Schmutzwasserpumpen Motor

Pumpenmotor – das Herzstück von Garten- und Schmutzwasserpumpen

Pumpenmotoren sind beinahe so variantenreich wie die Arten von Pumpen, von denen mehr als zwei Dutzend gebräuchliche Konstruktionstypen am Markt vertreten sind. Je nach zu pumpendem Medium sind entweder hohe Drehzahlen oder eine sofort verfügbare Kraft gefragt. Zudem werden Motoren in Schmutzwasserpumpen oder Hauswasserwerken auf unterschiedliche Weise verbaut, was mitunter ein Kennzeichen für die Qualität der Pumpe ist.  Hier kommst du übrigens zu unserem allgemeinen Schmutzwasserpumpen Test.

Antriebsaggregate für Pumpen 

Denkst du an den Motor für eine hochwertige Gartenpumpe oder Schmutzwasserpumpe, kommt dir wahrscheinlich zuerst der Elektromotor in den Sinn. Dieser ist in der Tat das Antriebsaggregat schlechthin. 

  • Die geringen Abmessungen, 
  • die wartungsfreundliche Bauart, 
  • die Zuverlässigkeit 
  • und die relativ geringen Herstellungskosten 

favorisieren den Elektromotor als Antrieb für eine Pumpe. 

Der Vollständigkeit halber sollen aber auch die andern Antriebsmöglichkeiten erwähnt werden, von denen einige bereits vor der modernen Zeitrechnung eingesetzt wurden. 

Pumpenantrieb durch Wasserkraft 

Dazu gehört der Wasserantrieb, wobei hier ein Schaufelrad entweder durch ein fließendes Gewässer oder einen Wasserfall angetrieben wird. Im Prinzip handelt es sich hierbei um die Wassermühle, die statt einem Mühlstein eine Pumpe in Bewegung setzt. Als ältestes Modell gilt die eine zweizylindrige Druckpumpe, die um das Jahr 250 vor Christi von einem Griechen namens Ktesibios konstruiert wurde. Diese Wasserpumpe bestand aus Holz sowie Bronze. Diese fortschrittliche Erfindung geriet im Laufe der Zeit allerdings in Vergessenheit, weshalb im Spätmittelalter die Pumpe quasi neu erfunden werden musste. 

Pumpenantrieb durch Wasserkraft

Windräder

Aus Hollywoodproduktionen ist das Windrad als Antrieb für Pumpen bekannt. In den USA prägten Windräder über Jahrzehnte in einigen Regionen die Landschaft, insbesondere in ländlichen Gebieten. Die Konstruktion besteht aus bis zu 60 schräg montierten Blättern, die über zwei Getriebe eine Pumpe zur Wasserversorgung antreiben. Wie wir inzwischen aus wissenschaftlichen Versuchsreihen wissen, hat die hohe Zahl dieser Blätter die Effizienz des Antriebs verringert. Deshalb besitzen moderne Windräder entweder einen Spiralkörper oder maximal fünf Blätter, um den Wind auf möglichst effektive Weise als Antriebskraft zu nutzen. 

Der Pumpe Dampf machen 

Für größere Pumpen wurden zu Beginn des Industriezeitalter bevorzugt Dampfmaschinen als Kraftquelle verwendet, um Pumpen anzutreiben. Allerdings handelte es sich hierbei um recht große Pumpen, die beispielsweise in Kokereien oder Stahlwerken Verwendung fanden. 

Mit Kraftstoff betriebene Motoren für Pumpen 

Benzin- oder Dieselmotoren werden bis in die Gegenwart als Antriebsaggregat für Pumpen genutzt. In der Regel werden diese Pumpen dort eingesetzt, wo kein elektrischer Anschluss vorhanden ist. Mit derartigen Geräten entleeren beispielsweise Feuerwehren die Löschteiche in Dörfern, um genügend Wasser zur Brandbekämpfung zu haben. Aber auch in der Landwirtschaft werden benzinbetriebene Garten Pumpen eingesetzt, insbesondere zur Feldbewässerung oder um mit einer Schmutzwasserpumpe ein Areal trocken zu legen.     

Der Elektromotor – Häufigster Antrieb für Pumpen 

Nach Schätzungen werden über 90 Prozent aller Pumpen durch einen Elektromotor angetrieben. Dazu zählen die kleine Umwälzpumpe im Aquarium und die gewaltige Betonpumpe auf der Baustelle ebenso, wie die Schmutzwasserpumpe für die Jauchegrube oder die Blutpumpe in der Dialyse-Station eines Krankenhauses. 

Damit ein elektrisch betriebener Motor für eine Pumpe verwendet werden kann, muss das Aggregat besonders gesichert sein, denn die Kombination von Elektrizität und Flüssigkeiten birgt bekanntlich Gefahren. Deshalb wird der Elektromotor in einer Pumpe verkapselt eingebaut. In der Regel erhält der Motor ein eigenes, zweiteilige Gehäuse, welches durch hochwertige Dichtungen versiegelt werden kann. 

Schmutzwasserpumpe mit Elektromotor

Bei qualitativ sehr hochwertigen Pumpen wird dieses Gehäuse zusätzlich mit sogenanntem Trafo-Öl gefüllt, um das Eindringen von Wasser unter allen Umständen zu verhindern. Überdies dient das Ölbad als zusätzliches Kühlmittel, auch dann, wenn die Pumpe einmal trocken laufen sollte. Dies ist besonders bei Schmutzwasserpumpen wichtig, denn grobe Verunreinigungen des zu fördernden Mediums führen gelegentlich zur Blockade des Pumpwerks. 

Der Motor verfügt über eine Welle. Ein Simmerring wird fast immer als Abdichtung für den Durchbruch durch die Gehäusewand genutzt, sodass die Welle mit einem Impeller, einem Schaufelrad oder einem anderen Pumpwerk verbunden werden kann.  

Drehzahl und Kraft bestimmen den Einsatz von Motoren in Hauswasserwerken und Schmutzwasserpumpen 

Es sind mehrere Faktoren, die die Wahl des besten Motors für eine Pumpe beeinflussen:

  • geforderte Förderhöhe
  • zu erreichende Fördermenge
  • Art des Pumpwerks
  • Stromart – Gleich-, Wechsel- oder Kraftstrom 
  • Anforderungen an den Mindestdruck
  • Beschaffenheit des Mediums 

Auf Grund dieser Anforderungen gibt es Schmutzwasserpumpen, Gartenpumpen, Hauswasserwerke, Tauchpumpen oder Bilgenpumpen. Generell werden Pumpen danach unterschieden, ob sie klare Medien fördern können, also solche, die frei oder von Schwebstoffen nahezu unbelastet sind. Außerdem wird zwischen Süß- und Salzwasserpumpen unterschieden. Wobei hier der Unterschied in der Regel im Pumpwerk zu suchen ist. Salzwasserbeständige Pumpe verfügen zumeist über ein Pumpwerk aus Keramik, da Metalle vom Salz angegriffen werden. 

Damit du möglichst lange, etwas von deinem Kauf hast, solltest du die Schmutzwasserpumpe regelmäßig reinigen.

Schnell- und Langsamläufer bei Pumpenmotoren 

Überdies werden Schnell- und Langsamläufer bei den Motoren für Pumpen unterschieden. Als Schnellläufer konstruierte Pumpen werden dort verbaut, wo klare Flüssigkeiten gefördert werden sollen. Mit diesen Pumpenmotoren lassen sich immense Förderhöhen und Fördermengen erreichen. 

Ein Langsamläufer (> 1450 U/min) als Elektromotor wird dann benötigt, wenn das Medium zähflüssig oder stark verunreinigt ist. Dies ist beispielsweise bei Schmutzwasserpumpen der Fall. Sind zahlreiche Fremdstoffe im Wasser, neigen Schnellläufer dazu, zu blockieren. Grund dafür ist, dass die Kraft des Motors für eine hohe Drehzahl genutzt wird. 

Ein langsam laufender Motor entwickelt ein deutlich höheres Drehmoment, so wie es für Schmutzwasserpumpen notwendig ist. So kann nicht nur stark verunreinigtes Wasser gefördert werden. Diese Pumpen haben so viel Kraft, dass gleichzeitig ein Häcksel- oder Schneidwerk angetrieben werden kann, sofern dies notwendig ist. 

Schlussgedanken und Kauf-Tipps zum Motor für Schmutzwasserpumpen, Hauswasserwerke, Güllepumpen oder Tauchpumpen

Beim Kauf einer Schmutzwasserpumpe solltest du dir unbedingt den Motor genauer ansehen. Ist dieser in Öl gelagert, handelt es sich in der Regel um eine qualitativ sehr hochwertige Schmutzwasserpumpe. 

Die Art der Installation des Motors in der Pumpe ist ebenso wichtig. Bei der Wartung und beim Wechsel der Gehäusedichtung ist es unerlässlich, dass der Arbeitsbereich frei zugänglich ist. Gerade bei Billigpumpen kommt es häufiger vor, dass die relativ teuren Dichtungen eingespart wurden. Auch auf die Qualität des Schlauches deiner Pumpe solltest du unbedingt achten! Stattdessen wird das Gehäuse vom Hersteller verklebt oder verschweißt. In Folge musst du eine neue Pumpe kaufen, ist der Motor beschädigt, weil sich das Gehäuse nicht öffnen lässt. Außerdem ist es beim Kauf einer Schmutzwasserpumpe wichtig, dass der Motor ein hohes Drehmoment entwickelt, während die Drehzahl je Minute relativ bedeutungslos ist. Ein guter Tipp ist, eine Schmutzwasserpumpe zu kaufen, für die als Anbauteil ein Häckselwerk angeboten wird. Selbst wenn du dieses Schneidwerk nicht benötigst, ist sichergestellt, dass die Pumpe über reichlich Kraft verfügt. Auf unserer Webseite gehen wir auch noch auf einige andere Fragen bezüglich Schmutzwasserpumpen ein. So beispielsweise auch auf die Frage, ob sich eine Schmutzwasserpumpe auf für die Entfernung von Waschmaschinenwasser eignet.