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Solar Poolpumpe

Rentiert sich eine Solarpumpe für Pool und Garten?

Gerade in Zeiten von Corona und Lock Down, wo der Jahresurlaub vorzugsweise in den eigenen Garten verlegt wird, liegt der Gedanke nahe, einen eigenen Pool anzuschaffen. Doch steigende Energiekosten sind oft genug der Grund, sich diesen Luxus nicht zu gönnen. Eine Solarpumpe für den Pool schafft Abhilfe und ist zudem als spaßige Gartendusche nutzbar. 

Eine Poolpumpe mit lediglich 1.000 Watt Leistung verursacht bei 10 Stunden Laufzeit täglich Energiekosten in Höhe von rund 1.200 Euro je Kalenderjahr, wird das private Schwimmbad ganzjährig genutzt. Dies entspricht laut der Angaben des Statistischen Bundesamts vom Januar 2021 etwa dem durchschnittlichen Verbrauch eines Einfamilienhauses mit vier Bewohnern. Bei immer strengeren Vorschriften zur Dämmung von Gebäuden, zur Energieeinsparung überhaupt und dem Trend zur Solaranlage auf dem Dach, ist es zweifelsohne eine gute Idee, über eine Poolpumpe nachzudenken, die mit Solarenergie betrieben wird.  

Im Poolpumpen Ratgeber kannst du dich über weitere spannende Themen informieren.

Der eigene Pool – eine sinnvolle Anschaffung? 

Seit Jahren steigt die Nachfrage nach privaten Schwimmbädern. Dieser Trend verstärkte sich kräftig, nachdem von der WHO die weltweite Corona Pandemie ausgerufen wurde. Zwar haben wir hierzulande noch keine US-amerikanischen Verhältnisse, aber die Zahlen beeindrucken. In den Vereinigten Staaten gibt es rund 8,5 Millionen private Pools und jährlich kommen rund 200.000 hinzu. Siehst du in die Statistik des Bundesverbandes Schwimmbad & Wellness, findest du für 2020 immerhin 565.500 in der Erde eingelassene Außenpools. Dazu kommen 132.500 Privathallenbäder und 91.000 mobile Schwimmbecken mit einer Wassertiefe von mehr als einem Meter und einem Anschaffungspreis jenseits der 1.500 Euro. Hinzu kommen circa 1,2 Millionen kleinere Schwimm- oder Planschbecken. Dem gegenüber stehen etwa 16 Millionen Eigentümer von Einfamilienhäusern. Davon haben in 2020 circa 48.000 den Bau eines eigenen Pools in Auftrag gegeben – mehr als in den Jahren 2017 bis 2019 zusammen. 

Diese Informationen sind für dich deshalb so wichtig, weil du schnell handeln solltest, willst du einen Pool bauen oder dein vorhandenes Schwimmbecken mit moderner Solartechnik aufwerten. Grund dafür ist die hohe, noch immer steigende Nachfrage, denn Solarpumpen für Schwimmbäder sind teils schwer oder nur nach langen Wartezeiten erhältlich. Und wenn du dir vom renommierten Fachmann einen Pool bauen lassen willst, kann es sein, dass du dich bis zu zwei Jahre gedulden musst, um das erste erfrischende Bad im eigenen Pool zu genießen. 

Übrigens: Dies gilt nicht nur für den Pool. Es zeigt sich deutlich, dass Hausbesitzer einen privaten Wellnessbereich zu schätzen wissen. Deshalb gibt es auch häufige Lieferengpässe, willst du eine Gartensauna oder einen Badezuber für den Garten kaufen.   

Poolpumpe mit solarer Energie betreiben – Deine Möglichkeiten 

Je nach Hersteller und Modell werden Solarpumpen für den Poolbetrieb mit unterschiedlichen Funktionsweisen angeboten. Die wichtigsten Varianten sind:

Solarpumpen Varianten

Die einfache Poolpumpe mit Solarpaneel 

Bei dieser Pumpe ist der Motor so ausgelegt, dass er bei einer Spannung irgendwo zwischen 11,5 und 17 Volt oder zwischen 20 und 30 Volt betrieben werden kann. Dies ist davon abhängig, ob das dazugehörige Solarpaneel 12 Volt oder 24 Volt liefert. Da die Sonneneinstrahlung im Verlauf eines Tages nie gleich stark ist, liefern diese Paneele eine variierende Spannung. In der Folge läuft die Poolpumpe mal schneller, mal langsamer. Vorteil ist, dass das Paneel direkt ohne zusätzliche Technik an die Poolpumpe angeschlossen wird, weshalb diese Modelle in der Regel die günstigste Anschaffung sind. Nachteilig ist, dass diese Poolpumpe nicht nach Einbruch der Dunkelheit oder bei stark bewölktem Himmel nutzbar ist. 

Poolpumpe mit Solarpaneel und Energiespeicher 

Eine leistungsstarke Batterie gehört zu diesem System, welches über einen Laderegler gesteuert wird. Die Batterie versorgt die Poolpumpe permanent mit einer weitgehend gleichbleibenden Spannung. Außerdem kann die Poolpumpe auch außerhalb der Sonnenstunden genutzt werden. Wie lange ist abhängig davon, wie viel kWh in der Batterie gespeichert sind. Ein weiterer Vorteil ist, dass beispielsweise zusätzlich eine Beleuchtung mit 12 Volt über den Laderegler mit Energie versorgt werden kann. 

Solaranlage mit Inverter für die Poolpumpe 

Die dritte weit verbreitete Möglichkeit ist die fortgesetzte Nutzung der vorhandenen Poolpumpe oder die Anschaffung einer normalen Pumpe für den Pool, die mit 220 Volt betreiben wird. In diesem Fall wird eine kleine Solaranlage mit Paneel, Laderegler, Batterie und einem Inverter, einem Umformer benötigt. Letzterer transferiert 12 oder 24 Volt Gleichspannung hoch auf 220 Volt mit 50 oder 60 Hz. Meist wird dieser Weg eingeschlagen, soll ein vorhandener Pool auf Solarbetrieb umgestellt werden. Inzwischen kommen aus Asien Inverter auf den Markt, die stoßweise bis zu 10.000 Volt vertragen und permanent bis zu 5.000 Watt liefern können. Diese vergleichsweise sehr günstigen Geräte haben allerdings den Nachteil, dass die 50 oder 60 Hz nicht sauber sondern recht holperig erzeugt werden. Besonders empfindliche Poolpumpen können dies übel nehmen, was in seltenen Fällen zu Schäden am Pumpenmotor führt. 

Achtung: Auch in der Pumpentechnik wird Weiterentwicklung betrieben. Bist du bereits stolzer Besitzer eines Pools und willst nun die Poolpumpe solar betreiben, solltest du dir deine Pumpe genauer ansehen. Generell gilt die Empfehlung, dass das Umrüsten auf Solarbetrieb bei Pumpen älter als 5 Jahre wenig Sinn macht. Derart alte Pumpen sind in der Regel bereits stark abgenutzt und schlicht nicht effizient genug. Hier lohnt es sich, eine moderne Poolpumpe nach technisch aktuellem Stand zu kaufen. 

Was beim Kauf der solaren Poolpumpe zu beachten ist 

Überlege genau, ob ein Kit zum Umrüsten deiner vorhandenen Poolpumpe auf Solarenergie ausreicht, ob du lieber eine Pumpe mit direktem Solarantrieb kaufen willst oder die große Version mit Umformer und Batterie benötigst. 

Solarsystem für die Poolpumpe kaufen

Beim Kauf eines Solarsystems kannst du nicht von den Energiewerten ausgehen, die auf dem Paneel oder dem System ausgewiesen sind. Hast du eine Poolpumpe mit 1.000 Watt Nennleistung, reicht eine gleichstarke Solaranlage nicht zum Betrieb aus. Grund ist, dass bei Solaranlagen die optimale Leistungsausbeute angegeben wird. Da die Sonne wandert, sich der Einstrahlwinkel der Sonnenstrahlen permanent ändert und zwischendurch auch mal eine Wolke die Sonne verdeckt, ist Energieausbeute immer deutlich geringer als angegeben. Je nach Wohnort und Einsatzzweck sollte die Solaranlage etwa doppelt so viel Leistung liefern können, wie die Pumpe verbraucht. 

Solarpumpe für den Pool mit Direktversorgung    

Wählst du die einfachste Art der Poolpumpe mit direktem Anschluss an das Solarpaneel, benötigst du eine robuste Pumpe. Die muss ohne zu murren die Stromschwankungen verkraften können, die bei sensiblen Modellen zu erhöhtem Verschleiß und zur Beschädigung des Pumpenmotors führen können.  

Poolpumpe mit Inverter oder Umformer und Gelbatterie

Soll es eine Poolpumpe mit einem Inverter einfacher Bauart sein, benötigst du auch hier einen robusten Pumpenmotor. Die luxuriöseren Pumpen mit digitaler Technik benötigen einen Umformer, der saubere 220 Volt bei 50 Hertz liefert. Diese Systeme benötigen eine Batterie als Energiespeicher. Achte beim Kauf deiner Solarbatterie darauf, dass diese mit Gel gefüllt ist. Es hat sich erwiesen, dass Gelbatterien für Solaranwendungen eine deutlich höhere Lebenserwartung von 10 Jahren und darüber hinaus besitzen. Wichtig ist zudem, dass die Batterie über einen Tiefentladeschutz verfügt. Ist diese Eigenschaft nicht vorhanden, kannst du extern einen Entladeschutzschalter anbringen, um eine Tiefentladung der Batterie zu verhindern. Diese Schalter können zumeist justiert werden und schalten dann je nach Einstellung bei 11 bis 12 Volt ab.  

Wenn schon – denn schon: die große Alternative beim Poolbetrieb  

Wenn du bereits entschieden hast, deine Poolpumpe zukünftig mit Solarenergie in Schwung zu halten, dann gehe einen Schritt weiter. Zwar reihen sich in den letzten Jahren Hitzerekorde im Sommer aneinander und ein Pool in der Sonne ist für gewöhnlich am Nachmittag angenehm temperiert, aber das ist nicht immer so. Willst du in deinem Schwimmbecken bereits im März oder April anbaden oder den Pool ganzjährig oder bis weit in den Herbst nutzen, kommst du kaum um die Anschaffung einer Poolheizung herum. Und diese verbraucht mitunter mehr Energie als deine Pumpe im Pool. 

Bist du clever, kaufe deine Poolpumpe mit integrierter Heizung. Bei diesen Geräten wird auch die Abwärme des Motors genutzt, was die Effizienz erhöht und den Energieaufwand reduziert. Einzig die Solaranlage muss entsprechend größer bemessen sein. Eine Alternative ist eine sogenannte Solarthermie-Anlage. Dieses spezielle Solarsystem ist einzig darauf ausgelegt, heißes Wasser zu produzieren und wird deshalb für Heißwasserspeicher oder Heizsysteme eingesetzt. Allerdings ist der Umbau als Poolheizung kniffelig und aufwendig.  

Mögliche energiesparende Alternativen zur Solarpumpe für den Pool 

Es gibt eine Alternative, die billiger und einfacher zu implementieren ist als Solarpumpsysteme. Die Rede ist von Poolpumpen mit variabler Drehzahl. Diese mit Wechselstrom betriebenen Pumpen erlauben es dir, die Fördermenge zumeist stufenlos einzustellen. Erfolgt diese Einstellung digital, kann die Pumpe tatsächlich beim Energiesparen helfen.

Solarpumpen Pool Alternativen

Dieses Pumpensystem berücksichtigt das physikalische Funktionsprinzip einer Kreiselpumpe. Wird der Durchfluss reduzieret, was durch niedrigere Drehzahlen erreicht wird, kommt es zu einer exponentiellen Reduzierung des Stromverbrauchs. Vorteil ist, dass diese Pumpen in der Anschaffung zwar etwas teurer, dafür aber sehr langlebig sind. 

Einige Hersteller behaupten, dass ihre Poolpumpen mit variabler Drehzahl bis zu 90% Energie sparen können. Diese Angabe ist nicht realistisch. Außerdem ist es unpraktisch. Ist eine Poolheizung angeschlossen und diese ist eingeschaltet, darf eine bestimmte Durchflussrate nicht unterschritten werden, weil ansonsten die Heizstäbe durchbrennen können. Außerdem benötigt der Poolfilter einen gewissen Druck, um das Wasser im Schwimmbecken reinigen zu können. Bei einer Energieeinsparung von 90 % an der Pumpe wären weder der notwenige Druck noch die erforderliche Durchflussmenge für den Poolfilter und die Poolheizung vorhanden.  

Ist eine Solarpumpe im Pool sinnvoll – Schlussgedanken 

Letzen Endes kommt es darauf an, wie häufig du deinen Pool nutzt, wie viele Tage im Jahr dieser gefüllt ist und in welchen Monaten du schwimmen willst. Bei einem regelmäßig mehrfach in der Woche genutzten Pool ist der Solarbetrieb in der Tat eine Investition, die sich schnell amortisiert. Und soll der Pool gut temperiert sein, macht die Anschaffung einer Solarheizung für den Pool tatsächlich Sinn, denn ansonsten kann das erfrischende Bad zum eiskalten Erlebnis werden. Überaus lohnenswert ist die Anschaffung eines privaten Wellnesszentrums. Bestellst du obendrein eine Gartensauna, die gleich neben dem Pool einen passenden Platz findet, dann kaufe eine Poolpumpe mit Solaranlage, um zeitgleich auch den elektrischen Saunaofen mit Energie zu versorgen – Im Unterhalt: zum Nulltarif!

Allerdings solltest du deine Kaufentscheidung wohlüberlebt aber zügig treffen. Es ist absehbar, dass sich die Wartezeiten auf eine neue Sauna oder das private Schwimmbad deutlich verlängern werden, wobei bereits heute nicht alle Bestellungen für eine neue Solarpumpe für den Pool sofort ausgeführt werden können. 

Erfahre hier, was du bei der Auswahl deines Poolfilters unbedingt beachten solltest.

Filter für Poolpumpen

Poolpumpen: welcher Filter ist ideal?

Das System aus Poolpumpe und Filter ist für dein Schwimmbad ebenso wichtig, wie Herz und Nieren für deinen Körper (hier kommst du übrigens zu unserem umfassenden Poolpumpen Test. Die Poolpumpe sorgt für Bewegung im Wasser und damit dafür, dass die Chemikalien gleichmäßig im Becken verteilt werden. Außerdem fördert sie das Wasser in den Filter, wo dieses gereinigt und vor allem von Schwebstoffen befreit wird. Darunter sind insbesondere mikroskopisch kleine Algen, Bakterien, die im Wasser abgelegten Eier von Insekten, abgestorbene Hautzellen und Haare der Badenden und feinster Staub aus der Luft zu verstehen. Welcher Poolfilter für welche Art Schwimmbecken und welche Poolpumpe ideal ist, erkläre ich dir in diesem Artikel. 

Im Poolpumpen Ratgeber findest du auch noch viele andere hilfreiche Artikel zum Thema Poolpumpen.

Die Poolfiltertypen

Wir haben drei Arten von Filtern zur Auswahl: Sand, Kartusche und Kieselgur, gelegentlich auch als D.E. Filter angeboten. Der Preis, die Austauschhäufigkeit und und Filtrationsraten unterscheiden sich je nach Typ. Auch die Reinigungsprozedur ist bei jedem Poolfilter-Typ etwas unterschiedlich.

Um zu verstehen, wie diese Systeme arbeiten, ist ein wenig Grundwissen notwendig. Die Effizienz eines Poolfilters wird an der Größe der Verunreinigungen gemessen, die diese Filter entfernen können. Wir sprechen hier über Schwebstoffe im Wasser, die im Bereich von einem Mikrometer groß sind, was einem Millionstel Meter entspricht.

Zum Vergleich, eine einzelne menschliche Haarsträhne hat einen Durchmesser von etwa 50 Mikrometern oder etwa 0,05 Millimetern. Die durchschnittliche Größe von Bakterien beträgt etwa 5 Mikrometer oder etwa 0,005 Millimeter im Durchmesser. Unabhängig davon, ob Bakterien durch das Chlor im Poolwasser abgetötet wurden oder nicht, können diese und andere Verunreinigungen nur herausgefiltert werden, wenn das Filtermedium fein genug ist, um diese winzigen Partikel zu binden, sie festzuhalten.

Sandfilter

Sandfilter für den Pool

Bei einem begrenzten Budget und nur wenig Zeit für die Wartung, ist ein Sandfilter die beste Wahl. Dieser ist auch für große Pools optimal, da er nicht so leicht verstopft, wie es bei anderen Filtern mitunter passieren kann.

Die Poolpumpe saugt Wasser an und fördert dieses durch einen großen Filtertank voller Sand. Das im Tank verwendete Standardmedium ist Quarzsand. Diese Art Sand erfasst Partikel mit einer Größe von 20 Mikrometern und mehr. Dazu solltest du wissen, dass ein Sandkorn nicht glatt und kugelförmig ist. Die meisten Sandkörner weisen eine ungleiche Form auf, ihre Oberfläche ist uneben und beim Quarzsand sogar leicht stachelig, was gut unter einem Mikroskop zu sehen ist. In der Folge verzahnen sich die Sandkörner miteinander und können deshalb als Filter genutzt werden. 

Allerdings, je mehr Wasser durch den Filter fließt, desto mehr werden diese Erhebungen und Kanten an den Sandkörnern abgeschliffen. Weisen die Sandkörner schlussendlich glatte Oberflächen auf, kann der Quarzsand kaum mehr Schwebstoffe aufhalten und muss ausgetauscht werden.

Andererseits sammeln sich die im Sand eingeschlossenen Partikel während der Lebensdauer des Filters an. Dies kann tatsächlich dazu beitragen, dass Partikel eingefangen werden können, die für einen Sandfilter eigentlich zu klein sind. Letztendlich wird jedoch der reguläre Wasserfluss durch den Filter reduziert, wodurch sich die Effizienz des Filters verringert. Aufschluss über die Effizienz des Filters gibt ein Manometer am Filterbehälter. Bei einem Anstieg des Innendrucks ist davon auszugehen, dass es Zeit ist, den Filter rückzuspülen. Bei dieser einfachen Reinigungsmethode wird die Fließrichtung des Wassers im Filter umgekehrt. Auf diese Weise werden alle gefilterten Schwebstoffe aus dem Sand ins Abwasser gepumpt, sodass anschließend wieder sauberer Filtersand verfügbar ist. Allerdings geht dabei eine erhebliche Menge Wasser verloren. 

Alternativen zum Quarzsand als Filtermedium 

  • Siliciumdioxid Nr. 20 ist das alternative Standardmedium in Sandfiltern.
  • die Filtrationseffizienz lässt sich durch Zugabe von D.E. Pulver / Kieselsäure-Pulver erhöhen.
  • ZeoSand: Dies wird aus einem Mineral namens Zeolith hergestellt. Dieses kristalline Mittel fängt Verunreinigungen ein, die kleiner sind, als bei der Kieselsäure. Dies verbessert die Klarheit des Wassers und erfordert weniger häufiges Rückspülen. ZeoSand hält ungefähr fünf Jahre, daher ist seine Lebensdauer ähnlich wie bei Kieselsäure.
  • Filterglas: Dies ist fein zerkleinertes, recyceltes Glas. Mach dir keine Sorgen über Schnitte – es fühlt sich glatt an. Es hat eine negative elektrische Ladung, die positiv geladene Teilchen wie Eisen und Mangan anzieht. Schmutzpartikel von nur 5 Mikrometern Größe können damit gefiltert werden.

Patronenfilter

In der Regel sind Patronenfilter etwas teurer als Sandfilter, aber fast immer genauso so einfach zu warten. Aber diese Filter sind effektiver, solange der Pool eine gewisse Größe nicht überschreitet.

Ein Patronenfilter besteht zumeist aus einem Kunststoffzylinder, der von gefalteten Polyesterfiltern umgeben und an jedem Ende verschlossen ist. Wasser fließt in den Tank und durch die Falten. Schmutz im Durchmesser von nur 10 Mikrometern wird im Filter aufgefangen, und sauberes Wasser fließt zurück in den Pool.

Patronen sind energieeffizient und kostengünstig. Da der Filter Verunreinigungen sammelt, muss er gereinigt werden. Anstatt zurückzuspülen, wird einfach die Patrone aus dem Tank entnommen und mit einem Schlauch abgespritzt, wodurch sich der Schmutz löst. Es ist empfehlenswert, die Filter gelegentlich mit verdünnter Salzsäure oder einer chemischen Filterreinigungslösung zu waschen.

Kieselgur / D.E. – Filter

Die teuerste und wartungsintensivste Option ist das Filtern mit Kieselgur. Allerdings werden so auch die kleinsten Partikel entfernt, die lediglich 5 Mikrometer messen.

D.E. Filtertanks enthalten Gitter oder Finger, die mit einem krümeligen, weißen Pulver bedeckt sind – Kieselgur. Das Pulver wird aus den zerkleinerten versteinerten Überresten winziger Wasserorganismen hergestellt, den Kieselalgen. Diese pulverförmige Substanz kann in Mitteln zur Schädlingsbekämpfung, in Kosmetika und sogar in Zahnpasten gefunden werden. D.E. für Poolfilter wird allerdings zusätzlich wärmebehandelt, um überhaupt als Filtermedium wirken zu können.

Rückspülung oder Stoßreinigung beim Kieselgur-Filter

Wie bei Sandfiltern informiert ein Manometer am Tank darüber, wann es Zeit ist, den D.E. Filter zu reinigen. Typischerweise werden Kieselgur Filter wie Sandfilter rückgespült. Einige Marken verfügen über einen Stoßgriff, mit dem zum Reinigen die Gitter oder Finger abgenommen werden können.

Unabhängig davon, ob der Filter rückgespült oder gestoßen wird: Nach jeder Reinigung muss immer frisches Kielgur nachgefüllt werden. Es kann schwierig sein, genau zu bestimmen, wie viel hinzugefügt werden muss. Daher ist es besonders wichtig, den Filter mindestens einmal im Jahr von Hand komplett zu zerlegen und vollständig zu reinigen.

Poolpumpe und Poolfilter müssen zueinander und zum Pool passen

Generelle Faustregel ist, dass die Poolpumpe täglich das gesamte Wasser im Pool mindestens zweimal fördern muss. Bei einem Pool mit 10.000 Litern Wasser, also mit 10 Kubikmetern reicht demnach eine Pumpe mit einer Förderleistung von 2.500 Litern je Stunde aus, um in 4 Stunden das gesamte Wasser im Pool umzuwälzen. Erfahrungsgemäß wird eine Poolpumpe aber durchschnittlich über 6 bis 8 Stunden betrieben, wird der Pool genutzt. An nutzungsfreien Tagen kann dies deutlich weniger sein. Du solltest demnach die Wahl der Pumpe von deinen Gewohnheiten beim Schwimmen abhängig machen. 

Poolpumpe und Poolfilter

Der Poolfilter wiederum muss mindestens die gleiche Kapazität haben, wie die Förderleistung der Pumpe. Grundsätzlich ist es immer vorteilhaft, wenn die Filterkapazität 10 bis 20 Prozent höher als die Förderleistung der Poolpumpe ist. 

Schlussgedanken zum Thema: Poolfilter kaufen 

Es gibt ellenlange Abhandlungen, die den Einsatz und die Wahl eines Poolfilters zur Wissenschaft machen. Dies ist aus meiner Erfahrung unnötig. Wichtig ist, dass du für dich festlegst, wie sauber das Wasser in deinem Pool sein soll. Willst du absolut klares, sauberes und keimfreies Wasser, musst du Chlor verwenden und einen Kieselgur Filter kaufen. Dazu gehört die passende Poolpumpe, die über eine Schaltuhr betrieben werden kann, auch an Tagen, an denen der Pool nicht genutzt wird. Wichtig ist zudem, dass das Filtersystem mindesten einmal das gesamte Wasser umwälzt, nachdem der letzte Schwimmer den Pool verlassen hat. Nur so kannst du sicher sein, dass alle Keime und Schwebstoffe aus dem Wasser entfernt werden.  

Informiere dich hier ausführlicher über solarbetriebene Poolpumpen.