend Wasser in der Saugleitung vorhanden ist.

Fehlerhafte Ventile geben beim ersten Anzeichen von Problemen zumeist Warnzeichen von sich. Beispielsweise beginnen beschädigte Rückschlagventile zu vibrieren und können sogar einige Teile ihres Innenlebens verlieren. Diese landen im ungünstigsten Fall im Druckkessel, wo sie leicht die Membran beschädigen können. Oder sie verkanten sich im Rohrleitungssystem und behindern so den vollen Durchfluss.

Bei einem guten Hauswasserwerk ist aber fast immer ein Rückschlagventil Teil des Lieferumfangs. Solltest du dieses ersetzen müssen, kaufe ein neues Ventil mit vergleichbarer Durchflussmenge oder ein identisches Ersatzteil. Größer ist bei einem Rückschlagventil nämlich nicht gleich besser. Dann beginnt das Rückschlagverntil zu rattern, denn du hast ein zu groß dimensioniertes Ventil gekauft.

Das Rückschlagventil baust du in die Saugleitung ein. Grund ist, dass ansonsten immer die gesamte Leitung leer läuft, sobald die Pumpe abschaltet. Beim Einbau musst du auf die Durchlaufrichtung achten. Diese ist durch einen Pfeil gekennzeichnet, der sich auf dem Gehäuse des Ventils befindet.

Da Rückschlagventile reparaturanfällig sind, sollten diese regelmäßig gewartet und gereinigt werden. Dazu schraubst du das Rückschlagventil vorsichtig auf. Ich lege immer ein Tuch darunter, falls sich ein Teil des Innenlebens selbstständig machen sollte. Dazu neigen insbesondere die Feder und der Kugelhahn. Anschließend einfach ausspülen und mit einem weichen Tuch die Ablagerungen von der Innenseite des Rückschlagventils entfernen. Bei einigen Modellen kann es sinnvoll sein, die beweglichen Teile mit Hahnfett zu versorgen, damit diese sich leichter und geschmeidiger bewegen können.

Beim Zusammenbau sollte alles passen, sodass sich das Ventil ohne Gewalt zusammenschrauben lässt. Um zu prüfen, ob das Ventil funktioniert, kannst du es durchblasen. In Fließrichtung sollte dies möglich sein. In entgegengesetzter Richtung sollte der Kugelhahn das Durchpusten verhindern.

 

Wann sollte ein Hauswasserwerk auch einen Trockenlaufschutz haben?

Dass sich das Klima ändert, hat wohl inzwischen jeder bemerkt. Bereits mehrfach hatten wir sehr trockene Sommer und damit fallende Pegelstände in den Brunnen und Zisternen. Wird daraus mit einem Hauswasserwerk Wasser entnommen, kann es in solchen Sommern passieren, dass das Saugrohr nicht mehr bis ins Wasser reicht. Das ist für die Pumpe im Hauswasserwerk fatal, denn diese läuft trocken, überhitzt und trägt dabei schwere, oftmals irreparable Schäden davon. Wie bereits erwähnt, kann dies auch dann geschehen, wenn das Rückschlagventil undicht ist und deshalb die Ansaugleitung leer läuft.

Deshalb rate ich dir, entweder ein Hauswasserwerk mit Trockenlaufschutz zu kaufen oder diesen auf jeden Fall nachzurüsten. Fällt der ansaugende Teil des Hauswasserwerks trocken, verhindert der Trockenlaufschutz zuverlässig das Anspringen der Pumpe oder er schaltet diese im laufenden Betrieb ab, sobald Wasser fehlt.

Deshalb ist ein funktionstüchtiges Rückschlagventil so wichtig, denn dieses verhindert, dass bereits angesaugtes Wasser zurück in den Brunnen oder die Zisterne fließt.

 

Wartung und Reparatur von Hauswasserwerken

Jedes Hauswasserwerk muss in regelmäßigen Intervallen auf seine Funktionstüchtigkeit überprüft werden, wozu einige Handgriffe notwendig sind.

 

Wasserpumpen müssen entlüftet werden!

Ist im Druckbehälter der voreingestellte Abschaltdruck erreicht, schaltet sich das Hauswasserwerk selbstständig ab. Allerdings muss bei der Inbetriebnahme dazu die Entlüftung geöffnet sein, damit die in der Leitung und im Kessel befindliche Luft entweichen kann.

Zudem sind Rückschlagventile nicht 100%-ig dicht. Soll heißen, es sammeln sich zumeist winzige Luftbläschen jenseits des Ventils in der Ansaugleitung. Schaltet sich die Pumpe ein, wird jedes Mal diese Luft mit angesaugt und bildet dann in der Regel am Dach des Kessels eine wachsende Luftblase. Darum solltest du unbedingt regelmäßig den Druckkessel entlüften.

Tipp: Übrigens gibt dir diese Prozedur einen guten Hinweis darauf, ob das Rückschlagventil einwandfrei arbeitet. Entweicht beim Entlüften übermäßig viel Luft, ist dies ein direkter Hinweis auf ein fehlerhaftes Rückschlagventil. In diesem Zug überprüfe auch den Vorfilter. Oftmals ist dieser beschädigt, weshalb kleine Teile in das Ansaugrohr gelangt sind und anschließend die Mechanik im Rückschlagventil blockieren.

Außerdem kannst du durch das Entlüften feststellen, ob der Druck im Kessel nach wie vor hoch ist. Wenn aus dem Kessel die Luft nicht mehr zischend entweicht, sondern eher als leicht Hauch, ist wahrscheinlich die Membran undicht und muss gegen eine neue ersetzt werden.

Achtung: Nach allen Wartungsarbeiten muss der Kessel des Hauswasserwerks erneut entlüftet werden!

Betreibst du dein Hauswasserwerk nur saisonal, hat die Entlüftungsschraube eine zweite Funktion. Damit du die Pumpe samt Kessel frostsicher einlagern kannst, muss das gesamte Wasser aus dem Druckbehälter abgelassen werden. Einige Modelle bieten dazu eine Ablassschraube. Es geht aber ohne. Dazu musst du lediglich die Entlüftungsschraube öffnen und das Gerät vom Leitungssystem trennen. Auf diese Weise läuft das Hauswasserwerk von alleine leer.