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Hauswasserwerk oder Gartenpumpe?

Hauswerk oder Gartenpumpe – die optimale Wasserversorgung herstellen

Immer wieder taucht die Frage nach der optimalen Wasserversorgung auf. Dabei lässt sich genau diese Frage nicht auf Anhieb beantworten, denn die technischen Möglichkeiten bieten unterschiedliche Vorteile, aber auch Nachteile. So ist es von der individuellen Situation und der Art des Wasserverbrauchs abhängig, ob du mit einem Hauswerk / Hauswasserwerk oder einer Gartenpumpe besser beraten bist oder ob du gar einen Hauswasserautomaten anschaffen solltest.         

Hauswasserwerk, Gartenpumpe oder Hauswasserautomat: Art und Menge des Wasserbedarfs ermitteln

Das Einsparen von Trinkwasser ist in der Regel das Ziel, wird eine Brauchwasseranlage installiert. Schließlich sind die Gebühren für Trinkwasser und insbesondere Abwasser recht hoch. Dafür erhalten wir aber auch echtes Trinkwasser in hoher Qualität direkt aus der Leitung.  Zudem ist dieses Trinkwasser ein kostbares Gut, mit dem wir sehr schonend umgehen sollten. Leitungswasser ist deshalb viel zu schade, um damit die Toilette zu spülen, Geschirrspüler und Waschmaschine zu versorgen oder den Garten zu wässern. 

Welche der drei technischen Möglichkeiten für deine Zwecke und deinen Wasserbedarf ideal ist, kannst du ermitteln. Dazu musst du lediglich aufzeichnen, wofür du wieviel Wasser benötigst. Gebräuchlich sind folgende Verwendungszwecke von Wasser aus Brauchwasserleitungen.

Ermittlung des Wasserbedarfs

Volumenmäßig hohe Wasserentnahme

Du willst den Pool befüllen, deinen großen Garten mit ausreichend Wasser versorgen oder eine Beregnungsanlage im Gewächshaus betreiben. Erfahre hier ob du eine Gartenpumpe auch als Poolpumpe verwenden kannst.

Oft geringere Mengen Wasser entnehmen

An das Brauchwassersystem willst du die Waschmaschine und den Geschirrspüler anschließen. Gerade moderne Geräte entnehmen mehrfach während eines Reinigungsprogramms Wasser in kleinen Mengen. Außerdem soll die Toilettenspülung versorgt werden. 

Gelegentlich größere oder mittlere Wassermengen entnehmen

Du nutzt das Wasser, um die Pflanzen im Haus und auf dem Balkon oder der Terrasse und im kleinen Garten zu gießen. Außerdem als Wischwasser zum Hausputz. 

Komplexe Wasserentnahme mit geringen, aber auch mit großen Wassermengen  

Der Garten muss gewässert werden, die Geschirrspülmaschine soll angeschlossen werden, außerdem willst du Wischwasser entnehmen und im Sommer das Planschbecken für die Kinder befüllen. 

Welche Art Pumpe sich für welche Zwecke besonders eignet

In der Tat haben diese drei Varianten der Hauswasserversorgung ihre spezifischen Vorzüge, aber auch Nachteile. Genau deshalb ist es wichtig, auf den Bedarf abgestimmt, das passende System auszuwählen. 

Unterschiedliche Arten von Pumpen

Die Gartenpumpe

Eine Gartenpumpe muss von Hand ein- und wieder ausgeschaltet werden. Zudem dauert es einige wenige Sekunden, bis der höchstmögliche Wasserdruck in der Entnahmeleitung hergestellt ist. Dafür kannst du kannst du zum relativ kleinen Preis Gartenpumpen kaufen, die dir konstant hohe Wassermengen bei gleichbleibendem Druck fördern. Deshalb sind Gartenpumpen ideal, soll mit dem Wasser der Pool befüllt, der Garten gegossen oder eine Beregnungsanlage betrieben werden. Selbst relativ kleine Gartenpumpen liefern bereits mehrere tausend Liter in der Stunde. Im Mittelbereich sind Modelle mit Fördermengen von 10.000 bis 40.000 Litern in der Stunde zu finden. Große Gartenpumpen, egal ob als Tauchpumpe oder Saugpumpe, liefern problemlos 100.000 Liter je Stunde und mehr und werden deshalb beispielsweise auch von den Feuerwehren genutzt. 

Der Hauswasserautomat 

Im Prinzip ist ein Hauswasserautomat nichts anderes als eine Gartenpumpe als Saugpumpe, die zusätzlich über einen Drucksensor verfügt. Wird irgendwo im Hauswassersystem Wasser entnommen, fällt der Druck. Der Sensor registriert den Druckabfall und schaltet die Pumpe ein. Deshalb dauert es meist nur zwei oder drei Sekunden, bis der volle Wasserdruck wiederhergestellt ist. Dafür bleibt der Druck dauerhaft erhalten, so lange, bis du die Wasserentnahme beendest. 

Allerdings kann es zur Abschaltung des Hauswasserautomaten kommen, obwohl das System einwandfrei funktioniert. Diese Sensoren besitzen ein Programm zur Notabschaltung, für den Fall eines Lecks in der Wasserleitung. Betreibst du deine Waschmaschine oder den Geschirrspüler mit dem Brauchwassersystem, kann die in viele Einzeldosen erfolgende Wasserentnahme durch ein Waschprogramm dieser Geräte vom Sensor als Leck missgedeutet werden. In der Folge schaltet der Sensor die Pumpe auf Störung, obwohl alles in bester Ordnung ist. 

Tipp: Wird der Hauswasswasserautomat in der normalen Trinkwasserleitung zur Erhöhung des Wasserdrucks betrieben, ist eine weitere Fehlerquelle vorhanden.  

Auch bei einigen Heißwasserspeichern kann es dazu kommen, dass fälschlicher Weise ein Leck vom Sensor registriert wird. Diese Geräte entnehmen beim Aufheizen gelegentlich mehrfach kleine Wassermengen zum Auffüllen, was ebenso zur Schaltung in den Störbetrieb führen kann. 

Das Hauswasserwerk

Beim Hauswasserwerk ist die Besonderheit der Druckkessel. Auf diese Weise wird erreicht, dass im gesamten Leitungssystem immer ein bestimmter, voreinstellbarer Mindestdruck vorhanden ist. Wird Wasser entnommen, fällt der Druck langsam, denn der Kessel führt Wasser nach. Erst wenn der Druck auf ein bestimmtes Niveau gefallen ist, springt die Pumpe an und baut erneut den Maximaldruck auf. 

Aufgrund der Konzeption ist beim Hauswasserwerk der Druck immer leicht schwankend, zwischen Minimal- und Maximaldruck. Werden nur kleine Wassermengen entnommen, springt die Pumpe oftmals nicht an, denn das fehlende Volumen wird durch Wasser aus dem Druckkessel ergänzt. Insofern ist diese Konstruktion energiesparend und materialschonend, denn die Gartenpumpe und der Hauswasserautomat müssen immer in Betrieb ein, selbst wenn nur ein kleines Glas Wasser entnommen wird.  Hier kommst du übrigens zu unserem Hauswasserwerk Vergleich.

Vorzüge und Nachteile von Gartenpumpe, Hauswasserwerk und Hauswasserautomat im Überblick 

Im Folgenden siehst du eine Auflistung der Vor- und Nachteile einer Gartenpumpe und eines Hauswasserautomaten.

Die Gartenpumpe

Vorteile:

  • liefert große Mengen Wasser bei konstantem Druck 
  • der Anschaffungspreis einer Gartenpumpe ist vergleichsweise günstig

Nachteile:

  • muss per Hand geschaltet werden.
  • ist bei der Entnahme kleiner Wassermengen unwirtschaftlich. 
  • Verschleiß bei häufigem Ein- und Ausschalten ist hoch.

Der Hauswasserautomat

Vorteile:

  • automatische Schaltung bei Bedarf.
  • in Betrieb, werden auch große Wassermengen mit konstantem Druck gefördert. 

Nachteile:

  • bei Entnahme kleiner Wassermengen störanfällig. 
  • bei häufigem Ein- und Ausschalten relativ hoher Verschleiß. 

Das Hauswasserwerk

Vorteile:

  • es liegt permanent ein nutzbarer Wasserdruck an.
  • energieschonend durch Nachführen von Wasser aus dem Druckkessel. 
  • geringerer Verschleiß, weil das Hauswasserwerk seltener einschaltet. 

Nachteile:

  • Druck ist schwankend, niemals konstant. 
  • durch den Druckkessel für die Förderung großer Wassermengen weniger geeignet.   

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