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Gartenpumpe lässt sich nicht mehr ein- und ausschalten

Wenn die Gartenpumpe nicht mehr ein- oder ausschaltet…

Ist permanent das Geräusch der eingeschalteten Gartenpumpe zu hören oder beim Öffnen des Wasserhahns kommen dir allenfalls ein paar Wassertropfen entgegen, liegt ein Fehler im Pumpensystem vor. Warum eine Gartenpumpe nicht mehr ein- oder ausschaltet, kann verschiedenste Ursachen haben. Dies ist übrigens auch davon abhängig, welche Art von Pumpe du verwendest. Welche Fehlerquellen möglich sind und wie diese behoben werden, erkläre ich in diesem Heimwerker-Report.   

Die gebräuchlichen Pumpensysteme bei der Hauswasserversorgung 

Generell unterscheiden wir zwischen dem Hauswasserwerk einerseits und dem Hauswasserautomaten sowie der Gartenpumpe andererseits. Grund dafür ist, dass ein Hauswasserautomat im Prinzip lediglich eine selbstsaugende Gartenpumpe ist, die aber nicht von Hand eingeschaltet werden muss, sondern durch einen Drucksensor gesteuert wird. Ein Hauswasserwerk oder Hauswerk ist eine automatisch arbeitende Pumpe, die über einen Druckbehälter verfügt. Willst du über den Unterschied und die Vorteile der jeweiligen Pumpen mehr erfahren, so kannst du dies im Artikel „Hauswerk oder Gartenpumpe – die optimale Wasserversorgung herstellen  nachlesen. 

Genereller Tipp: Bei der Fehlersuche, egal bei welchem System mit Gartenpumpe, solltest du gründlich vorgehen. Die Erfahrung zeigt, dass oft genug der augenscheinliche Fehler nicht der Grund für die Störung ist. Mit Gewissenhaftigkeit bei der Fehlersuche vermeidest du, dass du Geld für eine neue Membran ausgibst, obwohl das Problem eine Dichtung für wenige Eurocent ist. Oder du glaubst, der Drucksensor ist defekt, dabei liegt die Ursache in einer gebrochenen Feder im Rückschlagventil. Deshalb ist es ratsam, bei einer Störung immer alle Teile des Systems zu prüfen, um unnötige Ausgaben und überflüssige Arbeiten so weit als möglich auszuschließen. 

Ursachen für Schaltfehler beim Hauswasserwerk  

Aufgrund des Druckkessels ist das Hauswasserwerk eine Besonderheit unter den Gartenpumpen, die zur Hauswasserversorgung genutzt werden. Deshalb beschreibe ich die speziellen Fehlerquellen aller Arten von Gartenpumpen in diesem Abschnitt. Es ist für dich leicht erkennbar, welche Fehlerquellen sich ausschließlich auf Hauswasserwerke und welche sich auch auf Hauswasserautomaten und Gartenpumpen beziehen.  

Ursachen für Schaltfehler

Verkürzte Pumpenzyklen und ungewollter Dauerbetrieb oder Versagen der Gartenpumpe beim Einschalten

Schaltet sich das Hauswasserwerk ungewöhnlich häufig ein oder nicht mehr ab, ist die häufigste Ursache ein Druckverlust im Kessel. Dieses Phänomen kann bei bei älteren Gartenpumpen mit Wasserdruckbehälter ohne Blase ebenso auftreten, wie bei modernen Hauswasserwerken, bei denen die Blase im Druckkessel nahezu obligatorisch ist. Die Fehlerursachen sind vielfältig. 

Undichter Druckkessel – gerissene Blase im Hauswasserwerk 

Meist ist ein Leck im Druckkessel oder ein Riß in der Blase der Grund für diesen Fehler. Untersuche die Pumpe selbst, denn austretendes Wasser lässt sich in der Regel leicht erkennen. Ist die Blase gerissen, kannst du dies durch Klopfen auf den Druckkessel feststellen, sobald die Pumpe abgeschaltet hat. Ist kein Hohlraum mehr vorhanden, ist der Druckkessel vollgelaufen. Dem zur Folge ist die Funktion der Blase nicht mehr vorhanden. 

Wasserleitung überprüfen

Allerdings kann es auch sein, dass ein unbemerktes Leck in einer Wasserleitung dazu führt, dass die Pumpe ständig einschaltet oder im Dauerbetrieb läuft. Nutze die Absperrventile der Wasserleitungen, um eine eventuelle Leckage festzustellen. Ist ein Leck vorhanden, läuft die betroffene Leitung leer, obwohl aus dem Strang kein Wasser entnommen wurde.   

Wasserdruckschalter defekt

Ein defekter Wasserdruckschalter ist ebenso eine Fehlerquelle. Schalterkontakte können verbrennen oder der Durchlass durch den Schalter, über den der Wasserdruck vom System erfasst wird, kann durch Sedimente und andere Ablagerungen verstopft sein. Ist letzteres der Fall, zeigt sich dies normalerweise dadurch, dass der Pumpenschalter überhaupt nicht mehr ein- oder ausgeschaltet werden kann. Ist der Schalter jedoch nur beschädigt oder falsch eingestellt, kann dies in der Tat zu einem kurzen Wasserpumpenzyklus führen.

Wird der Druckregelschalter der Gartenpumpe durch einen hohen Anteil an Schlick, Schmutz oder Mineralien im Wasser verstopft, solltest du über den Einbau eines Filtersystems nachdenken. Andernfalls ist es zwingend notwendig, den Druckregelschalter regelmäßig zu warten und zu reinigen. Das kann bei einer längeren Abwesenheit zum Problem werden, beispielsweise im Urlaub. 

Oftmals ist ein verstopfter Druckschalter für die Gartenpumpe aber der Grund, warum diese nicht mehr einschaltet. Selbst wenn der Druck im System deutlich unter den Einschaltdruck gefallen ist, ist der Schalter durch die Ablagerungen außer Stande, eine Schaltung vorzunehmen.

Überdies kann es passieren, dass im Wasserdruckregelungsschalter je nach Bauart eine Gummischeibe oder die kleine Blase im Schalter selbst platzen oder reißen. Einen derart defekten Druckregelschalter kannst du nur noch gegen ein Neuteil austauschen.

Zuleitung zur Gartenpumpe vollständig oder teilweise blockiert

Obwohl die Steuerung der Gartenpumpe einwandfrei funktioniert, kann es dazu kommen, dass die Pumpe nicht mehr einschaltet, nicht mehr ausschaltet oder in sehr kurzen Intervallen den Betrieb aufnimmt. Häufigste Fehlerursache ist eine verstopfte Zuleitung. Manchmal ist es ein abgeknickter Schlauch, selten eine durch mechanische Einwirkung zusammengepresste Zuleitung. Fast immer ist ein verstopfter Wasserfilter für diese Misere verantwortlich. In allen Fällen steigt durch die Verstopfung der Wasserdruck zwischen der Pumpe und der Stelle der Blockade beim Einschalten der Pumpe sehr schnell an. So kommt es zum Einschalten in kurzen Intervallen oder zum unerwünschten Dauerbetrieb, ohne dass wirklich Wasser gefördert wird. Bei Gartenpumpen mit Überlastschutz kann dies dazu führen, dass die Pumpe nicht mehr einschaltet. Dann muss ein Reset durchgeführt werden, nachdem die Quelle der Störung beseitigt wurde.  

Überladung des Druckkessels

Im Normalfall spielt es keine große Rolle, wird bei der Inbetriebnahme eines Hauswasserwerks zu viel Luft in den Druckkessel eingefüllt. Herkömmliche Gartenpumpen blasen diese überschüssige Luft beim nächsten Auffüllen einfach aus einem nahe gelegenen Wasserhahn, wodurch sich das System selbstständig korrigiert. 

Allerdings gibt es Modelle, in denen die Druckluft in einem separaten, streng vom Wasser getrennten Kessel eingefüllt wird. Bei diesen Geräten kann die überschüssige Luft nicht entweichen. In der Folge wird wesentlich weniger Wasser in den Tank gefüllt, denn das Zuviel an Luft nimmt den verfügbaren Raum ein. Hier kannst du nur eine vollständige Entleerung vornehmen und das Hauswasserwerk neu und nach den Herstellerwerten mit Luft und Wasser befüllen. 

Dies ist zwingend notwendig, denn durch eine Überladung kann die Blase in einem Wassertank beschädigen werden. Meist reißt diese sogar vollständig, denn Wasser lässt sich deutlich schwieriger und geringer komprimieren als Luft.

Umgebungstemperatur der Pumpe

Die Auswirkungen der Umgebungslufttemperatur auf den Betrieb des Wassertanks und der Pumpensteuerung sind normalerweise nicht von Belang. Aber es besteht die Möglichkeit, dass die Gartenpumpe an einem ungewöhnlich heißen oder kalten Ort installiert ist. In seltenen Fällen treten dann Störungen nur an außergewöhnlich kalten Wintertagen oder sehr heißen Tagen im Sommer auf. An solchen klimatisch extremen Tagen kann es passieren, dass sich entweder Eis im Druckbehälter bildet, was das Wasservolumen reduziert und zum häufigeren Einschalten der Pumpe führt. Das Phänomen verschwindet von allein, sobald das Eis geschmolzen ist. Wird der Kessel zu heiß, kommt es zur Verdunstung. Da Wasserdampf deutlich mehr Volumen als Wasser in flüssigem Zustand einnimmt, kann das Überdrucksicherheitsventil auslösen, sofern eines vorhanden ist. Wenn nicht, können der Kessel platzen oder die Blase reißen.   

Das Rückschlagventil ist defekt 

Am Ende der Saugleitung der Brunnenpumpe ist ein Rückschlagventil angebracht. Dieses Ventil sorgt dafür, dass ständig Wasser in der Saugleitung vorhanden ist, damit die Pumpe nicht trocken läuft. Alles über das Rückschlagventil kannst du im Artikel Warum das Rückschlagventil für Gartenpumpen wichtig ist… nachlesen. Ist das Rückschlagventil defekt und öffnet nicht mehr, geht die Pumpe in den Dauerbetrieb, denn sie kann kein Wasser fördern und somit den gewünschten Druck nicht erreichen. Außerdem zeige ich dir auf dieser Webseite auch noch, was du tun kannst, wenn deine Gartenpumpe nur Luft und kein Wasser zieht.

Die wichtigsten Fehlerquellen für nicht normal schaltende Gartenpumpen in Kurzform

Einige der nachfolgenden Fehler sind mehr als Gedächtnisstütze gedacht, denn ihre Prüfung sollte für einen geübten Heimwerker obligatorisch sein. Aber manchmal kommt man einfach nicht auf die naheliegenden Dinge und sucht nach den kompliziertesten Fehlern, genau dort, wo alles in bester Ordnung ist.  

Die häufigsten Fehler bei Gartenpumpen

Also, wenn die Gartenpumpe nicht ein- oder ausschalten will oder der Pumpenzyklus sehr kurz ist, dann solltest du folgende Punkte überprüfen: 

  • Ist die Sicherung eingeschaltet.
  • Besteht eine Stromverbindung.
  • Ist die Gartenpumpe eingeschaltet. 
  • Ist Wasser im Brunnen, in der Zisterne.
  • Sind die Leitungen sauber verlegt, ohne Knick und Quetschung.
  • Arbeitet das Rückschlagventil einwandfrei. 
  • Ist der Drucksensor betriebsbereit. 
  • Sind im Leitungssystem Lecks zu entdecken. 
  • Ist der Druckkessel beim Hauswasserwerk dicht. 
  • Ist der Sedimentfilter / Wasserfilter in der Wasserleitung verstopft. 
  • Ist die Blase oder Membran in der Pumpe dicht.
  • Ist der Kreisel in der Pumpe frei beweglich, also nicht blockiert. 

 

Durchfluss der Gartenpumpe drosseln

Durchfluss der Gartenpumpe drosseln

Mitunter soll Wasser mit einer Gartenpumpe gefördert werden, wobei das Gerät für diese spezielle Aufgabe eigentlich zu leistungsstark ist. Um den Neukauf einer Gartenpumpe zu vermeiden, kann der Durchfloss reguliert werden, sprich die Förderleistung wird bewusst vermindert. Dies ist beispielsweise dann notwendig, wenn der Springbrunnen im Gartenteich durch eine zu große Gartenpumpe Ausmaße einnimmt, die sich mit den Wasserspielen vor dem Bellagio in Las Vegas oder dem Dubai Fountain vor dem Burj Khalifa vergleichen lassen. Überdies kann durch die Drosselung der Fördermenge in einer Gartenpumpe Kavitation abgestellt werden, lässt sich diese nicht auf andere Weise beseitigen. 

Wenn die Gartenpumpe beim Kauf zu groß ausgewählt wurde

Wir sind wahrscheinlich alle in der Vergangenheit auf das Thema Überdimensionierung von Kreiselpumpen gestoßen. Aber warum kann dies passieren und welche Auswirkungen hat dies?

Pumpen können aus verschiedenen Gründen überdimensioniert sein. Manchmal wird eine Gartenpumpe beim Kauf deshalb ausgewählt, weil sie zum gleichen oder kaum höheren Preis so viel Leistung mehr liefert. Dass die Folge eine viel zu starke Pumpe ist, wird nur selten beim Fällen der Kaufentscheidung bedacht. Oder du hast bei der Schätzung der benötigten Förderleistung weit neben der tatsächlichen Fördermenge gelegen, was zum gleichen Ergebnis führt. 

Eine weitere Möglichkeit ist, dass die zu leistungsstarke Gartenpumpe bewusst so groß ausgewählt wurde, damit ein Leitungssystem weiter ausgebaut werden kann. Dann muss der Durchfluss der Gartenpumpe nur temporär gedrosselt werden, bis die anderen Anschlussleitungen verlegt und betriebsbereit sind.  In diesem Artikel erfährst du jedoch, wie du eine Gartenpumpe mit der passenden Saugleistung auswählst.

Energieverbrauch bei gedrosselten Gartenpumpen 

Die Drosselung des Durchflusses bei einer Gartenpumpe sollte immer nur dann in Erwägung gezogen werden, wenn diese Maßnahme aus Sicht des Energieverbrauchs noch vertretbar ist. Grund dafür ist, das der Motor der Pumpe nicht umgebaut wird, weil dies viel zu aufwendig und kostenintensiv wäre. Ebenso abwegig ist es, den Kreisel in der Pumpe umzubauen, damit dieser weniger Wasser schaufelt. 

Gedrosselte Gartenpumpen Energieverbrauch

Die einfachste Art die Fördermenge zu regulieren und damit den Durchfloss zu drosseln, ist ein stufenlos regulierbarer Hahn oder Schieber auf der Druckseite der Gartenpumpe. Wird die Pumpe eingeschaltet, muss diese nun permanent gegen diese Art von Drosselklappe arbeiten. 

D.h., die Pumpe läuft quasi ununterbrochen auf Höchstleistung, was einen erhöhten Verschleiß der Pumpenmechanik bewirkt. Obendrein liegt der Energieverbrauch messbar höher, als bei der gleichen Gartenpumpe ohne Drosselung der Durchflussmenge. Die „verschwendete“ Energie macht sich zudem durch lautere Pumpengeräusche und eine erhöhte Wärmeentwicklung bemerkbar. 

Folgende Leitsätze sollten in deine Überlegungen eibezogen werden, willst du bei einer Gartenpumpe den Durchfluss drosseln: 

  1. Muss der Durchfluss einer Gartenpumpe um maximal 20 Prozent gedrosselt werden, ist dies nicht ideal, aber aus Sicht des Verschleißes und des Energieverbrauchs gerade noch vertretbar. 
  2. Bei einer Reduzierung der Durchflussmenge um mehr als 20 Prozent ist diese akzeptierbar, solange dieser gedrosselte Zustand nur für einen begrenzten und kurzen Zeitraum vorgesehen ist. 
  3. Soll die Drosselung dauerhaft und mehr als 20 Prozent Fördervolumen betragen, ist der Kauf einer Gartenpumpe mit passenden Werten auf jeden Fall die wirtschaftlich und ökologisch klügere Maßnahme. 

Wie sich im Durchfluss gedrosselte Gartenpumpen bemerkbar machen 

Die Reduzierung der Durchflussmenge in einer Gartenpumpe macht sich auf verschiedenste Weise bemerkbar. Wohlgemerkt – nicht alle Situationen müssen hier eintreten, aber es ist überaus wahrscheinlich, dass mehrere Resultate der Drosselung auftreten. 

Stark gedrosselte Durchflussregelventile

Verursacht ein Ventil eine starke Drosselung der Durchflussmenge, wird die Pumpe gezwungen, gegen einen hohen Gegendruck zu arbeiten. Da dieser höher ist als der Druck, der eigentlich zum Erreichen des optimalen Wirkungsgrades erforderlich ist, läuft die Pumpe ineffizient. In der Folge kommt es nahezu immer zu einem erhöhten Lagerverschleiß. Überdies leiden die Dichtungen und Stopfbuchsen unter der höheren Belastung, was deren Austausch in ungewöhnlich kurzen Intervallen notwendig macht. 

Übermäßiges Rauschen

Eine übergroße Pumpe kann zu laut hörbaren Geräuschen und zur Vibration der Rohre führen. Als Resultat daraus lösen sich mit der Zeit die Flansche und sonstige Verbindungen, sogar eventuell vorhandene Schweißnähte an den Rohren können bei größeren Pumpensystemen ermüden.

Intermittierender Betrieb

Werden Gartenpumpen verwendet, um einen konstanten Flüssigkeitsstand in einem Tank aufrechtzuerhalten, also um das Behältnis nach Bedarf zu entleeren und zu füllen, ist bei zu großen Pumpen die Lebensdauer drastisch verkürzt. Dieses konstante Hoch- und Herunterfahren der Flüssigkeitsmenge verringert die Lebensdauer der Pumpenmotorsteuerung und der Pumpenbaugruppe. Übergroße Gartenpumpen neigen dazu, höhere Reibungsverluste zu erzeugen, da sie eine größere Fluidströmungsrate durch das System erzwingen. Verschlimmern sich die Probleme zunehmend, beginnt die Pumpe damit, nur noch sporadisch zu arbeiten, bevor sie vollständig ausfällt.

Alternative Methoden zur Drosselung der Durchflussrate in Gartenpumpen 

Fakt ist, dass eine überdimensionierte Gartenpumpe folgende Auswirkungen hat: 

  • Der Betrieb mit Überkapazität kann einen höheren NPSHr-Wert zur Folge haben. (Net Positive Suction Head Required – Höhe des Betriebsdrucks)
  • Zumeist tritt Kavitation auf.
  • Der Wirkungsgrad verringert sich, teilweise drastisch. 
  • Mit dem vorzeitigen Ausfall der Komponenten ist zu rechnen. Insbesondere Lager, Stopfbuchsen, Dichtungen und die elektronische Pumpensteuerung sind hiervon betroffen.  
  • Der Stromverbrauch ist signifikant erhöht. 
  • Insgesamt sind höhere Betriebskosten die direkte Folge. Diese setzen sich vornehmlich aus dem Energieverbrauch und dem Ersatzteilkauf zusammen. 

Drosselung alternative Methoden

Um diese Auswirkungen einer zu großen Pumpe auszugleichen, hast du neben dem pumpenseitigen Drosselventil zudem folgende Möglichkeiten: 

  1. Du kannst die Betriebsdrehzahl des Motors der Gartenpumpe reduzieren. Dies gelingt auf relativ einfache Weise durch den zusätzlichen An- oder Einbau eines Potentiometers, kurz Poti genannt und auch als Spannungsregler bekannt. Ein solcher Regler reduziert die am Motor anliegende Spannung stufenlos. In der Folge dreht der Pumpenmotor langsamer und die Gartenpumpe fördert weniger Wasser. Allerdings bleibt der Energieverbrauch mindestens gleich verschwenderisch hoch. Grund dafür ist, das ein Poti nichts anderes ist, als ein regelbarer Widerstand. Das Zuviel an Energie wird vom Regelwiderstand verbraucht, weshalb keine Energieeinsparung stattfindet. Im Gegenteil, denn die meisten Regelwiderstände benötigen selbst ein wenig zusätzliche Energie.
    Wir kennen dieses Problem auch von Dimmern zur Regulierung der Helligkeit von Leuchtkörpern. Auch Dimmer sind fast immer Regelwiderstände, die keine Energieeinsparung verursachen. Einzige Ausnahme sind die sogenannten elektronischen Dimmer, die durch eine clevere Schaltung tatsächlich zu einer Reduzierten Stromaufnahme führen, wird das Licht vermindert.
  2. Die Reduzierung des Durchmessers des Pumpenlaufrades ist nur bei Modellen möglich, für die alternative Laufräder vom Hersteller angeboten werden. Auch bei dieser Lösung ist das Problem der Energieverschwendung nach wie vor präsent. Der Motor dreht mit gleich hoher Geschwindigkeit, wobei die Pumpe nur wegen des kleineren Kreisels weniger Wasser fördert. 

Einstellen der Durchflussmenge bei Gartenpumpen als Springbrunnen 

Ein vollständig anderes technisches Bild präsentieren uns Gartenpumpen, die als Springbrunnenpumpen konzipiert wurden. Diese Pumpen sind nicht selbstsaugend, sondern die Basis ist eine Tauchpumpe. Für gewöhnlich kann bei diesen Gartenpumpen das Durchflussvolumen gesteuert werden, zumindest bei den qualitativ hochwertigeren Modellen. Dazu gehst du wie folgt vor:  

  1. Ziehe das Netzkabel des Brunnens aus der Steckdose. 
  2. Entferne das Gehäuse, um das Innenleben der Pumpe freizulegen.
  3. Suche den Durchflussschalter, der allerdings nicht bei jeder Gartenpumpe als Springbrunnenpumpe zwingend vorhanden sein muss.  
  4. Der Durchflussschalter ist normalerweise ein Schieber oder ein versenktes Einstellrad. Durch Verschieben oder Drehen kann der Durchfluss in der Pumpe reguliert werden. Meist sind dazu die Symbole „S“ für „Slow“ und „F“ für „Full“ angebracht.
  5. Montiere das Gehäuse, verbinde die Gartenpumpe mit dem Stromnetz und starte einen Probelauf. 

Wenn die Springbrunnenpumpe keinen Schalter zur Einstellung der Durchflussmenge hat, kannst du wahrscheinlich nur die Stärke des Wasserstrahls beeinflussen. Dieser wird in der Regel durch eine Röhre entlassen. Diese Röhre lässt sich bei fast allen Modellen entfernen. Lass die Pumpe ohne die Röhre laufen. So kannst du ungefähr abschätzen, wie weit du die Röhre kürzen musst, damit die Fontäne weniger hoch in den Himmel schießt. Dies ist natürlich auch davon abhängig, wie hoch der Wasserstand im Teich ist. Die Fontäne wird durch das Wasser im Teich in die Höhe katapultiert. Je höher der Wasserstand im Teich, desto höher der Widerstand, den die Fontäne zu durchstoßen hat. Du hast also auch die Möglichkeit, statt die Röhre zu verkürzen, schlicht den Wasserstand im Teich zu erhöhen, soweit dies machbar ist.

Sicherheitshinweis: Achte bei allen Tätigkeiten an der Gartenpumpe darauf, dass bei allen Arbeiten, beim Aus- und Einschalten, also dem Wiederherstellen oder Unterbrechen der Stromversorgung – deine Hände trocken sind. Andernfalls kann dies zu einem elektrischen Schlag führen.

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Wasserbett mit Gartenpumpe entleeren

Wasserbett mit Gartenpumpe entleeren

Ein Wasserbett wiegt rund 180 Kilogramm je Quadratmeter, denn bei normalgroßen Ausmaßen des Bettes sind etwa 650 Liter Wasser in den Kammern enthalten. Generell wird bei einem Wasserbett die Füllung nicht gewechselt. Dazu ist es notwendig, regelmäßig ein Spezialmittel einzufüllen, damit das Wasser nicht umkippen kann. Wurde dies allerdings vergessen, bilden sich Algen und Schimmelpilze, was den Wasserwechsel unumgänglich macht. Außerdem muss ein Wasserbett immer dann entleert werden, soll der Standort der Schlafgelegenheit verändert werden; sei es in der Wohnung während einer Renovierung, beim Umzug oder bei einer Neuanschaffung. Um ein Wasserbett ins Vakuum zu pumpen, werden vom Fachhandel Pumpen-Sets gegen Entgelt zu Ausleihe angeboten. Diese bestehen in der Regel aus einer selbstsaugenden Gartenpumpe, zwei Schläuchen und einem Filteraufsatz. Hast du eine Gartenpumpe im Haus, kannst du dieses System mit wenigen Handgriffen selbst zusammenbauen.          

Mit der Gartenpumpe das Wasserbett entleeren – das Pumpensystem

Du benötigst eigentlich nur vier Teile, um mit deiner Gartenpumpe ein Wasserbett ins Vakuum zu saugen. Im Fachhandel erhältlich ist der Anschluss für die Einfüllöffnungen des Wasserbetts. Achte beim Kauf darauf, dass dieser Anschluss mit einem Siebfilter kombiniert ist. Zwar sollte das Wasser in den Kammern saubern sein, doch die Erfahrung zeigt, dass besonders bei älteren Wasserbetten Ablagerungen vorhanden sind. Diese können sich beim Abpumpen lösen und die Leitungen, respektive die Pumpe verstopfen. 

Der Ansaugschlauch

Den Anschlussstutzen montierst du am Ende des Saugschlauches (in dieser Artikel erfährst du übrigens, wie du die Saugleitung einer Gartenpumpe richtig verlängerst). Dabei sollte es sich um einen verstärkten Schlauch handeln, der nicht plattgesaugt werden kann, sondern formstabil bleibt. Übrigens ist es ratsam, den Schlauchdurchmesser großzügig zu wählen. Mindestens ein Zoll, besser 1,5 Zoll und mehr sorgen für das schnelle Entleeren der Bettenkammern und verhindern Kavitation beim Pumpen. Der Saugschlauch von der Gartenpumpe zum Anschluss im Wasserbett sollte kurz sein. Im Normalfall reichen zwei Meter vollkommen aus. 

Die Gartenpumpe

Als Aggregat kannst du im Prinzip jede selbstsaugende Gartenpumpe verwenden. Abzuraten ist allerdings von überaus kraftvollen Pumpen, also solchen, bei denen die Förderleistung mehr als 20.000 Liter je Stunde beträgt. Schließlich blasen wir die Ballons zum Kindergeburtstag auch nicht mit einem 20-bar-Kompressor auf. Erfahre hier mehr über die passende Saugleistung bei Gartenpumpen.

Wenn du eine zu leistungsstarke Pumpe besitzt, kannst du hier erfahren, wie man eine Gartenpumpe richtig drosselt.

Der Druckschlauch / Förderschlauch

Auf der Druckseite der Gartenpumpe schließt du einen normalen Gartenschlauch mit möglichst großem Durchmesser an. Ich habe meine Gartenpumpe mit Klick-Anschlüssen von Gardena versehen, sodass jeder Schlauchwechsel ohne Montagearbeit binnen einer Sekunde erledigt ist. 

Wichtig ist, dass du das Ende des Druckschlauchs in die Toilette steckst, nicht in die Duschwanne oder das Handwaschbecken. Beide würden unter Garantie überlaufen, denn die geförderten Wassermengen sind erheblich. Achte darauf, dass sich das Schlauchende in der Toilette nicht aufgrund des Drucks selbstständig machen kann. Die beste Sicherung ist eine zweite Person, die auf den Schlauch achtet und diesen zusätzlich sichert.    

Bevor du das Wasserbett mit der Gartenpumpe entleerst

Der erste Schritt vor dem Anschließen des Saugschlauches ist immer das Abschalten der Heizung. Wird vergessen die Wasserheizung abzuschalten, kann es zu schweren Beschädigungen des Wasserbetts kommen. Danach muss das Entlüften des Wasserbetts mit großer Sorgfalt durchgeführt werden. Dazu streichst du über das Bett, immer in Richtung auf das Entlüftungsventil. Dieses muss mehrfach geöffnet werden, bis nach dem wiederholten Ausstreichen statt Luft nur noch Wasser austritt. Dann solltest du die Schläuche per Hand und mit der Hilfe eines Trichters mit Wasser befüllen. Dies verhindert, dass die Pumpe beim Starten nur Luft pumpt. Luft in der Leitung erhöht drastisch den Verschleiß der Pumpentechnik. Außerdem wird die Pumpe unzureichend gekühlt. Obendrein spritzt es am Schlauchende, wobei dieses versuchen wird, wild umherzuschlagen. All dies lässt sich mit etwas Wasser in den Schläuchen verhindern. 

Tipps - Vor der Entleerung

Hast du diese Handgriffe durchgeführt, wird der Saugschlauch mit dem Anschlussstück für Wasserbetten mit dem Wasserauslass verbunden. Gleich neben dem Auslass sollten die Stopfen bereitliegen, mit denen der Auslass des Wasserbetts dicht verschlossen werden kann. Diese Stopfen gehören generell zum Lieferumfang eines Wasserbetts. 

Die Füllung des Wasserbetts mit der Gartenpumpe abpumpen

Hast du alle Anschlüsse hergestellt und die vorbereitenden Arbeiten durchgeführt, kannst du die Pumpe einschalten. Sei aber darauf gefasst, diese sofort abschalten zu können, sollte sich ein Anschlussteil lösen. Selbst eine Gartenpumpe mittlerer oder kleinerer Leistung fördert derart viel Wasser, dass schnell mehrere Räume geflutet werden. Bist du sicher, dass die Verbindungen standhalten, kannst du das Wasserbett mit der Gartenpumpe vollständig in einem Zug entleeren. 

Lass die Gartenpumpe das Wasserbett allein entleeren 

Wichtig hierbei ist, dass du nicht versuchst nachzuhelfen. Wasserbetten sind so konstruiert, dass eine Pumpe die Kammern vollständig entleeren kann. Greifst du ein, kann es zu Falten und Beulen kommen, die eine Komplettentleerung verhindern. Im schlimmsten Fall hebt sich der Boden des Bettes und wird in das Auslassventil gesaugt. Dies kann dazu führen, dass die Hülle des Bettes durch die Saugkraft beschädigt wird und Leck schlägt. 

Ist das Wasserbett mit der Gartenpumpe ins Vakuum gesaugt, ändert sich das Arbeitsgeräusch des Gerätes und du kannst sehen, dass kein Wasser mehr gefördert wird. Nun ist es notwendig, dass du schnell handelst. In drei Schritten beendest du die Entleerungsprozedur. 

  1. Schalte die Pumpe ab.
  2. Entferne den Anschluss mit Gitterfilter vom Auslassventil.
  3. Verschließe sofort das Ventil mit dem Stopfen. 

Wasserbett transportbereit machen

Anschließend kannst du das Wasserbett gemäß der Gebrauchsanweisung falten und zum Abtransport bereit machen. Nun lassen sich auch die Umrandung, bzw. das Bettgestell abbauen und in Teile zerlegen. 

Wichtige Grundregeln beim Abpumpen von Wasserbetten mit der Gartenpumpe

  1. Nutze niemals eine deutlich zu leistungsstarke Pumpe.
  2. Spare nicht dadurch, dass du das Wasser auffängst und später wieder ins Wasserbett füllst. Das Wasser ist garantiert kontaminiert, weshalb eine erheblich höhere Dosis an Antifäulnis und Desinfektionsmittel notwendig wären, um Keimbildung sowie Algen zu verhindern. 
  3. Nach dem Befüllen des Wasserbetts mit frischem Wasser ist es unumgänglich, die Bettenkammern mehrfach zu entlüften. 
  4. Fülle niemals warmes Wasser, immer nur kaltes Wasser ein. Beim Einfüllen von warmem oder gar heißem Wasser riskierst du den dauerhaften Ausfall der Heizung des Wasserbettes. Überdies kann sich Wasserdampf bilden, sodass die Bettenkammer überbläht und im schlimmsten Fall platzt. 

Regeln für das Abpumpen

Fazit zum Thema Wasserbett mit der Gartenpumpe fachgerecht entleeren

Im Prinzip ist es kinderleicht, ein Wasserbett mit der Gartenpumpe bis ins Vakuum zu entleeren. Du musst in der Tat nur einige wenige Punkte beachten, damit dieses Vorhaben reibungslos und ohne jegliche Schäden durchgeführt werden kann. Und hast du eine passende Gartenpumpe parat, kannst du dir die manchmal unverschämt hohe Leihgebühr für das Pumpensystem sparen. Die Fachhändler für Wasserbetten sind diesbezüglich nicht bescheiden und verlangen bis zu 50 Euro Tagesmiete. 

Gartenpumpe Ansaugschlauch verlängern

Ansaugleitung für Gartenpumpe verlängern

Die Ansaugleitung ist bei Gartenpumpen generell Teil des mitgelieferten Zubehörs. Allerdings zeigen sich nur wenige Hersteller großzügig und packen die in ihrer Länge maximal mögliche Saugleitung dem Gerät bei. Willst du den Saugschlauch deiner Gartenpumpe selbst verlängern, ist es einige Punkte, die unbedingt beachtet werden müssen. Was genau so wichtig ist und warum, erkläre ich dir nachfolgend in diesem Heimwerker-Report.            

Die Saugleitung bei selbstsaugenden Gartenpumpen

Im Gegensatz zu Tauchpumpen benötigen Saugpumpen eine Zuleitung, um aus dem Brunnen, der Zisterne oder dem Gartenteich Wasser fördern zu können. Hast du eine brandneue Gartenpumpe gekauft, findest du in der Regel einen Saugschlauch unter dem Zubehör, der meist eine Länge von rund vier Metern besitzt. Aber dies ist lediglich die Ausstattung für die durchschnittliche Verwendung. Im Normalfall kann diese Saugpumpe sehr viel mehr leisten. Detaillierte Informationen zum Leistungsspektrum der Gartenpumpe findest du in der Bedienungsanleitung und in Kurzform auf dem Typenschild. 

Saugpumpen leisten Arbeit auf zwei Seiten. Einerseits saugen sie das zu fördernde Wasser an, wozu sie auf der Entnahmeseite einen Unterdruck erzeugen. Andererseits sorgen sie auf der Druckseite für so viel Überdruck, dass am Ende des Gartenschlauchs reichlich frisches Wasser austritt. Deshalb sind für diesen Typ Pumpe zwei Förderhöhen angegeben: auf der Entnahmeseite und für die Druckseite. 

Durchschnittlich beträgt die Förderhöhe beim Ansaugen etwa acht bis neun Meter. Einige wenige Modelle können auch Wasser aus Tiefen von 12, 15 oder gar 20 Metern ansaugen, sind aber dementsprechend kostspielig im Einkauf.  Zudem sollte eine solche Pumpe nicht zu Leistungsstark sein. Für manche Anwendungszwecke gilt der Spruch – weniger ist mehr. Erfahre hier, wie du die Förderleistung deiner Pumpe drosseln kannst.

Brunnenpumpe als Alternative bei extremen Saugtiefen 

Grundsätzlich ist es bei Ansaugtiefen jenseits der 10-Meter-Marke besser, eine Brunnenpumpe zu kaufen. Diese besondere Art einer Gartenpumpe wird auf dem Boden des Brunnens, in einem Pumpensumpf oder auf der Sohle der Zisterne fest montiert. Es ist keine Tauchpumpe, sondern eine Saugpumpe, die aber so abgedichtet ist, dass sie unter Wasser betrieben werden kann. Die Vorteile dieser Brunnenpumpen liegen im geringeren Kaufpreis, sie verbrauchen weniger Energie als eine Saugpumpe mit mehr als 10 Metern Saugtiefe und diese Pumpen können einen immensen Druck erzeugen, was sich in den hohen Fördermengen widerspiegelt.

Brunnenpumpe als Alternative zur Gartenpumpe

Saugleitung der Gartenpumpe verlängern 

Einige Punkte solltest du beachten, damit die Verlängerung der Saugleitung erfolgreich durchgeführt wird. Dazu gehört, dass du die auf der Pumpe und in der Bedienungsanleitung angegebene maximale Saugtiefe nicht überschreiten solltest. Selbst wenn die Pumpe bei angegebenen acht Metern in der Lage ist, auch aus zehn und zwölf Metern Tiefe Wasser zu fördern, solltest du diesen Versuch nicht unternehmen. Der Verschleiß ist jenseits der angegebenen Maximaltiefe derart hoch, dass die Pumpe nach kurzer Zeit der Nutzung den Dienst quittieren wird. 

Außerdem ist es wichtig dass als Saugleitung entweder ein Rohr, beispielsweise aus PVC verwendet wird oder ein verstärkter Schlauch, der sich nicht zusammenziehen kann. Ist der Saugschlauch zu weich, wird dieser durch den Unterdruck platt gesaugt. Es fließt kein Wasser mehr, die Pumpe überhitzt und wird zerstört. Auch wenn du mit deiner Gartenpumpe dein Wasserbett entleerst, solltest du darauf achten, dass diese nicht überhitzt.

Deine Gartenpumpe schaltet sich nicht mehr ein oder aus? Erfahre hier, was du dagegen machen kannst.

Kavitation in der Saugleitung verhindern 

Ebenso ist es unerlässlich, eine Saugleitung mit passendem Durchmesser auszuwählen. Wurde ein Saugschlauch mit 1,5 oder zwei Zoll mitgeliefert, sollte auch die Verlängerung diesen Durchmesser keinesfalls unterschreiten. Grund dafür ist, dass ansonsten das Wasser in der Leitung beginnt zu kavitieren. Soll heißen, es bildet sich ein Luft-Wasser-Gemisch, was sich durch ein lautes Betriebsgeräusch der Gartenpumpe bemerkbar macht. In der Folge wird die Pumpenmechanik stärker beansprucht und nicht optimal gekühlt. Dies führt zu einem hohen Verschleiß und kann mit dem Ausfall der Pumpe enden. Erfahre hier weitere Gründe dafür, wenn deine Gartenpumpe auf einmal Luft und kein Wasser zieht .

Je länger die Saugleitung, um so wichtiger das Rückschlagventil

Wie unerlässlich ein Rückschlagventil für die meisten Gartenpumpen ist, habe ich bereits im Artikel Warum das Rückschlagventil für Gartenpumpen wichtig ist… ausführlich erläutert. In diesem Text findest du zudem eine Anleitung, wie ein Rückschlagventil einzubauen ist.

Ist kein Rückschlagventil in die Saugleitung integriert, muss die Gartenpumpe zuerst große Mengen Luft ansaugen, bevor endlich Wasser gefördert wird. Während dieser Phase wird die Pumpe nicht optimal gekühlt, was die Lebensdauer des Geräts verringert. Überdies kommt am druckseitigen Ende des Gartenschlauchs zuerst Luft mit wenig Wasser an, weshalb es zischt und spritzt. Bei älteren Gartenschläuchen können sich zudem Ablagerungen im Schlauchinneren lösen und die Spritzdüse oder Spritzpistole verstopfen. Obendrein ist es Energieverschwendung, wenn die Gartenpumpe bei jedem Anlaufen zuerst Unmengen Luft fördern muss. 

Achte peinlich genau auf Dichtigkeit 

Es ist ungemein wichtig, dass die Saugleitung 100%ig dicht ist. Hast du die Saugleitung ohne jegliche Verengungen fertig, befülle diese mit Wasser. Erst dann wird die Leitung an die Pumpe angeschlossen. Warte einige Sekunden, denn durch das Rückschlagventil am Ende der Saugleitung kann ja kein Wasser verloren gehen. 

Steigen Luftbläschen auf, ist die Saugleitung nicht dicht. Findet sich das Leck am Rückschlagventil oder am Anschluss zur Gartenpumpe, liegt dies meist am Gewinde. Gewindeanschlüsse lassen sich aber schnell und sicher mit Teflonband abdichten. Magst du es traditioneller, kannst du natürlich auch Hanf und Wachs verwenden. Findest du in der Leitung selbst ein Leck, ist dieses mit einem geeigneten Klebeband zu verschließen. 

Saugleitung für Gartenpumpe verlängern in der Zusammenfassung 

Gartenpumpe Schlauch verlängern Fazit

  • Überschreite nicht die vom Hersteller vorgegeben Fördertiefe der Gartenpumpe.
  • Verhindere Kavitation durch eine ausreichend dicke Saugleitung ohne jegliche Verengungen.
  • Nutze zur Verlängerung der Saugleitung nur Verstärkte Saugschläuche oder Rohre.
  • Dichte die Saugleitung ab.
  • Installiere am Ende der Saugleitung ein Rückschlagventil. 
  • Vor dem ersten Pumpenstart musst du die Saugleitung mit Wasser füllen.   
Hauswasserwerk oder Gartenpumpe?

Hauswerk oder Gartenpumpe – die optimale Wasserversorgung herstellen

Immer wieder taucht die Frage nach der optimalen Wasserversorgung auf. Dabei lässt sich genau diese Frage nicht auf Anhieb beantworten, denn die technischen Möglichkeiten bieten unterschiedliche Vorteile, aber auch Nachteile. So ist es von der individuellen Situation und der Art des Wasserverbrauchs abhängig, ob du mit einem Hauswerk / Hauswasserwerk oder einer Gartenpumpe besser beraten bist oder ob du gar einen Hauswasserautomaten anschaffen solltest.         

Hauswasserwerk, Gartenpumpe oder Hauswasserautomat: Art und Menge des Wasserbedarfs ermitteln

Das Einsparen von Trinkwasser ist in der Regel das Ziel, wird eine Brauchwasseranlage installiert. Schließlich sind die Gebühren für Trinkwasser und insbesondere Abwasser recht hoch. Dafür erhalten wir aber auch echtes Trinkwasser in hoher Qualität direkt aus der Leitung.  Zudem ist dieses Trinkwasser ein kostbares Gut, mit dem wir sehr schonend umgehen sollten. Leitungswasser ist deshalb viel zu schade, um damit die Toilette zu spülen, Geschirrspüler und Waschmaschine zu versorgen oder den Garten zu wässern. 

Welche der drei technischen Möglichkeiten für deine Zwecke und deinen Wasserbedarf ideal ist, kannst du ermitteln. Dazu musst du lediglich aufzeichnen, wofür du wieviel Wasser benötigst. Gebräuchlich sind folgende Verwendungszwecke von Wasser aus Brauchwasserleitungen.

Ermittlung des Wasserbedarfs

Volumenmäßig hohe Wasserentnahme

Du willst den Pool befüllen, deinen großen Garten mit ausreichend Wasser versorgen oder eine Beregnungsanlage im Gewächshaus betreiben. Erfahre hier ob du eine Gartenpumpe auch als Poolpumpe verwenden kannst.

Oft geringere Mengen Wasser entnehmen

An das Brauchwassersystem willst du die Waschmaschine und den Geschirrspüler anschließen. Gerade moderne Geräte entnehmen mehrfach während eines Reinigungsprogramms Wasser in kleinen Mengen. Außerdem soll die Toilettenspülung versorgt werden. 

Gelegentlich größere oder mittlere Wassermengen entnehmen

Du nutzt das Wasser, um die Pflanzen im Haus und auf dem Balkon oder der Terrasse und im kleinen Garten zu gießen. Außerdem als Wischwasser zum Hausputz. 

Komplexe Wasserentnahme mit geringen, aber auch mit großen Wassermengen  

Der Garten muss gewässert werden, die Geschirrspülmaschine soll angeschlossen werden, außerdem willst du Wischwasser entnehmen und im Sommer das Planschbecken für die Kinder befüllen. 

Welche Art Pumpe sich für welche Zwecke besonders eignet

In der Tat haben diese drei Varianten der Hauswasserversorgung ihre spezifischen Vorzüge, aber auch Nachteile. Genau deshalb ist es wichtig, auf den Bedarf abgestimmt, das passende System auszuwählen. 

Unterschiedliche Arten von Pumpen

Die Gartenpumpe

Eine Gartenpumpe muss von Hand ein- und wieder ausgeschaltet werden. Zudem dauert es einige wenige Sekunden, bis der höchstmögliche Wasserdruck in der Entnahmeleitung hergestellt ist. Dafür kannst du kannst du zum relativ kleinen Preis Gartenpumpen kaufen, die dir konstant hohe Wassermengen bei gleichbleibendem Druck fördern. Deshalb sind Gartenpumpen ideal, soll mit dem Wasser der Pool befüllt, der Garten gegossen oder eine Beregnungsanlage betrieben werden. Selbst relativ kleine Gartenpumpen liefern bereits mehrere tausend Liter in der Stunde. Im Mittelbereich sind Modelle mit Fördermengen von 10.000 bis 40.000 Litern in der Stunde zu finden. Große Gartenpumpen, egal ob als Tauchpumpe oder Saugpumpe, liefern problemlos 100.000 Liter je Stunde und mehr und werden deshalb beispielsweise auch von den Feuerwehren genutzt. 

Der Hauswasserautomat 

Im Prinzip ist ein Hauswasserautomat nichts anderes als eine Gartenpumpe als Saugpumpe, die zusätzlich über einen Drucksensor verfügt. Wird irgendwo im Hauswassersystem Wasser entnommen, fällt der Druck. Der Sensor registriert den Druckabfall und schaltet die Pumpe ein. Deshalb dauert es meist nur zwei oder drei Sekunden, bis der volle Wasserdruck wiederhergestellt ist. Dafür bleibt der Druck dauerhaft erhalten, so lange, bis du die Wasserentnahme beendest. 

Allerdings kann es zur Abschaltung des Hauswasserautomaten kommen, obwohl das System einwandfrei funktioniert. Diese Sensoren besitzen ein Programm zur Notabschaltung, für den Fall eines Lecks in der Wasserleitung. Betreibst du deine Waschmaschine oder den Geschirrspüler mit dem Brauchwassersystem, kann die in viele Einzeldosen erfolgende Wasserentnahme durch ein Waschprogramm dieser Geräte vom Sensor als Leck missgedeutet werden. In der Folge schaltet der Sensor die Pumpe auf Störung, obwohl alles in bester Ordnung ist. 

Tipp: Wird der Hauswasswasserautomat in der normalen Trinkwasserleitung zur Erhöhung des Wasserdrucks betrieben, ist eine weitere Fehlerquelle vorhanden.  

Auch bei einigen Heißwasserspeichern kann es dazu kommen, dass fälschlicher Weise ein Leck vom Sensor registriert wird. Diese Geräte entnehmen beim Aufheizen gelegentlich mehrfach kleine Wassermengen zum Auffüllen, was ebenso zur Schaltung in den Störbetrieb führen kann. 

Das Hauswasserwerk

Beim Hauswasserwerk ist die Besonderheit der Druckkessel. Auf diese Weise wird erreicht, dass im gesamten Leitungssystem immer ein bestimmter, voreinstellbarer Mindestdruck vorhanden ist. Wird Wasser entnommen, fällt der Druck langsam, denn der Kessel führt Wasser nach. Erst wenn der Druck auf ein bestimmtes Niveau gefallen ist, springt die Pumpe an und baut erneut den Maximaldruck auf. 

Aufgrund der Konzeption ist beim Hauswasserwerk der Druck immer leicht schwankend, zwischen Minimal- und Maximaldruck. Werden nur kleine Wassermengen entnommen, springt die Pumpe oftmals nicht an, denn das fehlende Volumen wird durch Wasser aus dem Druckkessel ergänzt. Insofern ist diese Konstruktion energiesparend und materialschonend, denn die Gartenpumpe und der Hauswasserautomat müssen immer in Betrieb ein, selbst wenn nur ein kleines Glas Wasser entnommen wird.  Hier kommst du übrigens zu unserem Hauswasserwerk Vergleich.

Vorzüge und Nachteile von Gartenpumpe, Hauswasserwerk und Hauswasserautomat im Überblick 

Im Folgenden siehst du eine Auflistung der Vor- und Nachteile einer Gartenpumpe und eines Hauswasserautomaten.

Die Gartenpumpe

Vorteile:

  • liefert große Mengen Wasser bei konstantem Druck 
  • der Anschaffungspreis einer Gartenpumpe ist vergleichsweise günstig

Nachteile:

  • muss per Hand geschaltet werden.
  • ist bei der Entnahme kleiner Wassermengen unwirtschaftlich. 
  • Verschleiß bei häufigem Ein- und Ausschalten ist hoch.

Der Hauswasserautomat

Vorteile:

  • automatische Schaltung bei Bedarf.
  • in Betrieb, werden auch große Wassermengen mit konstantem Druck gefördert. 

Nachteile:

  • bei Entnahme kleiner Wassermengen störanfällig. 
  • bei häufigem Ein- und Ausschalten relativ hoher Verschleiß. 

Das Hauswasserwerk

Vorteile:

  • es liegt permanent ein nutzbarer Wasserdruck an.
  • energieschonend durch Nachführen von Wasser aus dem Druckkessel. 
  • geringerer Verschleiß, weil das Hauswasserwerk seltener einschaltet. 

Nachteile:

  • Druck ist schwankend, niemals konstant. 
  • durch den Druckkessel für die Förderung großer Wassermengen weniger geeignet.   

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Sind Gartenpumpen als Poolpumpe geeignet?

Eine Gartenpumpe auch zum Betrieb des Pools einzusetzen, liegt eigentlich nahe. Schließlich wird nahezu sauberes Wasser lediglich zum Filter gefördert, um von dort nach der Reinigung wieder in den Pool zu fließen. Allerdings gibt es beim privaten Schwimmbecken einige Fakten zu bedenken, soll eine Gartenpumpe dauerhaft als Filterpumpe in einem Pool ihren Dienst verrichten.    

Was den Pool vom Gartenteich, dem Brunnen und der Zisterne unterscheidet

Nur in Ausnahmefällen schwimmen Menschen in ihrem Gartenteich, es sei denn dieser wurde als Badeteich angelegt. Allenfalls unfreiwillig wird im Brunnen oder in der Zisterne ein Bad genommen. Genau deshalb können im Teich, im Brunnen und in der Zisterne quasi bedenkenlos Gartenpumpen verwendet werden, egal ob als Ansaugpumpe oder als Tauchpumpe. Das ist in einem Pool ein wenig anders. 

Risiken beim Einsatz von Gartenpumpen in einem Pool 

Willst du eine Gartenpumpe in deinem Schwimmbassin einsetzen, solltest du dir genau über die möglichen Risiken im Klaren sein. Grund dafür ist, dass Technik in Verbindung mit dem Element Wasser meist versteckte Gefahren mit sich bringt. Oft genug werden genau diese Gefahrenpunkte zu spät erkannt, manchmal auch erst, wenn es zu spät ist. 

Gartenpumpe und Poolpumpe benutzen

Selbstsaugende Gartenpumpen

Wird die Gartenpumpe außerhalb des Beckens installiert und es führt lediglich eine Saugleitung in den Pool, kann genau diese zur Gefahrenquelle werden – insbesondere für Kinder. Der Nachwachs spielt nun einmal gerne und ist permanent auf Entdeckungstour. Wird die Saugleitung im Pool entdeckt, ist es für Kinder reizvoll mit dem Unterdruck zu spielen. Schließlich saugt die Pumpe nicht nur Wasser an, sondern auch die Haut, die Hände und die Finger. Es ist bereits vorgekommen, dass Kinder mit den Fingern im Ansaugrohr steckengeblieben sind und nicht mehr auftauchen konnten. Die Gefahr ist auch dann vorhanden, wenn am Ende der Saugleitung ein Rückschlagventil angebracht ist. Dieses ist dazu geeignet, Kleidung einzuklemmen, wodurch die badende Person von der Mechanik festgehalten wird.

Tauchpumpen

Bei Tauchpumpen besteht nur eine geringe Gefahr, angesaugt zu werden, denn dazu ist der Saugkorb in der Regel einfach zu groß. Es wird also nicht genügend Unterdruck erzeugt, um eine Person festzuhalten – es sei denn, es wird eine Tauchpumpe mit sehr hoher Leistung verwendet. Allerdings bergen Tauchpumpen die Gefahr eines elektrischen Schlages. Selbst wenn diese Gartenpumpe vorschriftsmäßig angeschlossen und abgesichert ist, kann es geschehen, dass das Wasser im Pool unter Strom gesetzt wird – zumindest kurzzeitig. Zumeist geschieht dies, wenn das Gehäuse der Pumpe undicht wird und Wasser zuerst in geringen Mengen bis zur elektrischen Anlage in der Gartenpumpe vordringen kann. 

Taugliche Gartenpumpen im Schwimmbecken installieren   

Willst du den Pool mit Wasser aus der Zisterne, dem Brunnen – oder mit einem Filter versehen – aus dem Gartenteich befüllen, wird dir deine Gartenpumpe gute Dienste leisten. Bei allen Bemühungen um Umweltschutz und zum schonenden Einsatz von chemischen Mitteln, du wirst es nicht vermeiden können, dem Wasser Chlor beizugeben. Das gesundheitliche Risiko ist viel zu hoch, um auf die Beigabe von Chlor im Poolwasser zu verzichten. 

Gartenpumpe im Pool installieren

Genau dies ist der Punkt, durch den fast alle Gartenpumpen als Poolpumpe auszuschließen sind. Die meisten Modelle sind für chloriertes Wasser ungeeignet, egal ob es sich um Tauchpumpen oder Saugpumpen handelt. Werden Sie trotzdem eingesetzt, kommt es im Inneren der Pumpe zur Korrosion, die Dichtungen werden beschädigt und die Pumpe schlägt Leck, wodurch die elektrischen Bauteile zerstört werden. Ein Reparieren der Gartenpumpe ist dann so gut wie nahezu unmöglich.

Pumpen, denen aggressive chemische Stoffe nichts anhaben können, werden in chemischen Betrieben eingesetzt – und beim Camping. Im Campingzubehör findest du Pumpen, die zur Entleerung der Chemietoiletten konzipiert wurden. Diese Modelle vertragen in der Regel auch chloriertes Wasser und können demnach als Poolpumpe Verwendung finden. 

Aber – es sind im Handel auch Mehrzweckpumpen erhältlich, die als Gartenpumpen gute Dienste leisten. Diese sind in der Regel mit einem Pumpwerk und Stopfbuchsen aus Keramik ausgestattet, sodass Chlor keine Schäden verursachen kann. 

Was generell beim Kauf einer Gartenpumpe für das Schwimmbassin oder einer Poolpumpe zu beachten ist 

Es gibt einige Grundregeln für die Nutzung von Pumpen in einem Pool, die du unbedingt beherzigen solltest. 

Handelsübliche Tauchpumpen sind als Poolpumpe wegen der Gefahr eines elektrischen Schlages wenig geeignet. 

Ausnahme sind mit Gleichstrom betriebene Gartenpumpen mit 12 Volt, die entweder über ein Netzgerät, eine Solaranlage oder notfalls mit dem Ladegerät für die Autobatterie betrieben werden können. 

Pumpen müssen von ihrer Fördermenge zur Aufnahmekapazität des Sandfilterkessels passen. Kann der Sandfilter vier Kubikmeter Wasser je Stunde reinigen, was für einen Pool mit bis zu 16 Kubikmetern Wasser ausreichend ist, dann darf die Förderkapazität der Pumpe 4.000 Liter je Stunde nicht überschreiten. Fördert die Pumpe zu viel Wasser, gerät der Kessel unter immensen Druck und platzt. Erfahre hier mehr über die richtige Leistung bei Pumpen.

Ist die Leistung der an den Sandfilter angeschlossenen Gartenpumpe zu gering, wird der Filtersand wegen des zu schwachen Drucks nicht mehr gereinigt. In der Folge verdreckt der Filtersand bis schlussendlich der Filter verstopft und seinen Dienst quittiert. 

Willst du trotz allem eine mit 220 Volt betriebene Tauchpumpe als Poolpumpe verwenden, solltest du sicherstellen, dass die Pumpe immer bei der Nutzung des Pools abgeschaltet ist. 

Dies lässt sich beispielsweise mit einer Absperrkette bewerkstelligen. Es gibt elektrische Kettenschlösser, die, sobald die Kette aufgeschlossen wird, die Stromzufuhr unterbrechen. Diese Kettenschlösser führen selbst keine 220 Volt-Stromleitung, sondern lediglich ein Kabel mit Kontakten für einen Steuerstrom von wenigen Volt. Auf diese Weise wird ein Relais angeregt, welches wiederum die Stromzufuhr unterbricht oder wiederherstellt. 

Soll das Wasser im Badezuber gefiltert werden, ist nahezu jede Art von Gartenpumpe ungeeignet. Gartenpumpen nutzen das Medium Wasser beim Pumpen zugleich als Kühlmittel und dürfen deshalb nur bis zu einer vom Hersteller festgelegten Temperatur eingesetzt werden. In einem Badezuber herrschen für gewöhnlich Temperaturen um 40 Grad Celsius, was bei fast allen gewöhnlichen Gartenpumpen zu Überhitzung führen würde.  Was aber sehr wohl geht ist, sein Wasserbett mit einer Gartenpumpe zu entleeren.

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Gartenpumpe mit Rückschlagventil

Warum das Rückschlagventil für Gartenpumpen wichtig ist…

Eine Gartenpumpe mit Rückschlagventil ist deutlich leiser, energiesparend und langlebiger. Warum das so ist, wie ein Rückschlagventil arbeitet und wie es eingebaut wird, sind die Themen dieses Artikels.   

Wie Rückschlagventile arbeiten

Rückschlagventile, gelegentlich auch als Einwegeventile bezeichnet, sind Geräte, die ein zu pumpendes Medium nur in einer Richtung passieren lassen. Wird ein Rückschlagventil in einem Pumpensystem eingebaut, so geschieht dies für gewöhnlich im Ansaugrohr oder Ansaugschlauch in vertikaler Einbauweise. Überdies ist es wichtig, dass dieses Einwegeventil am Ende der Saugleitung seinen Platz findet, damit es seinen technischen Sinn erfüllen kann. Mehr über fachgerechte Montage einer Gartenpumpe  erfährst du mit einem Klick auf den farblich markierten Link.

Aufbau eines Rückschlagventils

Der mechanische Aufbau

Ein Rückschlagventil besteht aus einem Rohr, in dem eine Klappe so montiert ist, dass sich diese nur zu einer Seite öffnen lässt. Diese Klappe ist mit einer Dichtung versehen, so im geschlossenen Zustand kein Tropfen Wasser entgegen der Strömungsrichtung entweichen kann. Diese Ventile werden auch mit einem Federmechanismus angeboten. Dieser ist immer dann notwendig, wenn das Rückschlagventil aus welchen Gründen auch immer vertikal eingebaut werden muss. Überdies kann ein Einwegeventil mit Druckfeder nützlich sein, wenn das Saugrohr kurz und somit nur wenig Wassere enthalten ist. Diese Ventile mit Feder werden als Klappenmechanismus hergestellt, aber auch in der Art eines Stopfens oder eines Kugelventils. 

Vorsicht! Das Rückschlagventil ist einer der Gründe, warum man eine Gartenpumpe nicht als Poolpumpe benutzen sollte! Es besteht Verletzungsgefahr!

Die Funktionsweise

Wird die Pumpe in Betrieb genommen, entsteht pumpenseitig am Rückschlagventil ein Unterdruck. Je leistungsstärker die Pumpe ist, umso stärker ist dieser Effekt. Wasser strömt ein, wobei die auftretenden Kräfte das Rückschlagventil geöffnet halten. Schaltet die Pumpe ab, wird die Ventilklappe durch das Gewicht des zurück in den Brunnen oder die Zisterne laufenden Wassers geschlossen. Dabei kommt die gesamte Masse des Wassers auf der Pumpenklappe zu liegen, die auf diese Weise fest angepresst wird. Bei Rückschlagventilen mit Feder wird dieser Schließvorgang vom Federmechanismus unterstützt. 

Nicht verschweigen will ich, dass es auch Einwegeventile im einem Schwimmer als Stopfen gibt. Wird Wasser angesaugt, hebt sich der Schwimmer, der wegen seines hohen Gewichtes eigentlich besser Taucher heißen sollte. Schaltet die Pumpe ab, fällt der Schwimmer zurück in seine ursprüngliche Position. Da der Stopfen dieses Schwimmers konisch oder kugelförmig ist und obendrein Dichtungen angebracht sind, kann er das Zurückfließen des Wasser verhindern. Allerdings haben diese Einwegeventile in der Praxis derart viele Störungen verursacht, dass sie kaum mehr produziert werden. Bereits ein kleines Sandkorn reicht aus, damit der Stopfen des Schwimmers nicht mehr plan in seinem Verschluss zu liegen kommt, weshalb in der Folge das Wasser ungehindert ablaufen kann. 

Die am häufigsten verwendeten und verfügbaren Rückschlagventile sind die mit einem Klappenmechanismus und solche mit einer Federtechnik. Außerdem gibt es Rückschlagventile, die Mithilfe einer Kugel oder eines Konus dicht schließen. Rückschlagventile mit einem Federmechanismus können, sofern die Feder dazu kraftvoll genug ist, auch vertikal eingebaut werden. 

Vor Allem wenn du die Ansaugleitung deiner Gartenpumpe verlängert hast, solltest du auf die richtige Montage der Rückschlagventile achten.

Sonstige Verwendungen für Rückschlagventile 

Gelegentlich wird ein Rückschlagventil auch druckseitig eingebaut. Das macht Sinn beispielsweise bei Tauchpumpen, insbesondere wenn die Schlauchleitung lang ist. Durch das Ventil wird verhindert, dass bei abgeschalteter Pumpe das Wasser aus dem Druckschlauch durch die Pumpe zurück läuft. Die Folge wäre ein leerer Schlauch, der bei jedem Einschalten der Pumpe zuerst frisch aufgefüllt werden muss, bevor Wasser fließt. 

Rückschlagventil Verwendung

Welchen Zweck ein Rückschlagventil erfüllt 

Rückschlagventile sind dazu da, bei ausgeschalteter Pumpe Wasser in den Rohrleitungen statisch halten. Es handelt sich dabei um Spezialarmaturen, die in passender Stärke zur verwendeten Rohrleitung in diese integriert, respektive an deren Ende montiert werden.

Rückschlagventile werden eingebaut, weil: 

  • sie die Geräuschemissionen des Pumpvorgangs deutlich reduzieren. 
  • sie helfen Energie zu sparen.
  • sie die Pumpe schonen und so zu einem Störungsfreien Betrieb beitragen. 
  • sie die Lebensdauer einer Pumpe verlängern. 

Ansaugrohr mit und ohne Rückschlagventil 

Bei Pumpen mit Saugrohr, beispielsweise an Zisternen oder Brunnen, wird mitunter aus Tiefen von mehr als fünf Metern Wasser angesaugt. Ein Saugrohr ist für gewöhnlich großzügig ausgelegt und kann einen Durchmesser von 3/4 Zoll und deutlich darüber aufweisen, insbesondere wenn benzinbetriebene Hochleistungspumpen mit einer Förderleistung von mehr als 1.000 Litern Wasser je Minute installiert sind. Bereits bei einem 3/4 Zoll Saugrohr von nur fünf Metern Länge ist ein Volumen von rund 1,5 Litern vorhanden. 

Wenn das Pumpen lauter als die Pumpe ist

Wird die Pumpe eingeschaltet, ohne dass ein Rückschlagventil vorhanden ist, muss das Wasser aus einer Tiefe von fünf Metern angesaugt werden, damit die ersten Tropfen davon in der Pumpe ankommen. D.h., zuerst wird reichlich Luft angesaugt, nämlich 1,5 Liter, was mit einer beträchtlichen Geräuschentwicklung verbunden ist. Zudem wird am druckseitigen Schlauchende nicht sofort Wasser herausgepresst. Es zischt, spritzt und es dauert eine Weile, bis tatsächlich Wasser so austritt, wie es gemeinhin gewünscht wird. 

Energieverbrauch und Zuverlässigkeit 

Schaltet eine Pumpe täglich mehrfach oder häufig ein, muss bei jedem Pumpvorgang zuerst die Luft in der Leitung weggepumpt werden. Dies hat den Nebeneffekt, sich durch die Luftbläschen und Verwirbelungen Ablagerungen im druckseitigen Schlauch lösen, die in der Regel den Auslass regelmäßig verstopfen. Wird mit der Pumpe eine Beregnungsanlage betrieben, muss diese in kurzen Intervallen gereinigt werden. Überdies wird ohne Rückschlagventil unnötig viel Energie verbraucht, denn die Pumpe soll Wasser transferieren – keine Luft.  Erfahre hier die häufigsten Ursachen dafür, dass eine Gartenpumpe nur Luft zieht.

Verschleiß und Zerstörung der Pumpe

Erheblich gravierender ist aber, dass bei jedem Pumpenstart die Pumpenmechanik trocken anläuft. Wir können dies gut mit einem Auto vergleichen. Bekanntlich sind sogenannte Langstreckenfahrzeuge als Gebrauchtwagen deutlich mehr wert, als der Zweitwagen, der lediglich für den Einkauf im Supermarkt um die Ecke genutzt wurde. Grund dafür ist der Startvorgang des Motors, denn hierbei wird bis zu 80 Prozent des Verschleisses verursacht. Grund dafür ist, dass die mechanischen Teile im Motor nicht mehr mit dem schmierenden Ölfilm bedeckt sind, sobald der Motor für einige Minuten ausgeschaltet ist. Es dauert mindestens eine Motorumdrehung, bis das zuvor herabgelaufene Motoröl wieder alle Komponenten gleichmäßig benässt. 

Verschleiß einer Gartenpumpe

Ein Kurzstreckenfahrzeug mit 20.000 km hat somit tausende dieser verschleißreichen Startvorgänge erlebt. Ein Langstreckenfahrzeug hingegen, weist bei gleicher Kilometerleistung nur einen Bruchteil an Starvorgängen auf. In der Folge ist der Motor kaum verschliessen und bei lediglich 20.000 Kilometern Laufleistung beinahe neuwertig. 

Dies trifft im übertragenen Sinne auch auf Pumpen zu. Hier ist das Gleitmittel nicht Öl, sondern Wasser. Muss die Pumpe bei jedem Start einige Sekunden auf die Ankunft des Wassers warten, ist der Verschleiß der Pumpenmechanik gravierend. Zudem wird die Pumpe nicht vom Start weg gekühlt, was immer wieder zu einer kurzzeitigen Überhitzung führen kann.  

Die Vorteile des Rückschlagventils

Ist ein Rückschlagventil installiert, ist immer Wasser im gesamten Ansaugrohr vorhanden, bis hinein in die Pumpe. Startet die Pumpe, wird: 

  • sofort Wasser gepumpt
  • keine Energie verschwendet
  • die Geräuschentwicklung ist moderat
  • der Auslass und eventuell angeschossene Geräte verstopfen nicht
  • die Pumpe wird optimal gekühlt. 

Nachteile der Rückschlagventile    

Zweifelsohne haben Rückschlagventile ihre Berechtigung und tragen maßgeblich dazu bei, dass Pumpen lange ihren Dienst störungsfrei verrichten. Allerdings müssen diese Ventile regelmäßig kontrolliert und eventuell gewartet oder gar ausgetauscht werden. In der Praxis hat sich gezeigt, dass alle Arten von Einwegeventilen störungsanfällig sind, manche mehr, andere weniger. Klappenventile neigen dazu, zu verklemmen, auszuleiern, oder die Klappe bricht ab, was das Rückschlagventil außer Funktion setzt. Bei den Modellen mit Federmechanismus ermüden meist die Federn oder sie setzen sich fest und das Ventil öffnet nicht mehr. 

Eine Pumpe mit Saugrohr ohne Rückschlagventil betrieben, ist ein sehr hohes Risiko, dass in der Regel damit endet, dass du eine neue Pumpe kaufen musst. Wirst du ein Rückschlagventil kaufen und einbauen, musst du dieses regelmäßig kontrollieren, mindestens zweimal jährlich.  

Gartenpumpe mit Trockenlaufschutz-2

Gartenpumpen mit Trockenlaufschutz – ein wichtiges Kaufkriterium    

Die gängige Meinung, Tauchpumpen brauchen keinen Trockenlaufschutz, ist schlicht optimistisch – und kann richtig teuer werden. Unrichtig ist ebenso die Behauptung, ein Trockenlaufschutz in Gartenpumpen sei nur ein zusätzliches Extra, welches irgendwann kaputt geht und dann repariert werden muss. Warum dir dieser Trockenlaufschutz für Gartenpumpen unnötige Kosten und viel Ärger erspart, erkläre ich dir einfach verständlich im nachfolgenden Info-Report.   

Wenn eine Gartenpumpe trocken läuft…   

Läuft eine Kreiselpumpe trocken, wird die Wasserzufuhr zur Pumpe aus irgendeinem Grunde blockiert, wird auch die Kühlung der Pumpenmechanik unterbrochen. Dies ist der Grund, warum auf allen Pumpen angegeben ist, wie hoch die Maximaltemperatur des Wassers sein darf. Ist dieses zu heiß, kann es seinen Nebenzweck als Kühlmittel nicht erfüllen und die Pumpe überhitzt. 

Kreiselpumpen sind so gebaut, dass sie mit dem Arbeitsmedium Wasser laufen. Wird Wasser gepumpt, erhöht sich im Pumpenkörper der Druck und zwischen dem schnell laufenden Fluid und der Pumpenmechanik kommt es zu einem Wärmeaustausch – der Kühlung. Die Wärme wird insbesondere vom Laufrad erzeugt. Das Mehr an Hitze überträgt sich mit der Zeit auf alle Teile der Pumpe, bis schlussendlich sogar das Pumpengehäuse warm oder heiß ist. 

Für die Abfuhr der entwickelten Wärme wird das zu pumpende Wasser genutzt. Fällt die Wasserzufuhr aus, wird die Luft zum Arbeitsfluid. Luft ist aber in geschlossenen Systemen nicht als Kühlmittel geeignet, da Luft gute Isolationseigenschaften besitzt. Nur wenn permanent große Luftmengen zu- und sogleich wieder abgeführt werden, kann Luft auch als Kühlmittel eingesetzt werden. Beispiele hierfür sind luftgekühlte Verbrennungsmotoren oder innenbelüftete Scheibenbremsen. Folglich erhitzt sich auch die Luft in der Pumpe und es kommt zum Wärmestau. Dadurch wird die Pumpe überhitzt und die Lager, die Welle sowie das Laufrad werden in der Regel beschädigt. Schlussendlich blockiert die Pumpe, weil sich die drehenden Teile festgesetzt haben.

Ein weiterer Aspekt ist, dass Wasser bei voller Pumpenleistung einen genau berechneten Reibungswiderstand aufweist. Dieser wirkt der Bewegung, der Geschwindigkeit des Laufrads entgegen, was im Resultat die Umdrehungszahl der Zirkulationspumpe ergibt, die den besten Wirkungsgrad entfaltet. 

Während eine Pumpe trocken läuft, wirkt die Luft dem Laufrad nicht entgegen. Dementsprechend steigen die Drehzahlen von Motor sowie Kreisel drastisch. Da die Motoren in Pumpen keinen Drehzahlbegrenzer besitzen, können die Motoren überdrehen. Überdies ist die Hitzeentwicklung bei derart hohen Geschwindigkeiten enorm und übersteigt bei Weitem die Temperaturen, für die diese Pumpen ausgelegt sind. 

Ursachen für trockengelaufene Pumpen

Der Teufel ist ein Eichhörnchen, lautet ein altes Sprichwort. Gemeint ist damit, dass du nicht so dumm denken kannst, um alle Pannen, Probleme und Undingbarkeiten vorauszusehen. Die häufigsten Ursachen, warum Zirkulationspumpen trocken laufen und du besser eine Gartenpumpe mit Trockenlaufschutz kaufen solltest sind.

Gartenpumpe trocken Ursache

  • Kein Wasser. In heißen Sommern und trockenen Monaten fallen auch die größte Zisterne und der ergiebigste Brunnengelegentlich trocken. Hängt die Tauchpumpe in der Luft oder das Ende des Ansaugrohrs, wird kein Wasser mehr angesaugt. Wenn deine Gartenpumpe kein Wasser zieht, klicke auf den farblich markierten Link um hier die häufigsten Ursachen herauszufinden.
     
  • Rückschlagventil blockiert (Gefahr ist besonders hoch, wenn der Ansaugschlauch der Gartenpumpe verlängert wurde)
  • Feststoffe angesaugt. Manchmal ist es nur ein Papiertaschentuch oder Dreck, was die Wasserleitung blockiert. Ich hatte aber auch schon einen Frosch und einen dicken Ballen Froschlaich im Ansaugrohr, genau wie einen toten Vogel.
     
  • Ansaugrohr oberhalb des Wasserspiegels gebrochen.  

Was genau passiert, wenn die Gartenpumpe trocken fällt?

Damit du dir ein ungefähres Bild machen kannst, welche Schäden bei einer Gartenpumpe ohne Trockenlaufschutz auftreten können, hier die Abfolge, wie sich die zu hohen Umdrehungen und die entstehende Hitze in der Regel auswirken.  

  • Wahrscheinlich überhitzt zuerst die Dichtung am Laufrad, wodurch Wasserreste in das Motorgehäuse gepresst werden und dort Kurzschlüsse in der Elektronik verursachen.
     
  • Dies geschieht nahezu zeitgleich auch mit der Stopfbuchse, die ebenso durch die hohen Temperaturen versagt.
     
  • Ist keinerlei Wasser mehr in der Pumpe vorhanden, breitet sich die Hitze über die Welle aus, was nach kurzer Zeit zur Zerstörung der Wellenlager führt.
     
  • Versagen die Wellenlager, bricht zumeist die Welle selbst, insbesondere, wenn diese aus Keramik gefertigt wurde.
     
  • In der Folge wirbelt das Laufrad / der Kreisel im Pumpengehäuse unkontrolliert herum, was zu Schrammen, Kerben und mitunter sogar zum Bruch des Pumpenraums führen kann.
     
  • Bleibt der Kreisel in seiner Position, können sich herausgelöste Teile wie Dichtungen oder Ringe in der Mechanik verkanten, was zur Zerstörung des gesamten Laufrades und des Pumpenraumes führen kann.
  • Bei einigen Pumpenmodellen ist konstruktionsbedingt der Abstand von Kreisel und Wand des Pumpenraums sehr gering. Da sich der Kreisel mit steigender Temperatur schneller ausdehnt, können sich die Schaufeln in der Wand eingraben, festfressen.
        
  • Ist die Gartenpumpe mit einem Riemenantrieb ausgestattet, kann der Riemen verrutschen, ausleiern oder verbrennen. Gelegentlich setzt dies eine Wasserpumpe tatsächlich in Brand.
     
  • Ist der Motor durch einen Direktantrieb mit dem Laufrad oder Kreisel verbunden, wird die Antriebseinheit überlastet.
     
  • Zudem kann durch die viel zu hohe Drehzahl der Motor überdrehen und mitunter sogar in Flammen aufgehen.  

Trockenlaufschutz für Gartenpumpen: Technik und Varianten 

Einige Modelle von Gartenpumpen warten bereits mit einem integrierten oder angebauten Trockenlaufschutz auf. Es sind aber auch Trockenlaufschutzsysteme verfügbar, die als Nachrüstsatz angeboten werden. Darüber hinaus gibt es Systeme, die beim Trockenlaufen oder der Überlastung von Pumpen das Gerät abschalten. Diese Modelle sind auch mit einem Alarmgeber erhältlich. Ein solcher Alarm wird immer dann benötigt, wenn mit der Gartenpumpe sensible Systeme betrieben werden, beispielsweise eine Kühlung. 

Trockenlaufschutz Varianten

Der Schwimmerschalter als Trockenlaufschutz für Gartenpumpen  

Bei zahlreichen Modellen von Tauchpumpen ist ein Schwimmerschalter bereits Teil des Lieferumfangs. Schwimmerschalter funktionieren nach einem einfachen mechanische Konzept. Hängt der Schwimmer, in dem ein Schalter eingebaut ist, an der Pumpen herunter, befindet sich also unterhalb der Ansaugvorrichtung, sorgt eine zumeist aus Stahl gefertigte Kugel für das Ausschalten der Pumpe. Steigt der Wasserspiegel, schwimmt der Schwimmer auf. Dadurch rollt die Kugel auf die gegenüberliegende Seite im Schwimmergehäuse, wo sie wiederum den Schalter betätigt, allerdings diesmal, um das Gerät in Betrieb zu setzen. Damit ist der Schwimmerschalter nicht nur ein Trockenlaufschutz, sondern zeitgleich eine Art primitiver Automatik, um Wasser ab einem bestimmten Pegel selbstständig abzupumpen. Ideal im Sickerschacht am Fuße einer Außentreppe, um einlaufendes Regenwasser abzupumpen und so die Kellerräume trocken zu halten.  

Sicherheitsschalter als Trockenlaufschutz für Gartenpumpen

Diese Geräte funktionieren entweder mit einem Differenzschalter oder über kommunizierende Sensoren. Vor allem wenn etwas längere Ansaugleitungen vorhanden sind, eignen sich derartige Systeme sehr gut. Der Differenzschalter oder die Sensoren werden in die Leitung eingebaut. Fällt diese trocken, fehlt das Wasser um Strom zu leiten. Dementsprechend bewirken diese Schutzsysteme das Abschalten der Pumpe. Allerdings funktioniert dieser Trockenlaufschutz nur dann, wenn als wasserführende Leitung solche aus einem nicht elektrisch leitenden Material genutzt werden, beispielsweise aus PVC. Wurde als Ansaugleitung ein Kupferrohr oder ein Stahlrohr verwendet, ist dieses System in der Regel wirkungslos. 

Drucksensor als Trockenlaufschutz für Gartenpumpen

Einige Markenhersteller von Gartenpumpen setzten beim Trockenlaufschutz auf Drucksensoren. Diese können fast immer individuell eingestellt werden. Schaltet die Pumpe ein und es wird nicht binnen weniger Sekunden ein bestimmter Druck erreicht, sorgt der Senorschalter für das sofortige Abschalten der Gartenpumpe. Genau diese sensorisch gesteuerten Druckschalter werden sehr oft bei empfindlichen oder wichtigen Systemen eingesetzt, so auch bei Kühlanlagen oder Mischersystemen. Deshalb können die Mehrheit dieser Modelle mit einer zusätzlichen Alarmvorrichtung gekoppelt werden. Ist kein Wasser zum Pumpen vorhanden, wird das Gerät abgeschaltet und ein optischer und / oder akustischer Alarm wird ausgelöst. 

Überdies werden diese sensorischen Schutzschalter von einigen Herstellern auch mit anderen Sicherheitseinrichtungen kombiniert. Beispielsweise mit einem Sicherheitsventil für die Pumpenmembran, damit kein Wasser austreten kann. 

Drucksensor zum Umrüsten der Gartenpumpe zum Hauswasserwerk

Zugleich lässt sich ein solcher Sensorschalter dazu nutzen, aus einer Gartenpumpe ein Brauchwassersystem zu machen, also quasi eine Hauswasseranlage. Du kannst nämlich auch einen Höchstdruck festlegen. Ist dieser erreicht, wird ebenso die Pumpe abgeschaltet. Schließt du die Förderleitung der Gartenpumpe an das Brauchwassersystem deines Hauses an, funktioniert die Gartenpumpe mit der Sensorsteuerung wie ein Hauswasserwerk und ist davor geschützt, trocken zu laufen.    

Gartenpumpe zum Hauswasserwerk umrüsten

Zum Schutz vor dem Trockenlaufen einer Gartenpumpe einen elektronischen Überlastungsschalter verwenden 

Da das Wasser beim Pumpen die Drehzahl des Laufrades, respektive des Kreisels und des Pumpenmotors verlangsamt, kann die permanente Messung von Stromstärke und Drehzahlen zur Pumpenüberwachung genutzt werden. Dazu werden in die Pumpe Überlastungsschalter eingesetzt. Diese registrieren sofort, erhöht sich die Motordrehzahl oder steigt der Stromverbrauch signifikant an, sobald kein Wasser mehr gepumpt wird. Bei welchen Werten diese Überlastungsschalter die Pumpe außer Betrieb setzen, kann eingestellt werden. 

Anmerkung: Du hast Probleme beim Umbau? Erfahre hier, was du machen kannst, wenn sich deine Gartenpumpe nicht mehr ein- oder ausschalten lässt.

Fazit: Der Trockenlaufschutz bewahrt dich vor großen Reparaturen oder dem Totalverlust deiner Gartenpumpe

Ein Trockenlaufschutz ist in der Tat eine sinnvolle Zusatzausstattung für Gartenpumpen. Du solltest die verhältnismäßig geringe Investition nicht scheuen und unbedingt für deine Gartenpumpe einen Trockenlaufschutz kaufen. Ohne, kann es im Fall der Unterbrechung der Wasserversorgung zu massiven Schäden oder zum Totalverlust deiner Pumpe kommen. Überdies sind die verschieden arbeitenden Systeme trotzdem relativ einfach zu installieren und die Wartung hält sich auch in angenehmen Grenzen. 

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Benzin-Schmutzwasser-Pumpe 3635
Wasserpumpe WP-65 ST
Motorpumpe HMG-BWP-30B
Hersteller
Einhell
Hecht
STAHLWERK
HMG
Fördermenge
12000 l/h
38.000 l/h
60.000 l/h
60.000 l/h
Leistung
1800 Watt
4800 Watt
4800 Watt
5200 Watt
Gewicht
12,25 kg.
23 kg.
24 kg.
23 kg.
Abmessungen
38 x 33 x 40 cm
70 x 59 x 50 cm
50 x 38 x 40 cm
/
Max. Förderhöhe
20 m
32 m
30 m
26 m
Besonderheiten
Sehr dichte Schlauchverbindung
Trotz hoher Leistung sehr leise
Sehr gutes Preis- Leistungsverhältnis
Ölmangelsicherung im 4 Takt Motor
-
-
-
-
300,00 EUR
179,00 EUR
169,00 EUR
259,95 EUR
Einhell Benzin Wasserpumpe GH-PW 18 (1,8 kW, max. 12000 l/h, max. Förderhöhe 20 m, inkl. 2 Schlauchadapter, 1 Saugkorb u. 2 Reduzierungsstücke)
Modell
Benzin Wasserpumpe GH-PW 18
Hersteller
Einhell
Fördermenge
12000 l/h
Leistung
1800 Watt
Gewicht
12,25 kg.
Abmessungen
38 x 33 x 40 cm
Max. Förderhöhe
20 m
Besonderheiten
Sehr dichte Schlauchverbindung
-
300,00 EUR
Hecht Benzin-Schmutzwasser-Pumpe 3635 Motorpumpe für Teich Garten oder Haus (6,5 PS, 38.000 l/h, 2 Zoll Anschluss, Förderhöhe 32 m)
Modell
Benzin-Schmutzwasser-Pumpe 3635
Hersteller
Hecht
Fördermenge
38.000 l/h
Leistung
4800 Watt
Gewicht
23 kg.
Abmessungen
70 x 59 x 50 cm
Max. Förderhöhe
32 m
Besonderheiten
Trotz hoher Leistung sehr leise
-
179,00 EUR
STAHLWERK Wasserpumpe WP-65 ST, Benzin-Motorpumpe, B-Anschluss geeignet, leistungsstarker Motor, verbrauchseffizient und wartungsarm, 7 Jahre Garantie
Modell
Wasserpumpe WP-65 ST
Hersteller
STAHLWERK
Fördermenge
60.000 l/h
Leistung
4800 Watt
Gewicht
24 kg.
Abmessungen
50 x 38 x 40 cm
Max. Förderhöhe
30 m
Besonderheiten
Sehr gutes Preis- Leistungsverhältnis
-
169,00 EUR
Motorpumpe HMG-BWP-30B 5,2kW (7PS)
Modell
Motorpumpe HMG-BWP-30B
Hersteller
HMG
Fördermenge
60.000 l/h
Leistung
5200 Watt
Gewicht
23 kg.
Abmessungen
/
Max. Förderhöhe
26 m
Besonderheiten
Ölmangelsicherung im 4 Takt Motor
-
259,95 EUR

Diesel- und Benzin Pumpen für den Garten 

Fast alle Diesel und Benzin Gartenpumpen im Test werden als Zentrifugalpumpe konzipiert. Unbedingt zu beachten ist, dass dieser Typ Gartenpumpe Kohlenmonoxidemissionen verursacht und demnach nur im Freien betrieben werden sollte. Im Prinzip gleicht die Bedienung dieser
Gartenpmpen der eines Benzinmähers. Der Motor benötigt Öl und es muss der entsprechende Kraftstoff im Tank vorhanden sein. Gestartet werden diese Benzinmotorpumpen im Vergleichstest im Normalfall mit dem Seilzug, wobei komfortablere Modelle bereits über einen Elektrostarter verfügen, dafür deutlich schwerer sind. 

Benzingartenpumpen im Testbericht werden in verschiedensten Ausführungen hergestellt. 

Diesel- und Benzinpumpen Anwendungsgebiete

Als Wassertransferpumpe

Müssen große Wassermengen bewältigt werden, wie in Überschwemmungsregionen oder beim Auffüllen eines Wassertanks für die Feldbewässerung, sind die Benzinpumpen im Test ideal. Diese Geräte bewältigen in der Regel mehr als 30.000 Liter je Stunde, wobei großvolumige Schläuche genutzt werden. So ist ein nur geringer Druck notwendig, der ja auch bei der Entwässerung von Baustellen oder übergelaufenen Kellern nicht erforderlich ist. Auf unsere Webseite kannst du dich übrigens auch ausführlich über Entwässerungspumpen informieren.

Als Poolpumpe sind diese Gartenpumpen jedoch nicht geeignet!

Feuerlöschpumpen 

Um aus einer beliebigen Wasserentnahmestelle zu fördern und das Wasser mit hohem Druck bereitstellen zu können, wurden Feuerlöschpumpen entwickelt. Mit dieser Art Gartenpumpe aus diesem Produktvergleich lässt sich Wasser entnehmen aus: 

  • Bächen und Flüssen
  • Teichen, Seen und Staudämmen
  • einem Pool
  • einer Zisterne oder dem Brunnen

Wie der Name vermuten lässt, werden derartige Benzinpumpen bevorzugt von Feuerwehren genutzt. Außerdem sind diese mit Kraftstoff betriebenen Gartenpumpen ideal:

  • für die Sprühbewässerung auf Feldern.
  • zum Reinigen von Maschinen oder Gebäuden mit hohem Druck. 
  • zum Waschen von großen Objekten, beispielsweise von Schiffen und Booten. 

Schlamm- oder Schmutzwasserpumpen

Zum Pumpen von verunreinigtem Wasser mit Schwebeteilchen bis zu 50 mm werden mit Benzin betriebene Schmutzwasserpumpen angeboten. Diese Geräte aus diesem Vergleichstest sind auch mit einem vorgesetzten Häckselwerk erhältlich, welches größere Teile wirkungsvoll zerkleinert. Selbst schlammiges Wasser kann mit diesen kraftvollen Gartenpumpen transferiert werden. 

Allerdings hat dies seine Grenzen. Muss breiiges, sehr dickflüssiges Schlammwasser abgepumpt werden, benötigst du wahrscheinlich eine Membranpumpe, die mehr nach dem Konstruktionsprinzip eines Staubsaugers funktioniert.

Hinweis: An Sondermodellen für die Benzinmotorpumpen im Vergleich, gibt es neben den Membranpumpen auch noch chemische Transferpumpen, Sumpfpumpen und Tauchpumpen, die allesamt für gewöhnlich nur bei Spezialverwendungen zum Einsatz kommen und somit auch entsprechend kostspielig sind.  

5 Dinge, die beim Kauf einer Benzin Wasserpumpe zu beachten sind!

Damit du dich für eine für dich ideale Gartenpumpe beim Kauf entscheidest, solltest du fünf Punkte beachten. Die Kaufentscheidung, sprich die Wahl deiner neuen Benzin Gartenpumpe aus diesem Produkttest fällt dir einfacher, wenn du eine kurze Liste anlegst. Schreibe auf, welche Leistungsmerkmale du von der Benzinmotorpumpe erwartest. Zu beachten sind im Allgemeinen: 

Benzinpumpe Kaufkriterien

1. Die Durchflussrate/Fördermenge 

Willst du eine benzinbetriebene Wasserpumpe kaufen, solltest du wissen, wie viel Wasser du tatsächlich benötigst. Auf den Typenschildern und in der Bedienungsanleitung der Gartenpumpen ist angegeben, wie viele Liter Wasser je Minute oder je Stunde gefördert werden können. Benzinmotorpumpen gehören zu den stärksten Gartenpumpen überhaupt. 300 Liter je Minute werden bereits von den kleinsten Modellen bewältigt. Durchschnittlich liegt die Förderleistung aber erheblich höher, denn rund 1.500 Liter je Minute sind beinahe der Normalfall. 

Merke: Die Durchflussrate ist diejenige Menge Wasser, die von einer Pumpe maximal gefördert werden kann, ohne dass dabei ein Höhenunterschied zu bewältigen ist. 

Dass heißt, wir sprechen hier von Pumpen, die in einer Stunde zwischen 20.000 und 250.000 Liter Wasser transferieren können, teilweise auch darüber. Mit solchen Hochleistungspumpen lässt sich ein regulärer Tanklaster als Sattelschlepper bequem in einer Stunde befüllen. 

Diese Kapazität ist ausreichend, um bei Erdbauarbeiten die Ausschachtung trocken zu halten, überflutete Keller zu entleeren oder große Felder zu bewässern. Für den Heimgebrauch sind derartige Pumpen oftmals überdimensioniert, denn bereits nach wenigen Minuten ist die Zisterne leer und der Garten überflutet. Deshalb solltest du mit Umsicht an den Kauf einer Benzingartenpumpe aus diesem Test gehen und ein Modell auswählen, welches dich nicht in Unmengen von Wasser ertrinken lässt.  

2. Einlassgröße

Die Einlassgröße oder Durchflussgröße geht Hand in Hand mit der Durchflussrate. Tragbare Pumpen mit Benzinmotor werden generell mit einer Einlassgröße von 1 Zoll bis zu 6 Zoll, Hochleistungspumpen auch mit größeren Durchlässen gefertigt. Die Pumpentechnik unterscheidet sich dabei nicht von der normaler Gartenpumpen. Der Größenunterschied beim Einlass bewirkt lediglich, dass größere Pumpen eine Aufgabe deutlich schneller erledigen. 

Sollst du beispielsweise einen Teich entleeren, kannst du dazu quasi jede geeignete Gartenpumpe einsetzen. Nutzt du aber eine 4-Zoll-Transferpumpe, ist diese mit der Arbeit auch viermal schneller fertig, als eine 1-Zoll-Transferpumpe. Dies ist nicht nur ein Zeit- sondern insbesondere ein Kostenfaktor. Da die 4-Zoll-Transferpumpe lediglich ein Viertel an Arbeitszeit benötigt, ist der Diesel- oder Benzinmotor auch nur ein Viertel der Zeit in Betrieb. Das reduziert die Zahl der Betriebsstunden um rund 75 Prozent und damit den Verschleiß sowie den Kraftstoffverbrauch.  

3. Maximale Förderhöhe

Die maximale Förderhöhe ist ein Leistungsmerkmal einer jeden Gartenpumpe. Der vom Hersteller ermittelte Wert wird zumeist bereits auf dem Typenschild vermerkt, ist aber immer in der Bedienungsanleitung und auf der Website des Herstellers nachlesbar. Gemessen wird dabei der Höhenunterschied vom Ende des Saugrohrs bis zur maximalen Höhe des Druckschlauches, solange aus diesem noch Wasser austritt. Bei hochwertigen Tauchpumpen entfällt die Höhe des Saugrohres, sodass nur die Höhe des druckseitigen Schlauches gemessen wird. 

Beispiel: Bei einer Gartenpumpe kann sich die maximalen Förderhöhe von 50 Metern aus einem Saugrohr von 8 Metern und einer Druckhöhe / Pumpenhöhe von 42 Metern zusammensetzen. Ist der Höhenunterschied von 50 Metern zwischen dem Wassereinlass des Saugrohres und dem Wasserauslass am Ende des Druckschlauches erreicht, tritt hier Wasser nur noch tropfenweise aus. Das bedeutet, dass dann die Durchflussmenge nahe oder gleich Null ist, denn je höher eine Pumpe Wasser pressen muss, desto geringer wird die Durchflussrate.  

Deshalb ist es wichtig, dass du beim Kauf der Benzingartenpumpe den zu bewältigende Höhenunterschied beachtest. 

Musst du aus 4 Metern Tiefe aus deinem Brunnen oder der Zisterne Wasser ansaugen und dieses dann einen 20 Meter hohen Hang hinaufpumpen, kommt bei einer Gartenpumpe mit 24 Metern maximaler Förderhöhe oben kein Wasser mehr an. Soll heißen, die Förderhöhe der Gartenpumpe muss immer deutlich größer sein, als der zu bewältigende Höhenunterschied. Dies gilt ganz besonders dann, wenn am Ende des Schlauches ein bestimmter Druck vorhanden sein muss, beispielsweise um eine Beregnungsanlage zu betreiben. 

4. Förderdruck

Welcher Druck muss vorhanden sein, wenn das Wasser am Ende des Druckschlauches austritt? Ist der Druck entscheidend, beispielsweise bei der Brandbekämpfung oder der automatischen Bewässerung, muss der Förderdruck berechnet werden. Allerdings wird genau dieser Wert in der Regel von den Herstellern nicht angegeben, weil variabel. Dahinter steckt, dass der Förderdruck sinkt, je höher das Wasser zu pumpen ist, weshalb eine präzise Angabe kaum möglich ist. Allerdings stellen einige Hersteller Leistungskurven bereit, aus denen der Förderdruck bei unterschiedlichen Förderhöhen ablesbar ist.  In unserem Tauchdruckpumpen Test findest du übrigens eine Übersicht der besten Modelle.

Um die Druckstufe individuell zu berechnen, ziehst du die maximale Förderhöhe heran. Ein Meter Förderhöhe entspricht in etwa einem Druck von 1,42 psi. Weist das Typenschild der Benzinmotorpumpe eine maximale Förderhöhe von 50 Metern aus, baut die Gartenpumpe einen Druck von rund 71 psi auf. 

Beispiel: Ein handelsüblicher Gartenschlauch verträgt rund 20 bar. Die Pumpe zeigt eine maximale Förderhöhe von 80 Metern. Die Pumpe muss das Wasser aus einer Zisterne in 5 Metern Tiefe ansaugen und druckseitig einen Anstieg von ebenfalls 5 Metern bewältigen. 

Dort angekommen, ist ein Druck von mindestens 5 bar notwendig, um die Beregnungsanlage in einem Gewächshaus betreiben zu können. 

Die Mathematik: 

80 M – 5 M (Zisterne) – 5 m (Hang) = 70 m

70 m x 1,42 (Umrechnungsfaktor in psi) = 99,4 psi

99,4 psi x 0,0689476 (Umrechnungsfaktor psi in bar) = 6,853389 bar

Es kommt demnach Wasser mit einem Druck von rund 6,8 bar am Gewächshaus an, ausreichend um die Beregungsanlage zu aktivieren. Es sollte dich nicht irritieren, dass in der Realität der Wasserdruck beim Austritt etwas geringer ist, als mathematisch berechnet. Dies liegt daran, dass der Druck durch den Reibungsverlust im Schlauch minimal sinkt, stärker, wenn zahlreiche Kurven und Schleifen vorhanden sind. Bei Schlauchlängen von bis zu 25 Metern ist dies kaum spürbar, kann aber bei längeren Schläuchen zum Problem werden. 

Hinweis: Allgemeinen haben Transferpumpen eine geringere Druck-Kapazität, können jedoch enorme Wassermengen fördern. Brandbekämpfungspumpen sind für einen hohen Druck konzipiert, wobei zeitgleich die Durchflussmenge deutlich geringer als bei einer Transferpumpe mit gleicher Leistungsaufnahme ist.

5. Art des gepumpten Wassers 

Welche Art von Wasser soll gepumpt werden? Transferpumpen und Feuerlöschpumpen sind ideal für das Pumpen von Klarwasser. Ist das Medium allerdings verdreckt, es sind Schwebstoffe enthalten, dann solltest du unbedingt eine Schmutzwasserpumpe kaufen. Dies gilt insbesondere für Baustellen, wo häufig Sand und kleinste Steine von der Pumpe aufgesaugt werden. Schmutzwasserpumpen besitzen ein erheblich robusteres Innenleben. Zwar können die meisten Klarwasserpumpen auch etwas verdrecktes Wasser aufnehmen, allerdings in der Regel nur für kurze Zeit und auf Kosten der Lebenserwartung. Gerät Sand in eine Klarwasserpumpe, sieht die Mechanik schnell so aus, als wäre sie mit einem Sandstrahlgerät bearbeitet worden. Häufig wird die Gartenpumpe undicht, die Lager versagen ihren Dienst und der Kreisel setzt sich fest. 

Ist vor Ort extrem schlammiges Wasser vorhanden, quasi ein zähflüssiger Brei, hilft auch die Schmutzwasserpumpe nicht mehr. Für derartige Extremfälle empfehle ich dir eine Membranpumpe.  

Achte darauf, dass deine Gartenpumpe über einen Trockenlaufschutz verfügt.

Allgemeiner Ratschlag für den Kauf einer Benzinmotorgartenpumpe 

Es ist eine Weisheit, die eigentlich auf fast jede Kaufentscheidung anzuwenden ist, insbesondere dann, wenn hohe Leistungen und eine lange Nutzungsdauer gefordert sind – egal um was es sich beim Kauf handelt. 

Aber gerade bei bei Gartenpumpen mit Diesel- oder Benzinmotor als Antrieb, spielt die Qualität der Einzelkomponenten eine ungemein wichtige Rolle. Gemeint ist damit, dass die Pumpe selbst hochwertig sein muss, genau wie der sie antreibende Motor. Bei Billigmodellen ist es in der Vergangenheit vorgekommen, das der Tank undicht wurde und dadurch die gesamte Gartenpumpe in Flammen stand. Oder der Motor versagte bereits nach wenigen Betriebsstunden seinen Dienst. Hochwertige Benzingartenpumpen von namhaften Herstellern haben über dies den Vorteil, dass ein enges Servicenetz vorhanden ist, und Ersatzteile sind fast immer sofort abrufbar.  

Die Alternative zu übergroßen Benzinmotorpumpen 

Du hast in unserem Test Benzinmotorpumpen mit exzellenter Leistung, leichter Bedienbarkeit und in vorzüglicher Qualität gefunden – allerdings sind die Fördermengen aller Modelle zu hoch für deinen individuellen Gebrauch? 

Alternativen zur Benzinpumpe

Keine Sorge, es gibt eine sehr gute Alternative, die obendrein nachhaltig, auf Dauer kostengünstig und umweltschonend ist. 

Für Fördermengen von 5.000 bis 20.000 Litern je Stunde sind Elektropumpen mit solarer Energieversorgung ideal. Diese Pumpen sind wie die Benzinmotorpumpen standortunabhängig, sodass du sie überall einsetzen kannst – ganz ohne Netzanschluss. 

Außerdem kannst du eine 220 Volt Pumpe verwenden, wozu ein Spannungswandler notwendig ist. Oder du entscheidest dich dazu, gleich eine 12 Volt Gartenpumpe zu kaufen. Dann benötigst du lediglich:

  • die 12 Volt Pumpe selbst
  • ein Solarpanel / Photovoltaik
  • ein Steuergerät mit Spannungsregler
  • eventuell eine Batterie als Energiespeicher

Die Kosten bei der Anschaffung sind für ein solch solares Pumpensystem zweifelsfrei höher, als der Kauf einer Benzinmotor Gartenpumpe. Allerdings entfallen nach der Anschaffung die Kosten für den jeweiligen Kraftstoff, egal ob Diesel oder Benzin. Deshalb amortisiert sich der Kauf der Solargartenpumpe sehr schnell, abhängig davon, wie oft die Pumpe eingesetzt wird. Detaillierte Informationen zum Thema Solargartenpumpe findest du im Artikel „Sind solar betriebene Gartenpumpen sinnvoll?“

 

Gartenpumpe solarbetrieben

Sind solar betriebene Gartenpumpen sinnvoll?

Solarenergie ist im Vormarsch. Doch macht es tatsächlich Sinn, eine Gartenpumpe direkt mit einer Photovoltaik Anlage zu betreiben?   

Es mag sich ein wenig befremdlich anhören, wenn jemand seine Gartenpumpe mit Strom aus einer separaten Photovoltaik Anlage betreibt. Aber nur auf den ersten Blick! 

Beim Licht konnten signifikante Energieeinsparungen ermöglicht werden. So von der Glühbirne aus vergangenen Tagen mit 100 Watt, auf eine LED-Leuchte mit gleicher Lichtstärke, aber einer Leistungsaufnahme von unter 10 Watt. Oder bei Motoren, denn ein Auto mit 100 PS hat früher deutlich über 10 Liter je 100 Kilometer verbraucht.

Gegenwärtig sind um 7 Liter der Durchschnitt oder das Fahrzeug wird sogar elektrisch betrieben. Auch bei Gartenpumpen ist die Entwicklung nicht stehengeblieben. Bessere Materialien, verfeinerte Techniken und eine effizientere Energieausnutzung unterscheiden moderne Gartenpumpen von ihren Vorgängermodellen. In meinem Gartenpumpen Test, siehst du übrigens einen Vergleich der besten Gartenpumpen.

Trotz allem nehmen leistungsfähige Pumpen im Garten noch immer mindestens 50 Watt auf, meist sogar erheblich mehr. Deshalb ist die Frage berechtigt, ob eine Gartenpumpe direkt mit einer autarken Mini-Solaranlage betrieben werden sollte. Vor Allem bei Gartenpumpen mit verlängerter Ansaugleitung reicht die erzeugte Energie der Solaranlage häufig nicht aus.

Möglichkeiten zum Solarbetrieb von Gartenpumpen

Im Handel werden bereits Pumpen mit solarer Energieversorgung als Komplettsystem angeboten. Allerdings handelt es sich dabei in der Regel um kleinere Springbrunnen und Wasserspiele. Diese sind nützlich, soll das Wasser im Gartenteich mit mehr Sauerstoff versorgt werden. Überdies sind die Solar Teichpumpen ein Blickfang. Auch abends, denn es werden Modelle hergestellt, bei denen auch ein Lichtspiel integriert ist. Diese Varianten verfügen über einen eigenen Akku, sodass die Fontänen und das Licht über Stunden nach Sonnenuntergang noch funktionieren. 

Solarbetriebene Pumpen Einsatzmöglichkeiten

Andere Teichpumpen besitzen keinen Energiespeicher, arbeiten demnach auch nur, wenn die Sonne am Himmel steht. Im Prinzip bestehen diese solar betriebenen Wasserspiele aus einer Pumpe, einem Solarpanel und einem Spannungsregler, eventuell auch aus einem Akku. Über den Kollektor wird die Sonneneinstrahlung in elektrische Energie umgewandelt. Je nach Intensität der Sonne, liefert das Panel eine leicht unterschiedliche Spannung. Damit die Pumpe keinen Schaden nimmt, begrenzt der Spannungsregler die Voltzahl. Ist ein Akku vorhanden, wird dieser mit der überschüssigen Energie aufgeladen. 

Für größere Gartenpumpen ist eine etwas aufwendigere Energieversorgung notwendig. Erfahre hier genaueres zur richtigen Installation von Gartenpumpen.  Zudem gibt es mehrere Wege, eine Gartenpumpe direkt mit Photovoltaik zu betreiben. 

220 Volt Gartenpumpe mit Inverter solar betreiben    

Willst du eine handelsübliche Gartenpumpe vom Stromnetz nehmen und mit Solarenergie versorgen, stehen dir im Prinzip zwei Installationsmöglichkeiten zur Auswahl. Diese beiden Varianten unterscheiden sich lediglich dadurch, dass sie mit oder ohne Energiespeicher arbeiten. Verzichtest du auf die Solarbatterie, was im Normalfall eine spezielle Gelbatterie ist, kannst du die Gartenpumpe nur tagsüber in Betrieb nehmen. Außerdem ist die Leistung der Pumpe bei sehr schlechtem Wetter eventuell eingeschränkt. 

Ein solches System besteht aus: 

  • einer handelsüblichen Gartenpumpe mit einer Stromaufnahme von 220 Volt
  • einem Solarpanel.
  • einer Steuereinheit mit Spannungsbegrenzer.
  • einem leistungsstarken Inverter, auch als Spannungswandler bekannt.
  • eventuell einer Gelbatterie als Energiespeicher.

Solarpanel, Inverter, Batterie und Laderegler an die Gartenpumpe anschließen

Das Solarpanel sollte mindestens die doppelte, besser die dreifache Leistung erzeugen, wie die Gartenpumpe aufnehmen kann, wenn du auf die Batterie als Energiespeicher verzichtest. Soll heißen, steht auf dem Typenschild deiner Gartenpumpe 100 Watt, sollte das Solarpanel mindestens 200 Watt, besser 300 Watt liefern können. Gründe dafür sind:

  • Die Sonne steht nicht immer im optimalen Winkel zum Kollektor, was die Lieferleistung des Panels mindert. 
  • Der Himmel ist nicht permanent wolkenlos.
  • Die Gartenpumpe soll auch bei schwächerer Sonneneinstrahlung am Morgen und nachmittags betrieben werden können.
  • Der Pumpenmotor nimmt beim Anlaufen deutlich mehr Strom auf, als die Nennleistung vorgibt. 

Auch mit Batterie ist es notwendig, dass das Solarpanel mindesten 50 Prozent mehr Energie liefert, als die Gartenpumpe verbraucht. 

Das Solarpanel wird mit der Kontrolleinheit verbunden, in welcher ein Laderegler die Spannung beschränkt. Dies ist notwendig, denn ein Solarpanel für ein 12-Volt-System liefert zwischen 15 und 18 Volt, was unbegrenzt jede Batterie und jeden Pumpenmotor beschädigen würde. Bei einem 12 Volt-System wird die Spannung auf knapp 14 Volt reduziert, bei einem 24 Volt-System auf rund 27 Volt. Das Funktionsprinzip ist verwandt mit dem Laderegler für den Batteriestrom in deinem Auto und der Spannungsbegrenzung bei Batterieladegeräten. 

Für gewöhnlich wird von der Kontrolleinheit zunächst die Batterie aufgeladen. Dabei handelt es sich um eine auf Dauerleistung konzipierte Gelbatterie, die in moderner, qualitativ hochwertiger Version etwa 10 bis 15 Jahre ihren Dienst verrichtet. 

Tipp: Du kannst aber auch eine ausgediente aber noch funktionstüchtige Autobatterie verwenden, zumindest vorübergehend. Achte aber darauf, dass diese nicht heiß wird. Sollte dies dennoch der Fall sein, ist die Batterie sofort von der Stromzufuhr zu trennen, denn es droht Explosionsgefahr. 

Die Batterie versorgt einen Inverter mit Spannung. Verzichtest du auf den Energiespeicher, führen die Stromleitungen von der Kontrolleinheit direkt zum Inverter. Dieser Inverter wandelt eine 12 Volt oder 24 Volt Gleichspannung in 220 Volt Wechselspannung mit 50 Hz um. Für eine Gartenpumpe mit bis zu 100 Watt Nennleistung sollte wegen des erhöhten Anlaufstroms ein Spannungswandler / Inverter mit einer Leistung von mindesten 1.500 Watt gewählt werden. Inzwischen werden derartige Spannungswandler mit Kapazitäten von 10.000 Watt und darüber angeboten, sodass auch leistungsstärkere Gartenpumpen mit solarer Energie versorgt werden können.  

 Gleichstrompumpen für den Garten   

Eine sehr gute Alternative sind Gleichstrompumpen. Diese Gartenpumpen werden zumeist als Tauchpumpen, aber auch als Schmutzwasserpumpen angeboten. Zudem sind diese Pumpen oftmals mit Motoren erhältlich, die mit 12, 24, 36 oder 48 Volt gespeist werden können. 

Gleichstrompumpe für den Garten

Die Installation erfolgt exakt wie bei der 220 Volt Gartenpumpe, mit der Ausnahme, dass kein Inverter /Spannungswandler benötigt wird. 

Entgegen allen Vorurteilen sind Gleichstrompumpen überaus leistungsstark. Eine gute, relativ kleine 50 Watt Tauchpumpe mit 12 Volt-Motor bringt es auf mehr als 7.000 Liter Fördermenge je Stunde. Dabei werden Förderhöhen von bis zu 8 Metern erreicht. In manchen Situationen kann es vorkommen, dass die Pumpe kein Wasser, sondern nur Luft zieht. Mit einem Klick auf den farbigen Link kommst du zu einem Ratgeber Artikel, der dir genau erklärt, was die Gründe für dieses Problem sind und wie du dieses lösen kannst. 

Einsatzgebiete für solar betriebene Gartenpumpen 

In der Regel wird eine Gartenpumpe auf Solarbetrieb umgerüstet, um die Stromkosten zu senken. Das macht Sinn, wenn die Pumpe täglich für mehrere Stunden betrieben wird, zumindest im Sommer. Darüber hinaus besitzt die solare Gartenpumpe einige Vorzüge gegenüber einer Pumpe mit Netzanschluss, angefangen mit der kostenfreien Stromversorgung. Die Gartenpumpe mit Energieversorgung via Photovoltaik ist zudem ortsungebunden und kann so überall eingesetzt werden. 

  • In Überschwemmungsgebieten, wo in der Regel die Stromzufuhr abgeschaltet wird.
  • In Kleingärten ohne festen Stromanschluss.
  • Auf großen Grundstücken mit mehreren Wasserentnahmestellen.
  • In Jagd- oder Berghütten, die vom nächsten Bach etwas entfernt angesiedelt sind. 

Mein Fazit:

Bei Pumpen ab einer Größe von 50 Watt kann sich die Investition in eine autarke Mini-Solaranlage lohnen. Insbesondere dann, wenn die Pumpe täglich für einen längeren Zeitraum betrieben wird. Zudem ist die uneingeschränkte Mobilität ein wichtiger Faktor, der beim Kauf einer Solar-Gartenpumpe zu berücksichtigen ist. Du kannst deine vorhandene 220 Volt Gartenpumpe weiterverwenden und lediglich mit dem Solarsystem ergänzen. Du hast aber auch die Wahl, auf eine Gleichstrompumpe umzustellen, was dir beim Kauf des Solarsystems die Ausgaben für den Spannungswandler erspart. Zudem ist die Solar-Gartenpumpe der ideale Ersatz für eine Benzingartenpumpe. Bei den derzeit hohen Kraftstoffkosten amortisiert sich die Investition schnell. Zudem ist die solare Gartenpumpe erheblich leiser, als jede mit Kraftstoff betriebene Pumpe für den Garten. Dadurch fällt es einem auch deutlich leichter die Pumpe unauffällig im Garten zu „verstecken“.

Vorfilter Gartenpumpe montieren

Vorfilter an der Gartenpumpe richtig montieren

Durch einen Vorfilter erhöht sich die Lebenserwartung einer Gartenpumpe, aber nur, wenn der passende Filter richtig montiert wird.  

Bei einer Gartenpumpe sollte es generell nie die Frage gestellt werden, ob ein Vorfilter zu installieren ist. 

Schon feinste Sandkörner verursachen selbst  hochwertigen Gartenpumpen bereits Schäden, die die Lebenserwartung des Gerätes erheblich verkürzen. Beim Ansaugen werden alle Schwebstoffteilchen derart beschleunigt, dass diese wie Meteoriten auf einer Planetenoberfläche einschlagen.

Sind zahlreiche dieser Teile im Wasser enthalten, sieht das Innenleben der Gartenpumpe binnen kurzer Zeit aus, als wäre es mit dem Sandstrahler malträtiert worden. Bei stark mit Schwebstoffen belastetem Wasser ist es deshalb ratsam, keine Klarwasserpumpe einzubauen, sondern auf eine Schmutzwasserpumpe auszuweichen. Diese Pumpen besitzen ein speziell Innenleben, zu dem auch besonders gehärtete Metallkomponenten gehören.

Schwimmen sogar größere Teile im Wasser, sollten Schmutzwasserpumpen mit Häckselwerk zum Einsatz kommen. Diese Pumpenmodelle wurden durch eine Art Schredder ergänzt, der auch etwas größeres Treibgut in kleine Stücke verwandelt. Allerdings ist dann am Ende des Gartenschlauchs ein großer Auslass notwendig, denn die normalen Gartendüsen würden binnen Minuten verstopfen. In folgendem Artikel erfährst du mehr über die Fachgerechte Installation von einer Gartenpumpe.

Vorfilter für Klarwasserpumpen 

Grundsätzlich kommen bei Zisternen, Brunnen oder Wassertonnen Klarwasserpumpen als Gartenpumpe zum Einsatz. Eine berechtigte Frage bei dieser Art von Gartenpumpen ist, welcher Filter mit welcher Kapazität zu installieren ist. Die für den Gärtner wichtigsten Filtertypen sind:

  • Schwebstoff- / Partikelfilter
  • Eisenfilter 

Beim Eisenfilter handelt es sich um eine besondere Bauart, die relativ selten benötigt wird. 

Vorfilter für Klarwasserpumpen

Allerdings: Hast du festgestellt, dass in deinem Garten die meisten Pflanzen eher schlecht gedeihen, nur wenige dafür um so besser, dann solltest du eine Wasseranalyse durchführen lassen. Oft ist das Grundwasser, sprich Brunnenwasser stark eisenhaltig. In Extremfällen lässt sich dies bereits an der Farbe des Wassers erkennen. Lässt du eine Pfütze Wasser in einem Eimer einen Tag lang stehen und du findest dann statt klarem Wasser eine braune Brühe vor, kannst du von einer hohen Eisenbelastung im Brunnenwasser ausgehen. Das mögen einige Pflanzen nicht so gerne, weshalb die Eisenpartikel im Wasser reduziert werden müssen. 

Eisenfilter 

Ein Eisenfilter ist in der Regel kaum von einem Partikelfilter zu unterscheiden. Auch der Eisenfilter hält Schwebstoffe zurück. Obendrein bindet er durch starke Magneten das Eisen, dessen Anteil so im Wasser reduziert wird. Dieses zusätzliche Bauteil im Wasserversorgungssystem muss häufiger gereinigt werden, abhängig davon, wie hoch die Eisenbelastung des Wasser ist. Grund dafür ist, dass die Magneten nur eine bestimmte Menge Eisen binden können. Ist deren Kapazität überschritten, kann nachfolgendes Eisen ungehindert passieren. 

Partikelfilter –  Schwebstofffilter 

Für Gartenpumpen werden in der Hauptsache zwei Filtertypen als Schwebstofffilter angeboten. Gebräuchlich ist der Vorfilter, der mit einer Membran ausgestattet ist. Diese Membran besteht vorzugsweise aus einer dünnen Platte rostfreiem Stahl, in die winzige Löcher gestanzt wurden. Enthält der Vorfilter eine auswaschbare oder austauschbare Kartusche, handelt es sich fast immer um einen sogenannten Feinfilter. Mit dieser Konstruktion können bis zu 99% aller Schwebstoffe aus dem Wasser entfernt werden. Feinfilter werden zumeist nur dann eingesetzt, wenn mit dem Wasser aus Zisterne oder Brunnen auch die Toilettenspülung, die Waschmaschine und der Geschirrspüler versorgt werden sollen.  

Optimale Filterkapazität auswählen 

Der häufigste Fehler bei der Auswahl des Vorfilters für eine Gartenpumpe hängt mit der Durchflussmenge je Stunde zusammen. Je höher die Filterkapazität eines Partikelfilters ist, desto größer ist dieser. Grund dafür ist, dass nur über eine entsprechend großflächige Membran auch größere Wassermengen gereinigt werden können. Oft ist den Käufern der Vorfilter zu groß oder zu kostspielig. Deshalb fällt die Kaufentscheidung oft zugunsten eines kleineren Modells mit geringerer Durchflussmenge, was fatale Folgen haben kann. Das wird an einem zugegeben krassen Beispiel deutlich (um diesen Fehler zu vermeiden, solltest du unseren Artikel über die „Ideale Leistung einer Gartenpumpe“ durchlesen): 

Optimale Filterkapazität

Die Wasserpumpe hat eine Kapazität von 10.000 l/h.

Der Vorfilter kann lediglich 5.000 l/h reinigen. Besteht das Verbindungsstück zwischen Vorfilter und Gartenpumpe aus einem relativ weichen Schlauch, wird dieser durch die Pumpe platt gesaugt, es fließt kein Wasser mehr, die Pumpe überhitzt und wird zerstört. Ist die Differenz der Kapazitäten von Gartenpumpe und Vorfilter weniger krass, muss die Pumpe noch immer gegen den Vorfilter ankämpfen, was zum frühzeitigen Verschleiß der Gartenpumpe führt. Überdies kann es passieren, dass durch den erheblichen Druckunterschied die Membrane beschädigt wird und somit der Vorfilter seine Funktion verliert.

Vorfilter für Gartenpumpen etwas großzügiger bemessen  

Es sollte immer ein Vorfilter gewählt werden, der mindestens die Menge an Wasser reinigen kann, die als Fördermenge auf der Pumpe angegeben ist. In der Praxis hat es sich bewährt, den Vorfilter um 10% bis maximal 25% größer zu wählen. Grund dafür ist, dass beim Filtern des Wassers die Membrane zusehends verstopft. Je mehr Wasser gefiltert wird, desto geringer wird demnach die Durchflussmenge. Wird der Filter nicht in kurzen Abständen gereinigt, kann sich die Kapazität eines Vorfilters um 50% und mehr verringern, je nach Verschmutzungsgrad des Wassers und Dauer des Einsatzes ohne Reinigung. 

Aus meiner Zisterne saugt eine Gartenpumpe mit einer Förderleistung von 7.500 l/h das Wasser an. Dazu habe ich einen Vorfilter eingebaut, der 9.000 l/h reinigen kann. Den Filter selber muss ich im Durchschnitt alle 14 Tage säubern, damit die Gartenpumpe permanent ausreichend gereinigtes Wasser ansaugen kann.   

Schrittweise Einbaueinleitung für Vorfilter an einer Gartenpumpe

Es sind nur einige wenige Punkte, die bei der Installation eines Vorfilters an einer Gartenpumpe zu beachten sind. Allerdings sind diese essentiell, denn andernfalls kann das System den Dienst versagen oder die Pumpe wird beschädigt. 

Vorfilter Einbauanleitung

Schritt 1 

Wie immer bei Arbeiten an elektrischen Anlagen, so auch bei der bloßen Installation eines Vorfilters: Das System stromlos schalten / den Netzstecker ziehen. 

Schritt 2

Verbinde zuerst den Vorfilter mit der Gartenpumpe, wozu ein hochwertiger Gartenschlauch bestens geeignet ist. Einige Geräte besitzen spezielle Kupplungen, andere nur ein Aufsatzstück. Ja nach Ausführung benötigst du entweder Schlauchschellen oder Teflonband, um die Verbindung sicher abzudichten. Dies ist unter anderen auch wichtig, wenn du mit deiner Gartenpumpe ein Wasserbett entleeren möchtest.

Achtung: Bemesse das Verbindungsstück zwischen Vorfilter und Gartenpumpe nicht zu großzügig. In der Praxis hat es sich als vorteilhaft erwiesen, den Filter möglichst nahe am Gerät anzubringen. Grund hierfür ist, dass so in der Regel der Filter bequem zu reinigen ist, weil leicht erreichbar. 

Schritt 3 

Schließe nun den Vorfilter auf geeignete Weise am Saugrohr oder dem Saugschlauch an. Achte darauf, dass die Verbindung dicht ist, damit die Gartenpumpe keine Luft ansaugen kann. Die Durchflussrichtung ist übrigens für gewöhnlich durch Pfeile gekennzeichnet, die entweder auf der Kupplung oder gleich daneben angebracht sind. 

Schritt 4

Fülle nun zuerst das Saugrohr / den Saugschlauch mit Wasser. Durch das Rückschlagventil am Ende der Ansaugleitung kann das Wasser nicht herauslaufen. So verhinderst du, dass die Pumpe Luft ansaugt, was zu Schäden an der Pumpe führen kann. 

Schritt 5

Nun musst du die Pumpe, das Verbindungsstück und den Vorfilter mit Wasser füllen, damit die Pumpe nicht trocken anläuft und beschäftigt wird. Dazu nutzt du die Entlüftungsschraube und den Füllstutzen an der Pumpe. Eventuell musst du das Gerät etwas schütteln oder bewegen, damit die Luftblasen vollständig entweichen können. 

Schritt 6

Stelle die Energieversorgung wieder her und starte die Pumpe zu einem Probelauf. Sollte nicht binnen kürzester Zeit Wasser gefördert werden, befindet sich wahrscheinlich zu viel Luft im System. Entlüfte erneut, fülle Wasser nach und starte einen weiteren Probelauf. 

Sollte noch immer kein Wasser laufen, hast du vielleicht vergessen die Schutzfolie von der Metallmembran abzuziehen. Oft wird die Membran vom Hersteller für den Transport mit einer hauchdünnen Adhäsionsfolie beklebt, um Staub fernzuhalten und Kratzer zu vermeiden.  Wenn du Probleme mit dem Trockenlaufschutz deiner Gartenpumpe haben solltest, klicke auf den farblich markierten Link, um mehr zu erfahren.

Gartenpumpe Druckschalter einstellen

Druckschalter verschiedener Bauarten an der Gartenpumpe richtig einstellen 

Damit eine Gartenpumpe automatisch in Betrieb geht, sind zur Pumpensteuerung Druckschalter eine sichere und robuste Lösung. Hier kommst du übrigens zu unserem großen Gartenpumpen Vergleich.

Druckschalter werden mitunter auch als Trockenlaufschutz für Gartenpumpen, als Pumpenwächter, als elektronische Pumpensteuerung oder als Wasserdruckschalter für Pumpenanlagen angeboten. Hinter all diesen Bezeichnungen verbirgt sich ein im Prinzip einfach aufgebauter Schalter, welcher in der Tat über den Wasserdruck ausgelöst wird. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass es für Medien wie Öl, flüssige Nahrungsmittel oder Luft Druckschalter gibt, die lediglich ein- oder ausschalten. Dabei handelt es sich entweder um Notschalter oder um solche, die in Korrespondenz mit einem zweiten Schalter ein System in Gange halten. Bei Gartenpumpen werden generell nur Wechselschalter verwendet, also solche, die beide Schaltvorgänge durchführen können. 

Arten von Schaltern zur Automatisierung von Gartenpumpen

Um aus einer Gartenpumpe ein automatisches Wasserversorgungssystem zu machen, werden generell zwei Arten von Schaltern genutzt: 

  • Füllstandschalter
  • Druckschalter

Füllstandschalter

Die einfachste und gebräuchlichste Art eines Füllstandschalters ist der Schwimmerschalter. Bei steigendem Wasserspiegel schwimmt ein Hohlbehälter oder ein Block Styropor auf und betätigt so den Schalter, der die Pumpe startet. Sinkt der Wasserspiegel auf eine bestimmte Höhe, löst diese Vorrichtung wiederum den Schalter aus, er diesmal die Pumpe abschaltet. Insofern ist auch ein Füllstandschalter ein Trockenlaufschutz, wenn der Schwimmer entsprechen justiert ist. Darüber hinaus werden Füllstandschalter angeboten, die über Sensoren die Schaltvorgänge durchführen. 

Vorteile beim Schwimmerschalter: 

  • preiswert
  • einfach zu handhaben
  • robust
  • zuverlässig

Nachteile beim Schwimmerschalter: 

  • kann Moos oder Algen ansetzen, was die Funktion beeinträchtigt
  • Treibgut kann den Schwimmer blockieren

Vorteile beim Sensorenschalter:

  • ermöglicht sehr präzises Schalten der Gartenpumpe
  • langlebig
  • kaum störungsanfällig

Nachteile beim Sensorenschalter:

  • kann bei dreckigem Wasser Fehlsignale aussenden
  • teils umständlich einzustellen
  • deutlich kostspieliger als der Schwimmerschalter

Druckschalter  

Auch beim Druckschalter stehen dir generell zwei unterschiedlich konstruierte Varianten zur Auswahl: der mechanische Druckschalter mit Membrane und Feder sowie der elektronische Druckschalter. 

Bei der mechanischen Ausführung findest du im Gehäuse eine Öffnung, die wiederum durch eine elastische Membrane wasserdicht versiegelt ist. Dahinter verbirgt sich ein Federmechanismus. Gerät die Membrane unter Druck, dehnt diese sich nach innen aus. Auf diese Weise wird die Feder gestaucht und so der Schalter ausgelöst. 

Die elektronischen Schaltervarianten arbeite teils mit Sensoren, aber auch mit Membranen, die dann aber anstatt einer Feder einen Fühler aktivieren. 

Vorteile beim mechanischen Druckschalter: 

  • preiswert
  • einfach zu installieren
  • simpel einzustellen

Nachteile beim mechanischen Druckschalter:

  • Federmechanismus kann ermüden
  • nur bis zu einem Wasserdruck bis maximal 4 bar zu empfehlen

Vorteile beim elektronischen Druckschalter: 

  • Druck kann sehr präzise eingestellt und gehalten werden
  • deutlich kleiner als die mechanische Variante
  • Wasserdruck von bis zu 5 bar, teilweise auch darüber möglich

Nachteile beim elektronischen Druckschalter:   

  • teurer in der Anschaffung
  • Einstellung oft umständlich oder kompliziert

Mechanische Druckschalter für Gartenpumpen richtig einstellen

Mechanischer Druckschalter Gartenpumpe

Generell ist das Einstellen eines Druckschalter für Gartenpumpen kinderleicht. Dennoch eine gut gemeinte Warnung vorweg; Wenn du dir bei der Ar

beit unsicher bist, überhaupt Angst vor elektrischen Anlagen hast oder handwerklich weniger begabt bist, dann bitte jemanden um Hilfe, der sich mit Druckschaltern auskennt. Im Zweifelsfall ist es immer günstiger und vor allem sicherer, einen Handwerker zu beauftragen, als einen neuen Druckschalter kaufen zu müssen. Erfahre hier mehr über die fachgerechte Installation von Gartenpumpen.

Hinweis: Nachfolgend eine schrittweise Anleitung, wie ein handelsüblicher mechanischer Druckschalter einzustellen ist. Diese Anleitung muss nicht in allen Punkten mit dem dir vorliegenden Modell übereinstimmen, denn manchmal gehen die Hersteller einen etwas anderen Weg. Deshalb kann diese Anleitung nur ein Anhalt sein, ein Fingerzeig in die richtige Richtung. Aber mit etwas Improvisationstalent und ein wenig technischem Geschick sollte es dir leicht fallen, den mechanischen Druckschalter deiner Gartenpumpe mit dieser Anleitung einzustellen. 

Schritt 1

Gartenpumpe stromlos schalten / Stecker ziehen.

Schritt 2

Gehäusedeckel des Druckschalters abschrauben.

Schritt 3

Fast immer sind im Gehäusedeckel die technischen Angaben zum Druckschalter zu finden. Lies diese sorgfältig durch. Zumeist wird ein Einschaltdruck von 1,2 bis 1,8 bar empfohlen und der Abschaltdruck sollte 4 bar nicht übersteigen. Es ist wichtig, dass du dich an diese Vorgaben hälst. Tust du dies nicht und das Gerät nimmt einen Schaden, hast du keinerlei Garantieansprüche gegenüber dem Hersteller. Überdies verschleißen der Druckschalter und die Gartenpumpe erheblich schneller, je höher der eingestellte Druck ist.  

Schritt 4

Nun siehst du zwei unterschiedlich große Federschalter, von denen der größere für den Mindestdruck zuständig ist. Im Zentrum des Federschalters ist ein Verstellschraube, zumeist als Sechskantmutter oder seltener als Kreuzschlitzschraube zu finden. Überdies ist in der Gehäuserückwand die Drehrichtung angegeben, wobei + für höheren, – für niedrigeren druck steht. In der Regel erhöht das Drehen der Verstellschraube im Uhrzeigersinn den Druck. 

Wenn du beim größeren Federschalter für den Mindestdruck die Verstellschraube im Uhrzeigersinn drehst, springt die Gartenpumpe früher an. Zumeist sind die Druckschalter auf einen Wert von 1,2 bis 1,5 bar vom Hersteller voreingestellt. Dies kann zu wenig sein, beispielsweise wenn du einen leistungsfähigen Hochdruckreiniger anschließen willst. Oder wenn du einen Gartenschlauch nutzt, der sich selbst zusammenzieht. Ist der Einschaltdruck zu gering, ist der Schlauch beim Wässern der Blumen immer wieder bestrebt, sich zu verkürzen, was in der Tat nervig werden kann. Mit ein oder zwei Umdrehungen an der Verstellschraube sollte etwa ein Druck von 1,8 bis 2,0 bar eingestellt sein. Überprüfe dies, indem du die Gartenpumpe wieder mit Strom versorgst und eventuell noch vorhandenen Wasserdruck aus dem System ablässt, bis die Gartenpumpe anspringt. Dann kannst du am Druckmesser ablesen, wann sich die Gartenpumpe einschaltet und wieder Druck aufbaut. Ist der Druck noch immer nicht ausreichend oder zu hoch, schalte das Gerät stromlos und justiere erneut. Diese Schritte wiederholst du, bis der richtige Druck erreicht ist.

Analog verfährst du mit dem Federschalter für den Maximaldruck. In der Regel sollte dieser so eingestellt sein, dass 4 bar nicht überschritten werden. Denke aber immer daran, dass bei Pumpen besser mit geringerem Druck gefahren erden sollte. Der Verschleiß bei hohen Drücken ist um ein vielfaches erhöht, was die Lebensdauer von Gartenpumpe und Druckschalter deutlich verkürzt.  

Schritt 5

Ist die Einstellprozedur beendet, schließe den Gehäusedeckel sorgfältig. Im Einzelfall kann es nützlich sein, die Dichtung mit Graphit oder Vaseline einzureiben, damit diese auch tatsächlich dicht hält. 

Elektronische Druckschalter mit Sensortechnik für Gartenpumpen richtig einstellen

Elektrischer Druckschalter Gartenpumpe

Manchmal etwas umständlich oder zumindest kompliziert beschrieben, ist das Einstellen von elektronischen Druckschaltern an Gartenpumpen. Oft ist an der Vorderseite des Schaltergehäuses ein Bedienfeld angebracht, machmal durch eine Schutzklappe abgedeckt. Einige Modelle lassen sich über ein Rädchen einstellen, bei anderen ist ein Tastschalter für das Justieren des jeweiligen Drucks vorgesehen. Bei qualitativ hochwertigen Druckschaltern kann über diese Einstellvorrichtung der Druck schrittweise erhöht oder gesenkt werden, zumeist je Stufe um 0,1 bar. Beachte hier die Bedienungsanleitung des Herstellers, die du dir notfalls auch im Internet herunterladen kannst. 

Vorteilhaft bei diesen elektronischen Druckschaltern ist zweifellos, dass auch höhere Drücke gefahren werden können. Wenn du nicht weiß, wie viel Leistung eine Gartenpumpe haben sollte, klicke auf den farblich markierten Link um mehr darüber zu erfahren. Außerdem verraten wir dir auf dieser Webseite auch noch, wie du eine Gartenpumpe drosseln kannst.

Wird der Druckschalter kurzfristig auf 5 oder 6 bar Maximaldruck eingestellt, erspart dies fast immer den Einsatz des Hochdruckreinigers. Dies ist natürlich nur dann möglich, wenn dein Gartenschlauch für einen derartigen Druck ausgelegt ist. Billigschläuche vertragen meist nur bis 3,5 bar, während qualitativ hochwertige Gartenschläuche auch bis zu 8 bar belastet werden können.  

   

Gartenpumpe zieht kein Wasser

Wenn die Gartenpumpe Luft zieht oder kein Wasser fördert

Im Prinzip sind moderne Gartenpumpen überaus robust und zuverlässig. Sollte die Gartenpumpe kein Wasser liefern oder Luft ziehen, hilft eine fachkundige Fehlersuche. 

Zieht die Gartenpumpe Luft, fördert kein Wasser oder ist der Druck unzureichend, können etliche Fehlerquellen dafür ursächlich sein. Beispielsweise muss sichergestellt werden, dass der Druckschalter auch richtig eingestellt ist. Meiner Erfahrung nach ist es ratsam, bei der Fehlersuche systematisch vorzugehen. Um so leichter lässt sich feststellen, was die Ursache für den Ausfall der Pumpe ist.

Überdies kontrollierst du bei der systematischen Fehlersuche alle Baugruppen der Gartenpumpe. D.h.: du führst zeitgleich eine intensive Wartung des Pumpensystems durch, bei dem du weitere Schwachstellen erkennen kannst. So beugst du einem erneuten Ausfall der Pumpe nach der jetzt anstehenden Reparatur vor. Diese Vorgehensweise macht Sinn, denn meist treten innerhalb kurzer Zeit mehrere Fehler auf, weil einige Verschleißteile etwa zeitgleich ihre Lebensdauer überschritten haben. Dies kann bei jeder Gartenpumpe mit der Zeit passieren. Egal ob es sich um ein solarbetriebenes Modell handelt, oder die Pumpe einen Benzinmotor eingebaut hat.

 Um den Aufwand der Pflege einer Gartenpumpe so gering wie möglich zu halten empfehle ich dir gleich von Anfang an auf ein hochwertiges Modell zurückzugreifen. In meinem Gartenpumpen Test zeige ich dir eine selektierte Auswahl von  Produkten, die sich auch in der Praxis bewähren konnten.

 Gartenpumpe zieht Luft – Gartenpumpe liefert kein Wasser

Systematische Fehlerbehebung mit der Gartenpumpen Check-Liste

Aus dem Wasserschlauch spuckt es; soll heißen, die Gartenpumpe liefert Luft und Wasser als Gemisch. 

In einer Gartenpumpe kann immer etwas Luft vorhanden sein. Diese sollte aber nach dem Einschalten spätestens nach rund 3 Minuten verschwunden sein. So lange dauert es etwa, bis sich eine stationäre oder mobile selbstsaugende Gartenpumpe selbst entlüftet hat. Ist dies nicht der Fall, besteht Handlungsbedarf.

Fehler Fehlerbehebung/Ursache
Das Gehäuse der Gartenpumpe ist leer, sprich nicht mit Wasser gefüllt - Öffne den Befüllungsstutzen.

- Fülle so viel Wasser ein, dass dieses überläuft.
Die Saugleistung reicht nicht aus oder die Distanz zwischen Saugkopf und Wasser ist zu groß. Das passiert häufiger, wenn sich in einem Brunnen der Grundwasserspiegel merklich senkt, beispielsweise in einem langen trockenen Sommer. - Die Pumpe absenken, also näher an das Wasser bringen.

- Ist dies nicht möglich: Umsteigen auf eine Tauchpumpe mit größerer Förderhöhe.
Ursache kann ein zu langer Saugschlauch sein oder einer der undicht geworden ist. Dies gilt auch für das Saugrohr, wenn an diesem die Verbindungsteile undicht werden oder das Saugrohr beim Ansaugen in Schwingungen gerät und eventuell sogar an Brunnenmauer anschlägt. - Saugschlauch kürzen.

- Saugschlauch abdichten oder ersetzen.

- Die Kupplungen des Saugschlauchs überprüfen.

- Das Saugrohr einkürzen.
Die Verbindungsstücke im Saugrohr (L-Verbinder, Kupplungsstücke) abdichten.

- Das Saugrohr so fixieren, dass es nicht schwingen kann.
Das Sieb oder der Korbfilter sind verstopft. Sieb oder Korbfilter der Gartenpumpe reinigen.

Tipp:
Damit sich dieser Fehler nicht wiederholen kann, nimm einen Eimer, beschwere diesen mit zwei oder drei faustgroßen Steinen und versenke ihn im Brunnen oder der Zisterne. Justiere den Filterkorb oder das Sieb so, diese im versenkten Eimer das Wasser ansaugen. Auf diese simple Weise wird der erneute Verschmutzen und Verstopfen zumindest deutlich verzögert.  
Interner Verschleiß in der Gartenpumpe - Führe einen Vakuumtest durch.

- Fülle die Pumpe randvoll mit Wasser und befestige ein Vakuummeter.

- Das Messgerät sollte mindestens 500 mmHg, besser mehr anzeigen, sobald die Pumpe für wenige Sekunden eingeschaltet wird.

- Dreht der Pumpenmotor mit normaler Geschwindigkeit und der erforderliche Unterdruck wird nicht erreicht, ist eine der Pumpenkomponenten beschädigt oder verschlissen und muss ausgetauscht werden.

-Läuft der Motor hörbar zu langsam, liegt es am Motor, der zu überholen ist.

Gartenpumpe fördert zu wenig Wasser oder der Druck ist zu gering 

Ist die Förderleistung der Gartenpumpe zu gering oder es nicht genügend Wasserdruck aufgebaut, können facettenreiche Ursachen hierfür verantwortlich sein. In einem separaten Artikel erfährst du übrigens, was die ideale Leistung bei einer Gartenpumpe ist.

FehlerFehlerbehebung/Ursache
Druckseitig ist der Schlauch zu lang, geknickt oder durch einen Fremdkörper blockiert. - Schlauch kürzen.

- Schlauch gerade auslegen.

- Mit einem Kompressor den Schlauch durchblasen, um eventuelle Fremdkörper zu entfernen.
Laufrad und/oder Spirale in der Pumpe sind verschlissen.Dies passiert häufiger, wenn im zu fördernden Wasser Schleifmittel wie feiner Sand, Granitstaub oder Kieselerde enthalten sind. Eine universell einsetzbare Klarwasserpumpe ist nicht dafür konzipiert. Hier ist es unumgänglich, auf eine Schmutzwasserpumpe als Gartenpumpe umzusteigen.
Schäden am Pumpenmotor, dem Kreisel oder anderen Pumpenkomponeneten durch Kavitation – der Bildung von Dampfblasen. - Sieb verstopft – siehe Fehlerbehebung Gartenpumpe pumpt Wasser mit viel Luft gemischt.

- Saugkopf ist zu groß und muss gegen einen passenden ausgetauscht werden.

- Ein zu langer Saugschlauch muss gekürzt werden.
Ein Saugschlauch mit zu kleinem Durchmesser muss ersetzt werden. 


Merke: Der Saugschlauch muss immer mindestens den Durchmesser der Saugöffnung der Gartenpumpe besitzen.
Der Motor der Gartenpumpe läuft nicht mit optimaler oder höchster Drehzahl, sofern regulierbar. - Regler nicht auf der schnellsten Position.

- Geschwindigkeitsregler der Gartenpumpe defekt.

- Motor verschlissen, Kontakte abgenutzt.
Riss im Gehäuse der Gartenpumpe. - Für ein gerissenes Gehäuse bei einer Gartenpumpe ist Frost die häufigste Ursache. Entweder wurde die Pumpe zu spät zur Winterpause eingelagert oder das Wasser in der Gartenpumpe wurde nicht oder unzureichend abgelassen.

- Schlagwasser ist eine weitere Fehlerquelle. dieses Phänomen entsteht, wenn beispielsweise ein Auto über den druckseitigen Schlauch fährt. Der plötzlich auftretende Staudruck kann ein Pumpengehäuse beschädigen. Dies ist übrigens auch dann möglich, wird die Wasserzufuhr im Gartenschlauch auf andere Weise plötzlich unterbrochen; durch zu schnelles Schließen des Hahns oder durch Abknicken des Schlauches. Generell treten diese Schäden vorzugsweise an sehr langen Schläuchen häufiger auf, während Schlauchlängen bis 30 Meter selten betroffen sind.
Ein Leck hat sich zwischen Motor und Gehäuse der Gartenpumpe gebildet. - Gleitringdichtung ist verschlissen, gerissen oder sonstige beschädigt.
Merke: Verschleißen Dichtungen in einer Gartenpumpe, ist fast immer abrasives Wasser die Ursache. Unter diesem begriff wird Wasser verstanden, in dem Schleifmittel wie feinster Sand, Mineralien, Sähe oder sonstige harte Substanzen enthalten sind.

- Außerdem kann eine Dichtung beschädigt werden, wenn eine Pumpe trocken läuft oder wenn diese für einen längeren Zeitraum nicht genutzt wurde.

Gartenpumpe fördert kein Wasser 

Der Totalausfall einer Gartenpumpe ist selten. Zumeist kündigt dieser sich durch diverse Zeichen an, so wie in den vorherigen Kapiteln beschrieben. Erkennst du diese Zeichen und schreitest rechtzeitig ein, kannst du zumeist das Schlimmste verhindern.  

FehlerFehlerbehebung/Ursache
Motor der Gartenpumpe brummt hörbar aber der Motor dreht nicht. Schmutz oder ein Fremdkörper im Laufrad, in der Spirale.
Die Gartenpumpe gibt weder Töne noch sonstige Reaktionen von sich. - Achtung: Bei allen Arbeiten an der Stromversorgung der Gartenpumpe, imm die Sicherungen ausschalten und ausschließlich zugelassenes, geprüftes Elektrohandwerkszeug benutzten.

- Stromversorgung unterbrochen. Kontrolliere das Kabel auf Brüche, beispielsweise mit einem Widerstandsmessgerät.
Überlastungsschutz durchgebrannt – ersetzen.

- Sicherungen in der Pumpe durchgebrannt – ersetzen. Vorsichtig neu Starten und beobachten, warum die Sicherungen ausgelöst haben.

- Druckschalter an der Gartenpumpe ist beschädigt. Wenn der Druckschalter der Pumpe geschlossen ist, prüfe die Spannung am Schalter. Wenn der Spannungsabfall auf dem gleichen Niveau wie die Netzspannung liegt, kommt der Schalter offensichtlich nicht in Kontakt. Die Kontaktstellen sollten gereinigt und / oder der Druckschalter für die Gartenpumpe ausgetauscht werden.

-Wenn die Pumpe zu häufig startet ist zumeist ein defekter Druckschalter an der Pumpe verantwortlich oder der Druckschalter ist nicht richtig eingestellt. Überprüfe den Druckschalter auf Defekte. Stelle den Druckschalter bei Bedarf neu ein. Ersetze andernfalls den Druckschalter oder reduziere die Druckeinstellung.

Deine Pumpe lässt sich nicht mal mehr einschalten? Klicke auf den farblich markierten Link, um die häufigsten Gründe für dieses Problem zu erfahren.

Ratschlag zum Abschluss

Solltest du trotz dieser Checkliste und den Tipps nicht feststellen können, warum deine Gartenpumpe Luft zieht oder kein Wasser fördert, bleibt nur der Weg zum Fachmann. Alternativ kannst du die Pumpe auch an den Hersteller zur Reparatur versenden. Fast alle Hersteller unterhalten einen Reparaturservice. Zudem sind die eventuell benötigten Ersatzteile direkt vorrätig, egal ob die Gartenpumpe kein Wasser fördert oder Luft zieht. Meiner Erfahrung nach ist es zumeist günstiger, direkt den Hersteller zu konsultieren. Der Versand dorthin mag Zeit in Anspruch nehmen, doch das trifft auch für den Versand der Ersatzteile zum Handwerker zu. 

Gartenpumpe zieht Luft

Allerdings solltest du immer vorher fragen, welche Kosten auf dich zukommen werden. Und du solltest dir diese Auskunft schriftlich geben lassen. Bei Handwerkerlöhnen von mehr als 60 Euro je Stunde macht die Reparatur einer Gartenpumpe mit Lohn und Ersatzteilen nur dann Sinn, wenn diese im Einkauf deutlich teurer war, als die zu erwartende Reparaturrechnung. Zudem werden gerade online Gartenpumpen mit hoher Leistung und modernster Technik angeboten, die oft genug standardmäßig zum kleinen Preis oder als Sonderangebot zu haben sind.  

Wichtig: Um den Pumpenverschleiß so gering wie möglich zu halten, ist es wichtig die Gartenpumpe fachgerecht zu installieren in dieser Hinsicht gibt es von uns auch eine Anleitung, wie man die Ansaugleitung einer Gartenpumpe richtig verlängert.. Auch hierüber findest du einen separaten Artikel auf der Webseite. Besonders zu empfehlen sind übrigens unserer Meinung nach die Gartenpumpen mir Rückschlagventil.

Gartenpumpe anschließen

Fachgerechte Installation von Gartenpumpen

Gartenpumpen sind der komfortable Ersatz von Eimer und Gießkanne und sie sind robust sowie zuverlässig – werden sie gekonnt installiert.  In meinem Gartenpumpen Test zeige ich dir übrigens die Modelle, welche mich am meisten in der Praxis überzeugen haben können.

Selbst für das Entleeren kleiner Regentonnen werden inzwischen mobile Tauchpumpen als Gartenpumpe eingesetzt, denn das Schleppen von Eimern und Gießkannen passt kaum ins 21. Jahrhundert. Allerdings sollten Hobbygärtner und Profis ein paar wichtige Punkte beachten, damit die Gartenpumpe über eine lange Zeit klaglos ihren Dienst verrichten kann. Diese Installationsanweisungen schonen die Nerven und den Geldbeutel, denn so einige Fehler bei der Installation einer Gartenpumpe können schnell zum teuren Spaß werden. Wurde die Pumpe nicht richtig installiert, kann es sogar im schlimmsten Fall dazu kommen, dass sich die Gartenpumpe nicht mal mehr einschalten lässt. 

Vor der Installation der Gartenpumpe

Hast du eine von der Kapazität, Förderhöhe und vom Energieverbrauch passende Gartenpumpe für deine Zwecke gefunden, musst du einen geeigneten Standort aussuchen. Dieser sollte bei selbstsaugenden Gartenpumpen möglichst nahe am Entnahmeort liegen. Tauchpumpen werden ja ohnehin im nassen Element versenkt. Bei den stationären Pumpen ist es zudem wichtig, dass du dir vor der Montage Gedanken über die Verkleidung machst. Gartenpumpen sind keine Schönheitsköniginnen, weshalb es immer eine gute Idee ist, diese Geräte auf clevere und ansprechende Weise zu tarnen. Dies lässt sich in der Regel viel leichter bewerkstelligen, wird direkt beim Aufstellen der Gartenpumpe deren Tarnung berücksichtigt. Wichtig! Die meisten Gartenpumpen sollten nicht als Poolpumpen eingesetzt werden,.

Der richtige Standort

Ansonsten ist es für den Standort einer mobilen oder stationären selbstsaugenden Gartenpumpe wichtig, dass:

  • der Platz nicht der prallen Mittagssonne ausgesetzt ist, um ein Überhitzen des Geräts zu vermeiden. 
  • der Montageort bei starken Regenfällen oder wenn größere Gewässer in der Nähe sind, nicht überflutet wird.
  • der Untergrund weder weich sandig, morastig oder extrem hart ist. Auf weichen Untergründen kann die Pumpe durch die Eigenvibration und das Gewicht einsinken, was die Außenkühlung stellenweise unterbindet. Bei einem zu harten Untergrund kann es zur Beschädigung durch Vibrationen kommen, weshalb in solchen Fällen die Pumpe mit Gummimatten zu unterfüttern ist. 
  • ein Stromanschluss mit ausreichender Absicherung vorhanden ist. Dieser sollte so beschaffen sein, dass er ganzjährig genutzt werden kann. Die Erfahrung zeigt, dass Gartenbesitzer zwar die Pumpe im Herbst frostsicher lagern, kaum aber die elektrische Zuleitung jedes Jahr erneut abbauen und wieder verlegen wollen.
  • Ein weiterer optischer Aspekt ist übrigens, dass die Gartenpumpe im besten Fall recht unauffällig platziert werden sollte. In einem extra Artikel verrate ich dir, wie man seine Gartenpumpe am besten versteckt.

Das benötigte Werkzeug

Zudem solltest du in deine Werkzeugkiste schauen und dich vergewissern, dass alles benötigte Handwerkszeug darin enthalten ist. Insbesondere wirst du brauchen: 

  • geprüfte elektrische Schraubendreher für Schlitz- und Kreuzschlitzschrauben. 
  • Abisolierzange
  • Seitenschneider
  • Flachzange
  • Kombizange
  • scharfes Messer
  • Teflonband
  • Satz Schraubendreher für mechanische Arbeiten
  • Kabelbinder
  • elektrisches Isolierband und/oder Schrumpfschläuche
  • Schlauchklemmen
  • eventuell eine Bohrmaschine inklusive Bohrer, Dübel und passenden Schrauben
  • eventuell einen Lötkolben inklusive Lötzinn, wenn du Verbindungen fest gestalten willst.  

Die Installation der Gartenpumpe – Schritt für Schritt Anleitung 

Es ist lästig und wird gerne unterlassen, doch es ist in der Tat ratsam, vor der Installation der Gartenpumpe die Gebrauchsanweisung des Herstellers sorgfältig zu lesen. Gelegentlich tauchen darin überraschende Hinweise auf, ohne deren Kenntnis die Pumpe beschädigt werden kann oder nicht laufen wird. Dies liegt daran, dass zwar alle Gartenpumpen im Prinzip sehr ähnlich konstruiert sind, einige aber mit technischen Besonderheiten aufwarten. 

Zudem sind die technischen Werte in der Bedienungsanleitung zu finden und die Vorgabe für den Einsatz. Zumeist dürfen Gartenpumpen nicht betrieben werden, wenn das Wasser eine Temperatur von 35°C übersteigt. Außerdem wird darauf hingewiesen, dass du besser das abzupumpende Wasser ein wenig genauer betrachtest. Sind darin Partikel von Sand, Mineralien oder sonstige Schleifmittel zu erkennen, solltest du besser eine Schmutzwasserpumpe verwenden. Klarwasserpumpen werden selbst von feinsten Sandkörner beschädigt, insbesondere die Zentrifuge, der Kreisel oder die Spirale.   

Gartenpumpe Installation Anleitung

1. Die Vorbereitung

Baue die Gartenpumpe an dem ausgesuchten Platz aus. Ist der Untergrund weich oder sandig, lege Gehwegplatten unter. Ist der Boden sehr hart, unterfüttere die Pumpe mit einer Gummimatte, beispielsweise einer ausgedienten Fußmatte aus dem Auto. Dies ist bei den Gehwegplatten unbedingt angeraten. Eventuell ist es notwendig, die Pumpe zu fixieren. Durch die Vibrationen neigen einige Pumpen dazu, zu wandern. Zwei verschraubbare Klemmen oder Kabelbinder schaffen Abhilfe. 

2. Saugschlauch / Saugrohr

In der Regel liegt jeder selbstsaugenden Pumpe ein Ansaugschlauch oder ein zusammensteckbares Ansaugrohr bei, fast immer in einer Länge von 3 Metern.

Dies hat einen besonderen Grund. Die Ansaughöhe moderner Pumpen beträgt generell 8 Meter oder mehr. Sind der Brunnen oder die Zisterne sehr tief, wird eine vom Durchmesser größere Förderleitung benötigt, um das Ansaugen von Luft zu vermeiden. Muss deine Pumpe aus mehr als 3 Metern Tiefe Wasser ansaugen, ersetze den mitgelieferten Saugschlauch oder das Saugrohr gegen eine stärke Variante. Mit einem Reduzierstück und einer Kupplung kannst du diese größere Förderleitung direkt an der Pumpe anschließen. 

3. Fixieren des Schlauches

Verwendest du einen Saugschlauch, kann es sein dass dieser sich krümmt und die Form beibehält, die er auf der Rolle eingenommen hatte. In einem solchen Fall ist es ratsam, das lose Ende des Schlauches zu beschweren. Das gelingt dir ganz einfach, nutzt du ein Kunststoffnetz, beispielsweise eines, in dem Mandarinen oder Orangen verkauft werden. Bohre ein Loch in das Schlauchende, befestige daran das Netz und fülle dieses mit zwei oder drei faustgroßen Steinen. Auf diese Weise wird der Schlauch gestreckt, hängt gerade und er pendelt nicht, wird die Gartenpumpe eingeschaltet.

4. Verbauen eines Rückschlagventiles

Bei einer Entnahmetiefe von mehr als 1 Meter ist es unbedingt angeraten, ein Rückschlagventil in die Saugleitung einzubauen. Durch dieses Ventil muss die Pumpe nicht immer den Druck in adergesamten Leitung aufbauen, was die Pumpenmechanik schont und deutlich Energie einspart. Zudem ist das Wasser an der Entnahmestelle schneller verfügbar.  

5. Befüllen der Gartenpumpe

Fülle die Gartenpumpe randvoll mit Wasser. Dazu ist neben dem Förderanschluss zumeist eine Füllöffnung vorgesehen. Andernfalls musst du mit einer kleinen Gießkanne das Wasser über die Ansaugöffnung in die Pumpe fließen lassen, was in der Tat überaus umständlich ist. Aber eigentlich immer ist ein Füllstutzen vorhanden. Wenn die Pumpe scheinbar voll ist – unbedingt einige Minuten warten. Meist sind noch Luftblasen in der Pumpe vorhanden, die sich nach und nach lösen. Dann kannst du sehen, wie der Wasserspiegel in der Pumpe wieder sinkt, manchmal blubbert es auch kräftig. Erst wenn keine Luftblasen mehr aufsteigen, füllst du nochmals Wasser bis zum Überlaufen nach und verschließt den Zugang fest. Jetzt kannst du den Netzstecker anschließen oder den elektrischen Anschluss fest verlegen und danach die Gartenpumpe erstmals starten. Bei der Elektroinstallation ist unbedingt darauf zu achten, dass das separate Erdungskabel an der Gartenpumpe korrekt fest installiert wird. An dieser Stelle ist es übrigens sehr wichtig, dass der Vorfilter richtig montiert wurde. Erfahre mit einem Klick auf den Link mehr darüber. Außerdem zeigen wir dir in diesem Artikel, ob sich für deinen individuellen Einsatzzweck besser eine Gartenpumpe oder ein Hauswasserwerk eignet.

6. Was tun, wenn kein Wasser fließt?

Es kann passieren, dass kein Wasser gefördert wird. Das ist kein Grund zur Besorgnis. Meist ist eine große Luftblase die Ursache, eine, die sich beim Befüllen der Pumpe partout nicht lösen wollte. Fließt nach 2 Minuten Betrieb kein Wasser, schalte die Pumpe aus und befülle sie erneut mit Wasser. Sollte die Pumpe dann noch immer keine Wasser fördern, können mehrere Faktoren ursächlich sein:

  • Du hast bei der Installation der Saugleitung diese nicht genügend abgedichtet. Überprüfe die Förderleitung, insbesondere die Kupplung. 
  • Das Rückschlagventil in der Saugleitung kann defekt sein und sich verklemmt haben. 
  • Die Saugleitung reicht nicht tief genug ins Wasser.
  • Die Saugtiefe ist für die Pumpe zu hoch, soll heißen, die Pumpe ist nicht leistungsstark genug. (Erfahre hier mehr über die ideale Leistung einer Gartenpumpe)
  • Der Saugfilter ist verstopft und muss gereinigt werden. Bei neuen Pumpen wird gerne vergessen, die Schutzfolie vom Saugfilter zu entfernen, sodass absolut kein Wasser fließen kann. 
  • Ein Fehler ist beim festen Anschließen der elektrischen Leitung passiert. Überprüfe den Anschluss.
  • Du hast vergessen, die Sicherung wieder einzuschalten.
  • Du hast nicht alle Absperrvorrichtungen im Pumpensystem geöffnet – vielleicht den Schieber am Druckschlauch oder den Wasserhahn am Schlauchende vergessen? (hier erfährst du, wie man den Druckschalter einer Gartenpumpe einstellt.
  • mehr Infos in unserem Artikel „Gartenpumpe zieht kein Wasser„.

  

Installation einer Tauchpumpe als Gartenpumpe

Entscheidest du dich nicht für eine selbstsaugende Gartenpumpe, sondern stattdessen für ein Tauchpumpe, gelten im Prinzip die gleichen Grundregeln bei der Installation. Allerdings sind bei Tauchpumpen einige Besonderheiten zu beachten: 

  • Tauchpumpen werden nicht mit Wasser befüllt. Damit die Pumpe nach dem Eintauchen Wasser aufnehmen kann, solltest du diese aber einige Mal schwenkend durchs Wasser ziehen. 
  • Niemals wird eine Tauchpumpe an der Stromleitung aufgehängt oder transportiert. Dazu muss immer eine zusätzliche Kette oder ein Seil verwendet werden. Grund dafür ist, dass durch die Belastung der Eintritt des Kabels ins Pumpengehäuse undicht wird. Dies ist zwangsläufig und führt stets zu teuren Reparaturen oder zum Totalverlust der Pumpe. Zudem haben die Kabelzuführungen bei Tauchpumpen aus genau diesem Grund keine Streckentlastung, weshalb zusätzlich Kabelbrüche drohen. 
  • Eine Tauchpumpe ist in einer Zisterne immer so zu platzieren, dass das einströmende Regenwasser die Pumpe nicht in Schwingungen versetzen kann. Andernfalls ist die Gartenpumpe zu fixieren. 
  • Fixiert werden sollte auch der Pumpenschlauch, der vor allem beim Starten der Pumpe um sich schlagen oder erheblich schwingen kann. 
  • Sofern vorhanden und benötigt, ist der Schwimmerschalter einzustellen, damit die Pumpe zur rechten Zeit ihre Arbeit aufnimmt.  
Gartenpumpe verstecken

Gartenpumpen geschickt verstecken

So unentbehrlich Gartenpumpen bei der Pflege der Pflanzen auch sind, eine Schönheit sind sie nicht. Aber sie lassen sich fantasievoll im Garten tarnen. 

Nicht alle Gartenpumpen sind Tauchpumpen, die quasi unsichtbar in einem Brunnen oder der Zisterne verschwinden. Diese effizienten Geräte werden aber auch als selbstsaugende Standpumpen und in mobilen Variationen angeboten. Dass genau diese Modelle zwischen Bauernrose und Rhododendron nicht wirkliche eine Zierde sind, dürfte jedem Hobbygärtner ein Dorn im Auge sein. Aber mit etwas Geschick und Fantasie kannst du deine Gartenpumpe in der privaten Oase so verstecken, dass du vielleicht selbst einen Plan benötigst, um sie wiederzufinden.     

Grundsätzliches zum Aufstellen von Gartenpumpen 

Generell sind beim Aufstellen von Gartenpumpen einige wenige Punkte zu beachten. Mit diesen wird verhindert, dass die Pumpe Schaden nimmt und es ist gewährleistet, dass dieses Gerät effektiv seine Aufgabe erfüllen kann. 

Gartenpumpe aufstellen

  • Stelle eine Gartenpumpe niemals auf einem sehr weichen Untergrund auf. Die Eigenvibrationen der Pumpe können dazu führen, dass das Gerät tief in den Erdboden einsinkt. Dabei kann eine Unwucht entstehen, die den Pumpenmotor in Mitleidenschaft zieht. Außerdem besteht die Gefahr, dass die druckseitigen und/oder saugseitigen Anschlüsse beschädigt oder blockiert werden. In der Folge wird der Motor überlastet und die Wasserzufuhr unterbrochen. Überdies kann die Gartenpumpe so tief einsinken, dass die äußeren Kühlrippen mit Erdreich bedeckt sind. Damit ist keine ausreichende Kühlung mehr vorhanden, was zur Überhitzung der Pumpe führen kann. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn der Boden stark durchnässt ist, aus Sand oder Kies besteht. 
  • Ist der Untergrund sehr weich oder extrem hart, solltest du die Pumpe unterfüttern. Ausgediente Fußmatten aus Gummi, wie sie im Auto verwendet werden, leisten hier gute Dienste. Notfalls kannst du die Gartenpumpe auf einem Brett mit Kabelbindern oder einer Verschraubung fixieren, wobei es ratsam ist, Gummi als Dämpfung zu unterlegen.
  • Naturgemäß werden Gartenpumpen mit einem Gehäuse ausgeliefert, welches vor Spritzwasser gut geschützt ist, insbesondere die elektronischen Komponenten. Allerdings halten Dichtungen nicht ewig und ein Spritzwasserschutz bedeutet nicht, dass das Puppengehäuse 100 %ig wasserdicht ist. Deshalb dürfen extern betriebene Pumpen niemals dort aufgestellt werden, wo die Gefahr einer Überflutung besteht. 
  • Um der Überhitzung vorzubeugen, sollte eine Gartenpumpe nicht im prallen Sonnenlicht platziert werden.
  • Außerdem ist darauf zu achten, dass reichlich Luft an die Pumpe kommen kann. Eine Gartenpumpe, platziert in einer kleinen, abgedichteten Kiste, wird schnell überhitzen, denn die Außenkühlung über die Kühlrippen wird unterbunden. Notfalls sorgt ein winziger Ventilator mit zwei oder drei Watt Leistungsaufnahme für den benötigten Hauch kühlender Luft.   

Tarnmöglichkeiten für Gartenpumpen im Teich 

Eigentlich verschwinden Tauchpumpen komplett im Wasser, sodass von der Technik kaum etwas zu sehen ist. Ist das Gewässer aber sehr klar, ist das Gerät von außen sichtbar, was mich persönlich stören würde. Deshalb habe ich beim Anlegen unseres Gartenteichs gleich eine etwas größer dimensionierte Pumpe eingebaut und mich zu deren Tarnung für eine Brücke entschieden, wie sie in japanischen Gärten zu finden sind. Unter dem hölzernen Bogen schlummert die Pumpe, die fleißig den Schwerkraftfilter füttert, aber von außen nicht einsehbar ist. 

Mit dem Mehr an Fördermenge konnte ich zwei Springbrunnen unterhalten, was uns in den ersten drei Jahren vor einer Mückenplage bewahrte. Die kleinen Quälgeister können ja nur in stehenden Gewässern ihre Eier ablegen. Nach drei Sommern war das Schilf hoch genug gewachsen. Darin haben jetzt reichlich Libellen ein Zuhause gefunden. Die kleine Kunstflieger sind ja bekannt als exzellente Mückenfressmaschinen.

Deutlich mehr Fantasie beweist ein Teichbesitzer in der Nachbarschaft. Der Sohn des Hauses dreht mit seinem ferngesteuerten Motorboot regelmäßig seine Kreise auf dem Gewässer. Dafür wurde kurzerhand ein Bootshaus gebaut; inklusive Steg mit Sonnenliege und buntem Schirm. Das Bootshaus ist am Abend mit einer LED dekorativ beleuchtet und beherbergt zudem eine selbstsaugende Gartenpumpe. Für genügend kühlende Luft sorgt ein 5,5 Volt Ventilator aus einem Computer. 

Tipp: Aufgrund der geringen Lautstärke können solarbetriebene Pumpen besonders gut versteckt werden.

Gartenpumpen für Zisternen und Brunnen geschickt verstecken 

Im Prinzip sind der Fantasie bei der cleveren Tarnung von Pumpen keine Schranken gesetzt. Sei kreativ und verstecke deine Pumpentechnik so, wie es dir gefällt. Ein paar Beispiele sollen dir als Inspirationen dienen.  

Gartenpumpe Tarnung

Gartenpumpe in der Wand der Außensauna 

Geschickt und zweckmäßig lässt sich eine Gartenpumpe in der Wand der Gartensauna oder des Gartenhäuschens verstecken. Dazu wird auf dem Fußboden eine von außen zu öffnende Kiste konstruiert, die innenseitig als bequeme Sitzbank oder Liege dient.

Die Hundehütte als Versteck

Wenn du einen Hund besitzt, spendiere deinem Vierbeiner ein eigenes Gartenhäuschen. Während dein treuer Begleiter den vorderen Teil bewohnt, lässt sich im hinteren Bereich bequem die gesamte Pumpentechnik unterbringen. Uns selbst wenn kein Hund zur Familie gehört, ist eine Hundehütte die ideale Möglichkeit zur Unterbringung der Gartenpumpe. Zugleich kannst du etwas für die persönliche Sicherheit tun. Mit einem Bewegungsmelder lässt sich eine digitale Alarmanlage steuern, die nicht wie eine Sirene klingt. Stattdessen kommt das Gebell eines großen Hundes aus der Hütte, was für Langfinger meist Abschreckung genug ist.  

Die Gartenpumpe im Podest

Eine der vielseitigsten Möglichkeiten zur Tarnung einer Gartenpumpe ist ein Podest. Dieses lässt sich leicht sowie passgenau aus Beton gießen und ist zudem schallabsorbierend, sodass der Pumpenmotor die Idylle nicht stört. 

Auf einem solchen Sockel kannst du… 

  • … eine moderne oder nostalgische Parkleuchte montieren, was einfach ist, denn der Stromanschluss wird von der Pumpe mitgeliefert. 
  • … eine mittelalterliche Schwengelpumpe aufstellen, die es auch originalgetreu aber funktionslos als Gartendeko zu kaufen gibt. 
  • … eine Standfigur montieren, um vielleicht mit einer Nachbildung des David von Michelangelo einen römischen Garten zu imitieren. 
  • … eine Sonnenuhr befestigen, was zweifelsfrei eine der attraktivsten Gartendekorationen überhaupt ist. 
  • ein modernes Kunstwerk als Skulptur präsentieren, was deinem Garten ein extravagantes Ambiente verleiht. 

Schlussgedanken zur Tarnung von Gartenpumpen

Ich muss zugeben, der Bau der japanischen Brücke über den Teich und das Aufstellen der Sonnenuhr über der Zisterne haben mir mehr Spaß gemacht, als die Installation der Gartenpumpen. Diese wahrlich nicht schön anzusehenden Geräte habe mir die Chance gegeben, unsere grüne Oase noch attraktiver zu gestalten, denn ohne Pumpen hätten wir weder Brücke noch Sonnenuhr. Willst du deine Gartenpumpe kaufen, mache dir vorher Gedanken um deren Unterbringung. Dann kannst du das notwendige Material beim Einkauf der Pumpe gleich mitbestellen. 

Gartenpumpe Leistung

Wie viel Leistung hat die ideale Gartenpumpe?

Die Kapazität einer Gartenpumpe wird per mathematischer Formel berechnet. Meist kaufen wir eine Pumpe aber nach dem Preis und der Leistung.

Gartenpumpen sind in Teichen, Zisternen, Brunnen und Regentonnen im Einsatz. Sie werden zum Bewässern der Pflanzen und zum Füllen des Schwimmbeckens ebenso genutzt, wie als private freiwillige Feuerwehr oder zur Versorgung der Schwalldusche neben der Gartensauna. In meinem großen Gartenpumpen Test stelle ich dir übrigens eine selektierte Auswahl der besten Produkte vor.

Grundsätzliche Gedanken zur Größe einer Gartenpumpe

Generell neigen wir dazu, alles was wir kaufen, ein bisschen großzügiger auszulegen. Beim Auto dürfen es gerne ein paar PS mehr sein, die vierziger Schnittbreite beim Rasenmäher reicht nicht aus und beim Metzger sind die großen Scheiben geräucherter Schinken gerade recht. 

Ähnlich verfahren die meisten Gartenbesitzer, geht es darum, eine neue Gartenpumpe zu kaufen. Eine Fördermenge von 10.000 l/h, mehr als 1000 W Motorleistung und eine Förderhöhe von 20 m scheinen den meisten Freizeitgärtner gerade ausreichend zu sein. 

Dass zu groß bemessene Gartenpumpen etliche Nachteile mit sich bringen und welche Pumpe für deine Zwecke ideal ist, erkläre ich dir in nachfolgendem Artikel. 

Info: Solarbetriebene Gartenpumpen haben häufig eine geringe Motorleistung, sind aber trotzdem sehr effektiv. Benzingartenpumpen hingegen haben eine überdurchschnittlich hohe Leistung. Bei beiden Varianten lohnt es sich auf ein Modell mit Rückschlagventil zurückzugreifen.

Warum eine zu große Gartenpumpe ein Fehlkauf ist 

Manchmal ist Weniger der ideale Weg, was auch für Gartenpumpen gilt. Wenn du darüber nachdenkst, wirst du schnell feststellen, dass zu leistungsstarke Gartenpumpen reichlich negative Eigenschaften mit sich bringen. 

Gartenpumpe zu groß Nachteile

Tipp: Erfahre hier, wie du die Leistung deiner Pumpe drosseln kannst.

Der Stromverbrauch

Wer als Gartenpumpe in der 400 Liter fassenden Regentonne eine Tauchpumpe mit 1.000 Watt Motorleistung versenkt, der vergeudet Energie. Eine solche Pumpe leert die Tonne in knapp drei Minuten. Das reicht nicht einmal aus, um die Blumenbeete im Vorgarten zu wässern. Dafür frisst die Gartenpumpe reichlich Strom. Nicht während der kurzen Betriebszeit, dafür aber beim Einschalten. Der Anlaufstrom ist um ein Vielfaches höher, als der Stromverbrauch im Betrieb. Wird das Gießen der Pflanzen mehrfach unterbrochen, weil nicht so viel Wasser zur Verfügung steht oder der Schlauch umgelegt werden muss, kann dies schnell die Stromrechnung in die Höhe treiben.  Besonders kostenschonend sind übrigens die Pumpe welche mit einem Solarpanel betrieben werden.

Der Wasserverbrauch

Hast du eine leistungsstarke Gartenpumpe gekauft, presst diese reichlich Wasser durch die Leitung oder den Schlauch. Bei derart hohen Fließgeschwindigkeiten verlieren wir generell das Gefühl für die verbrauchte Wassermenge. Folglich ertränken wir die Gartenpflanzen und der Wasserspiegel in der Zisterne sinkt deutlich schneller, als nötig wäre (in einem separaten Artikel verrate ich dir übrigens, wie man eine Zisterne richtig reinigt). Dies ist häufig der Grund dafür, dass der eine Nachbar mit dem Inhalt seiner Zisterne bequem 10 niederschlagsfreie Tage überbrücken kann, während dem anderen Nachbarn bereits nach fünf Tagen das Wasser ausgeht. 

Der Verschleiß der Gartenpumpe

In Hochleistungspumpen dreht sich alles ein wenig schneller und der Druck ist messbar höher. Zwar sind diese Gartenpumpen genau für diese Bedingungen konzipiert worden, dennoch gibt es Bauteile wie die Kugellager oder die Bürsten, die wegen der hohen Belastung schneller verschleißen. D.h.: Hochleistungspumpen müssen öfter gewartet und meist auch repariert werden.

Wichtig: vor Allem beim Hochleistungspumpen spielt es eine wesentliche Rolle, dass der Vorfilter der Gartenpumpe richtig montiert wurde. Achte zudem darauf, dass dein Modell über einen hochwertigen Trockenlaufschutz verfügt.

Der Schlauch und die Leitung

An manchen Gartenpumpen wird ein Wasserschlauch angeschlossen, andere Modelle sind dazu ausgelegt, eine feste Leitung zu nutzen. Soll die Pumpe reichlich Wasser fördern, wird dies generell über den Wasserdruck erreicht. Grund dafür ist, dass die Anschlüsse für Schläuche und Wasserleitungen genormt sind. Meist sind am Pumpengehäuse Verbindungen oder Kupplungen für 1/2 Zoll, manchmal auch für 3/4 Zoll zu finden. Zur Bewässerung eines normal großen Gartens reichen durchschnittlich 3 bar Druck aus. Ist eine Gartenpumpe mit einer Förderkapazität von 10.000 l/h angeschlossen, presst diese das kühle Nass mit zumeist 5 bar oder mehr durch den Schlauch oder die Leistung. Wundere dich also nicht, wenn du bei einer solch leistungsstarken Gartenpumpe alle zwei bis vier Jahre einen neuen Gartenschlauch kaufen musst oder sich die unterirdisch verlegte Wasserleitung mehrfach durch einen vermeidbaren Rohrbruch bemerkbar macht.    Ein weiterer Pluspunkt ist übrigens, dass man kleinere Gartenpumpen besser verstecken kann.

Du willst mit deiner Pumpe ein Wasserbett entleeren? In diesem Fall reicht eine recht schwache Gartenpumpe bereits schon völlig aus.

Wie die Fördermenge einer Pumpe berechnet wird

Um die richtige Fördermenge einer Pumpe zu berechnen, musst du einen Blick auf das gesamte System werfen. Es ist so, dass die Motorleistung (Pm) der Gartenpumpe davon abhängig ist, welche Förderhöhe H in Metern erreicht werden muss und wie hoch der Durchfluss Q  in m³ / h sein soll. Außerdem ist zur Berechnung wichtig, wie hoch die Dichte der zu pumpenden Flüssigkeit ist (ρ) oder deren spezifisches Gewicht und der Wirkungsgrad der Pumpe η in Prozent. 

Die benötigte Formel lautet deshalb: 

P (w) = H (m) x Q (l / s) x ρ x g 

Nach der Faustregel die passende Gartenpumpe kaufen 

Ist dir die Rechenakrobatik zu mühsam, kannst du deinen gesunden Menschenverstand und deine Erfahrung als Gärtner nutzen, um die ideale Gartenpumpe zu kaufen. 

Gartenpumpe Leistung Faustregel

Selbstabsaugende Gartenpumpe

Soll mit einer selbstsaugenden Gartenpumpe Wasser aus einem Brunnen oder der Zisterne gefördert werden, ist die Rechnerei recht einfach. Fast alle Pumpen dieser Bauart haben bereits eine Ansaugtiefe von rund 9 m, was im Normalfall ausreichend ist. (wenn nicht, kannst du auf eine Tauchpumpe umsteigen) Deshalb ist bei diesen Pumpen der druckseitige Teil interessant. Bei Schlauchleitungen von 1/2 Zoll und bis zu 30 m sowie bei festen Leitungen gleichen Durchmessers bis 50 m reichen gewöhnlich 3 bar aus. Sind die Wege länger, werden 4 bar oder mehr benötigt. 

Tauchpumpe als Gartenpumpe

Bei Tauchpumpen als Gartenpumpe (erfahre hier mehr über die fachgerechte Installation einer Gartenpumpe), die in Teichen, Brunnen, Zisternen oder dem Regenfass betrieben werden sollen, muss die Gesamtförderhöhe beachtet werden. Ist der Brunnen 10 m tief und die Pumpe schafft gerade einmal 12 m, dann kommt das Wasser bei einem 30 m langen Schlauch nur tröpfchenweise aus der Düse. Deshalb sollte die Förderhöhe rund 1/3 mehr betragen, als diese tatsächlich ist. Bei sehr langen Schlauchleitungen dürfen es auch 50 % mehr sein. 

Schmutzwasserpumpe als Gartenpumpe

Willst du in deinem Gartenteich für Strömung sorgen und das Wasser filtern, kannst du dafür eine Schmutzwasserpumpe als Gartenpumpe einsetzen. Allerdings ist diese permanent in Betrieb, verschleißt deshalb recht schnell und kostet reichlich Energie. Denke über eine Solarpumpe mit eignem Akku nach. Diese Gartenpumpen arbeiten noch Stunden nach Sonnenuntergang. Außer den einmalig etwas höheren Anschaffungskosten, belasten diese Gartenpumpen nicht die Haushaltskasse. Bei größeren Teichen lohnt es sich deshalb, gleich zwei dieser Pumpen die Arbeit tun zu lassen.  Zieht deine Gartenpumpe trotz passender Leistung nur Wasser kannst du dich in meinem Artikel „Gartenpumpe zieht Luft“ ausführlicher darüber informieren.

Hauswasserwerk Anschluss

Warum ein Hauswasserwerk kaufen: Die besten Einsatzzwecke

Ein Hauswasserwerk hilft Dir dabei Wasser zu sparen, indem es Regenwasser aus einer Zisterne ins Haus pumpt. Hierbei kannst Du das Wasser für viele verschiedene Einsatzzwecke nutzen. Was hierbei jeweils zu beachten ist, zeige ich Dir hier auf.

Wichtig ist, dass Du bereits in der frühen Bauphase eine Zisterne in den Garten verbaust und diese mit entsprechenden Wasserleitungen für die Einleitung des Regenwassers aber auch die Entnahme über das Hauswasserwerk vorbereitest. Achte darauf, dass die Leitungen nicht mit der Zeit verrotten. Dabei kann helfen, wenn Du die Rohre in Splitt verlegst, denn dann staut sich keine Feuchtigkeit unmittelbar um die Rohre.

Wenn Du detaillierte Informationen zum Hauswasserwerk benötigst, findest Du weiteres unter https://www.hauswasserwerk.net/.

Wir haben damals beim Bau unseres Blockhauses die Zisterne inklusive der Rohre direkt in der Bauphase des Kellers verlegt.

 

Hauswasserwerk perfekt einsetzen

Hauswasserwerk von MetaboWichtig ist, dass Du bereits vor dem Bau entscheidest, wie Du die Zisterne und das Hauswasserwerk einsetzen wirst. Denn nur so kannst Du die ideale Größe der Zisterne bestimmen. In meinen Augen gibt es ein „zu groß“ fast gar nicht, vor allem nicht, wenn man einen größeren Garten besitzt. Als Faustformel sollte aber gelten, dass 10.000 Liter für einen 4-5 Personen Haushalt ausreicht, die in einem Haus mit rund 400qm Garten wohnen. Wenn sich die Klimaverhältnisse ändern und es weiterhin längere Trockenperioden geben wird, dann muss die Zisterne größer ausgelegt werden.

Folgende Einsatzzwecke empfehle ich aus eigener Erfahrung für die Nutzung mit dem Hauswasserwerk:

Die WC Spülung

Wir haben eine sehr gute Erfahrung mit der Nutzung des Regenwassers für die WC Spülung gemacht. Da man die WCs öfter am Tag nutzt und jeweils ca. 9 Liter pro Spülgang verloren gehen, rechnet sich hier eine Anschaffung eines Hauswasserwerks schnell.

Der Anschluss erfolgt idealerweise über einen eigenen Kreislauf mit Wasser für die WC Spülungen. So kann man ggf. auch im zentralen Verteiler statt Regenwasser aus der Zisterne auch Trinkwasser zuschalten. Da ein Hauswasserwerk das Wasser gut vorfiltert, kommt es maximal zu leichten Vertrübungen, aber nicht zu Schmutzpartikeln im Wasser.

Zisterne Anschluss

Regenwasser für die Waschmaschine

Über das Hauswasserwerk kann das Regenwasser aus der Zisterne auch für die Waschmaschine genutzt werden. Wichtig hierbei ist, dass das Wasser in der Mitte der Zisterne, bzw. rund 30 cm unter der Wasseroberfläche angesaugt wird. Denn oben schwimmen die leichten Schmutzpartikel und unten setzen sich die schweren ab. So hast Du eine Garantie auf gutes, sauberes Wasser aus der Zisterne. Dies beugt dann der Verstopfung der Filter bei den Waschmaschinen vor.

Vor Bakterien musst Du keine Angst haben, denn diese sitzen maximal in den Schwebstoffen der Zisterne aber nicht im klaren Wasser. Zudem werden diese durch Waschmittel und dann höhere Temperaturen des Wassers zuverlässig abgetötet.

Die Bewässerung des Gartens

Ideal ist Regenwasser aus der Zisterne für die Bewässerung des Gartens. Wir haben uns hierzu drei Zapfstellen rund um das Haus montieren lassen, die dann über das Hauswasserwerk angeschlossen sind. Das funktioniert jetzt auch im 12. Jahr sehr gut und zuverlässig. Mittlerweile haben wir auch eine automatische Bewässerungsanlage an unser Hauswasserwerk angeschlossen. So nutzen wir auch das Regenwasser vom Dach, wenn wir in Urlaub sind oder einfach keine Zeit zum Bewässern des Gartens aufwenden möchten.

Ein passendes Hauswasserwerk findest Du immer in unserem Vergleich von Hauswasserwerken, den wir aktuell halten. Außerdem beschäftigen wir uns auf dieser Webseite auch noch mit der Frage, ob du am besten zu einer normalen Gartenpumpe oder zu einem Hauswasserwerk greifen solltest.

Was ist ein Niveauschalter und wozu wird er benötigt?

Was sind Niveauschalter, Füllstandsschalter, Füllstandsmesser und Füllstandsensoren? Wo werden sie verwendet?

Niveauschalter dienen der perfekten Kontrolle der Befüllung von Behältnissen wie z.B. einer Zisterne. Nachfolgend erläutere ich, wie Füllstandsschalter, Füllstandsmesser und Füllstandsensoren an verschiedenen Standorten zu unterschiedlichsten Zwecken eingesetzt werden und erkläre dir die Unterschiede der einzelnen Komponenten.

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Wie finden Sie die passende Schmutzwasserpumpe?

Im Handel sind zahlreiche Schmutzwasserpumpen vorhanden. Die Preise beginnen schon bei knapp 25 € und steigen dann mit entsprechender Leistung und Ausstattung bis auf über 1.000 € für professionelle Modelle. Welche Schmutzwasserpumpe die Passende ist, hängt im Besonderen von dem Einsatzzweck ab.

Natürlich muss die passende Schmutzwasserpumpe nicht unbedingt die Teuerste aus dem Handel sein. Aber es macht auch keinen Sinn einfach eine günstige Schmutzwasserpumpe zu kaufen, wenn sie die erforderliche Leistung nicht erbringt. Bei dem Kauf von Schmutzwasserpumpen gibt es einige Faktoren zu beachten, welche wir nachfolgend kurz erläutern.

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Was ist bei der Zisternenreinigung zu beachten?

Das Sammeln von Regenwasser spart Geld und schont natürliche Ressourcen. Abgesehen von Regentonnen oder Kunststofftanks bieten sich Zisternen an, welche meistens nahezu unsichtbar im Erdreich versenkt werden. Natürlich wird mit dem Wasser, welches von Dächern zugeführt wird, auch bis zu einem gewissen Grad Schmutz in die Zisterne eingebracht. Niemand will eine faulige Brühe als Brauchwasser für sein Haus nutzen, noch es geruchsbelästigend im Garten versprengen. Auch für Pool- und Teichbesitzer ist fauliges Wasser wertlos geworden. Deswegen muss eine Zisterne hin und wieder gereinigt werden. Bei der Zisternenreinigung gibt es jedoch einige wichtige Punkte zu beachten, welche wir näher erläutern wollen.

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